Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Es geht darum, eine Ära zu schaffen _ Von Zoltán Hegedűs

Veröffentlicht:

Es geht darum, eine Ära zu schaffen _ Von Zoltán Hegedűs
Datum: 18.08.2020, 20:20

DIE TIHANYER[1] RECHTE

Das neue Jahrzehnt begann mit einem lange nicht gesehenen Kataklysmus. Am Neujahrstag dachte niemand, dass in ein paar Wochen die Straßen entvölkert, die Geschäfte geleert und die Menschen sich zwischen die vier Wände zurückziehen würden. Natürlich ist eine Epidemie in der Geschichte überhaupt nicht außergewöhnlich, aber die westliche Zivilisation glaubte, dass Wohlstand unerschütterlich sei und die Geschichte sowieso zu Ende. Im westlichen Denken ist es üblich geworden, dass jeder sein eigenes Schicksal lenkt. Die Vorsehung ist höchstens zu einem unbedeutenden Nebendarsteller im Gefühlsleben geworden, das im Konsum gipfelt. Die Starpropheten haben bereits visioniert, wie die Menschheit ein Gott werden kann, nachdem sie alle Hungersnöte, Kriege und Epidemien überwunden hat. Wie so oft in der Weltgeschichte seit dem Turmbau zu Babel glaubte der Mensch, dass er homo deus werden könnte. Dann kam ein winziger, unsichtbarer Feind, ein Mikroorganismus, und verwandelte das Denken fast über Nacht. Die Geschichte ist wieder aus den Lehrbüchern herausgetreten. Innerhalb weniger Wochen sind Millionen von Menschen mit der mysteriösen Krankheit infiziert worden und Hunderttausende sind an der Krankheit gestorben. Auf einen Schlag hat sich alles auf der Welt verändert. Was war, ist nicht. Die üblichen Antworten funktionieren nicht mehr. Die alte Welt scheint zu zerbrechen - neue Herausforderungen brauchen neue Antworten.

DAS ANCIEN RÉGIME

Mit der politischen und kulturellen Machtergreifung der 68er-Generation im Westen begann der Westen Mitte der neunziger Jahre, die nationalen Rahmen abzubauen. Die neue Elite zögerte nicht, auch eine Ideologie anstelle des Alten zu geben. Das Ethos wurde als Welt, die „jedem eine Chance gibt“, als „offene Gesellschaft“ definiert. Mit dieser Ideologie ist die falsche Vorstellung verbunden, dass Wohlstand nur in Verbindung mit ihr funktioniert. Dies wurde auch durch die Entstehung politisierter multinationaler Woke-Großunternehmen unterstützt, die sich offen zu globalistischen Prinzipien bekannten. (Es lohnt sich zu prüfen, wie viele globale Giganten die BLM-Bewegung unterstützen.) Natürlich stammen die Führer dieser Giganten aus genau derselben in den 68ern wurzelnden globalistischen Elite wie die politischen Eliten. Gemeinsam charakterisiert diese Menschen, dass sie, geleitet von einem Erwählungsbewusstsein, von sich selbst denken: Sie seien darum in diese Position, in der sie sich befinden, gelangt, weil sie anders seien als die Durchschnittsmenschen. Aus diesem Grund fühlen sie sich auch berechtigt, den Menschen ihre eigene Ideologie aufzuzwingen. In ihrer Sicht wird dies natürlich anders interpretiert: „Sie klären ungebildete Menschen über die Wahrheit auf“. Sie wollen die Meinungen der Menschen nicht vertreten, sie wollen kein Produkt verkaufen, sie wollen ihnen keinen Dienst anbieten, sie wollen sie auf ihre eigene dogmatische liberale Weltanschauung hin dressieren.

„Die Vergangenheit endgültig eliminieren“

Die letzten Wochen bis Monate wurden durch den weltweiten Kampf gegen das Virus bestimmt. Die Epidemie hat jedoch mehr als nur primäre gesundheitliche Auswirkungen. Soziale Auswirkungen können dieselben oder vielleicht sogar noch größere Probleme verursachen.

