Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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FAZ_ Personenkult und Hetze

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FAZ_ Personenkult und Hetze
Datum: 07.07.2020, 06:40

Auf der Titelseite vom 4. Juli unter dem Bild von der als „Verwandlungskünstlerin" gefeierten Kanzlerin mit Maske steht zu lesen: „Es gibt sie immer noch, die Unverbesserlichen, die die Maskenpflicht zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus für Unfug halten und die damit an einem trüben politischen Süppchen mitkochen, das von nur in Nuancen unterschiedlich irren Verschwörungstheoretikern aufgesetzt wurde."

Wer also die Regierungspolitik anzweifelt oder sie gar kritisiert, und sei es mit guten rationalen Gründen, ist „unverbesserlich" (die Regierung hat immer recht), „kocht an einem trüben politischen Süppchen mit" (raten Sie mal, ob das trübe politische Süppchen links oder rechts ist) und folgt „irren Verschwörungstheoretikern". Eigentlich ist man selbst „irre", wenn man eine andere Meinung hat. Diese Hass-Sprache in einer ehemals seriösen Zeitung zu lesen, schmerzt.  

Ist das vielleicht Satire? Man glaubt es fast, wenn man weiterliest, dass das Maskentragen den „Vorteil" hat, „dass man vom Gegenüber nur die Augen sieht, die ja bekanntlich die Fenster der Seele sind". Ein Schelm, wer da an Verschleierung und Burka denkt. Es gibt halt immer mehr Schnittmengen zwischen unserer und der neuen Kultur. Aber das nur zu denken, ist schon Verschwörungstheorie.  

Sven von Storch

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