Postepidemische Reaktionen sind seit Jahrhunderten sehr ähnlich. Bereits bei den mittelalterlichen Seuchen konnten bei allen dokumentierten Pandemien drei Hauptphasen beobachtet werden. Die erste Stufe der epidemiologischen Psychologie ist die Verleugnung, die darauf abzielt, die Gefahr zu bagatellisieren und sie als null und nichtig zu bezeichnen. Die zweite Phase ist die Erklärung: Die Leute suchen nach Gründen, warum etwas schief gelaufen ist. Die dritte Periode sind die sozialen Reaktionen aus der Erklärung. Eine solche Reaktion in Ungarn war der Aufstand nach der großen Cholera-Epidemie von 1831, die als Cholera-Aufstand bezeichnet wurde. In der nordöstlichen Region Ungarns, in diesem armen Land, das hauptsächlich von Slowaken und Ruthenen bewohnt wurde, empörten sich Bauern gegen Regierungs- und Bezirksbeamte. Die Bewohner dieser Gebiete waren besonders stark von den von der Regierung verhängten Schließungen betroffen, da sich ein erheblicher Teil von ihnen durch Saisonarbeit selbst ernährt hat. Aufgrund der Quarantäne konnten sie jedoch ihre gewohnten Jobs in der Großen Tiefebene nicht erreichen. Der Mangel an Einkommen führte zu einer Hungersnot und die hoffnungslose Situation zu einem Aufstand.

Die sozialen Prozesse waren auch während der Coronavirus-Epidemie sehr ähnlich. Die in den Menschen angesammelte Spannung erregte Wut und Ärger. In Westeuropa und insbesondere in den USA blieben Hunderttausende oder sogar Millionen durch Quarantänemaßnahmen ohne Arbeit. Darüber hinaus waren die ärmeren, meist eingewanderten, Schichten stärker vom Verlust des täglichen Lebensunterhalts betroffen. Der Feind wurde in der Strafverfolgung gefunden. Den Funken entzündete ein Polizeiexzess in Minnesota. Es begann ein einer Hungerrevolte ähnlicher Aufstand, der an vielen Stellen zur Plünderung von Geschäften führte. Die liberale Elite sah eine Chance in der Situation. Sie gab der wütenden Menge Slogans, wie sie es im Fall der Französischen Revolution getan hat, die als „Große“ bezeichnet wurde, oder der Russischen Revolution, die „Großer Oktober“ genannt wurde.

In ihrer Kultur leitete die Gott-lose westliche Weltordnung, die mit der Aufklärung begann und politisch nach dem Ersten Weltkrieg erschien, die Ära der Ismen ein. Aus dieser Wurzel stammt auch der Kommunismus, der Faschismus und der extreme Liberalismus. Gemeinsam ist ihnen, dass sie die Gesellschaft in die von ihnen geschaffene Welt hineinzwingen wollen, und diejenigen, die sich widersetzen, mit Gewalt brechen. Dies führt immer zu Totalitarismus. Das Weltbild der Ismen verabsolutiert eine theoretische Weltgesellschaft, in der sich die Unterschiede auflösen und „wir die Geschichte hinter uns lassen“.

Die globalistische liberale Elite sah, die durch die Epidemie verursachte soziale Wut nutzend, die Zeit für gekommen an, den „großen Sprung“ zu machen und mit ihren Gegnern abzurechnen. Der zweite Akt von 1968 begann – das zeigen die Demonstrationen auf der ganzen Welt. Neue Gesetze kommen, die Emanzipation des „alles für alle“, die Zerstörung von Denkmälern, die virtuellen oder realen Bücherverbrennungen, die totale (Selbst-)Zensur, das Verschweigen von Gegenmeinungen, die moderne Hexenverfolgung. Und die Medien, die größtenteils in den Händen der liberalen Elite liegen, führen den Kampf mit Begeisterung an, indem sie immer mehr „Konterrevolutionäre entlarven, die sich im Dunkeln verstecken“. Dies wiederum wird die Gesellschaften im Westen extrem spalten, mit unvorhersehbaren Folgen. Die bereits schwindende gemeinsame Sprache, der gemeinsame kulturelle Code werden enden. All dies wiederum verstärkt und beschleunigt den Zerfall des durch die Einwanderung zerschlissenen sozialen Gewebes. Der Staat übergibt zunehmend die tatsächliche Macht an die Eliteteams der „offenen Gesellschaft“, die NGOs, die politische Lenkung dagegen an die liberalen Medien.

 Eine neue Welt wird geboren

Das aus China stammende Coronavirus erreichte den entferntesten Punkt des zu einem „Weltdorf“ (Marshall McLuhan) herangewachsenen Planeten fast in Tagen. Der Schutz der Gemeinschaften erforderte schnelle und entschlossene Antworten. Zögern und Unentschlossenheit reduzierten die Chancen auf eine wirksame Verteidigung von Minute zu Minute. Und während zahlreiche Länder im Fernen Osten (Südkorea, Japan, Singapur, Taiwan) ein Beispiel für ein wirksames Epidemiemanagement gegeben haben, wurde die westliche Zivilisation unerwartet und unvorbereitet von der Pandemie getroffen.

Auch reiche und beim Gesundheitswesen zu den entwickeltsten gehörende Länder haben kritische Wochen erlebt. Der Anblick von Patienten in Krankenhauskorridoren, die erstaunliche Realität von Massengräbern war ernüchternd. Doch wie konnte das passieren? – stellen sich viele die Frage. Warum hielt das fortgeschrittene Gesundheitswesen dem Ansturm nicht stand? Der Schlüssel liegt jedoch nicht im Gesundheitswesen. Tatsächlich hat es nichts damit zu tun. Das wirksame Management einer Epidemie ist nicht in erster Linie ein Problem des Gesundheitswesens, sondern ein seuchenpolizeiliches. Welches eine reine Aufgabe der staatlichen Verwaltung ist. Und das hängt damit zusammen, wie gut der Staat organisiert ist und wie homogen eine Gesellschaft ist, d.h. wie bereit sie ist, koordiniert zu handeln. Wissenschaftler sagen, wir müssen auf das Wiederauftreten von Epidemien wie dem Coronavirus in der Zukunft vorbereitet sein. In Bezug auf die Verteidigung werden Gesellschaften im Vorteil sein, die einen gemeinsamen Kulturkodex und ein starkes soziales Gewebe haben. Dies kann wiederum die Rolle des Staates als kollektivem Bündnis für das Gemeinwohl erheblich stärken. Das Zeitalter starker Staaten könnte wieder kommen.

NATIONALER WIDERSTAND

Gegen die globale soziale Elite trat Anfang der 2010er Jahre jener nationale Widerstand auf, der auf die Stärkung des staatlichen Rahmens abzielte und dessen führende Kraft von Anfang an Ungarn war. Der Regierungswechsel 2010 bot die Gelegenheit, das Rahmensystem abzubauen, das den Interessen der liberalen und vielfach jenen der kolonisierenden globalen Elite diente. Zu diesem Zweck wurden ein neues Grundgesetz und eine Reihe weiterer wichtiger Gesetze und Maßnahmen erlassen. Die nationale Politik stützt sich auf die Gesellschaft und entsteht aus Debatten mit Wertekonflikten. Das ist keine interne Angelegenheit von engen Eliteideologien, sondern die Gesamtheit von Schritten, die dem Willen der Gesellschaft entsprechen. Sie basiert auf der Freiheit, d.h. der Fähigkeit zu unabhängiger Entscheidung.

Unter dem Druck der globalistischen Elite hat ein großer Teil der westlichen Länder seine Traditionen, seine Geschichte, seinen Glauben und seine Kultur aufgegeben. Stattdessen erhielt er nur das Versprechen einer „schönen neuen Welt“. Von der sich natürlich bald herausstellte, dass sie überhaupt nicht funktioniert, wenn es Probleme gibt. Die Grundsätze, die die Allmacht des Marktes proklamierten, erwiesen sich während der Wirtschaftskrise 2008 nur für die Elite als günstig, und während der Migrationskrise 2015 wurde klar, dass die unbegrenzte Inklusion nicht funktionierte. Die Coronavirus-Krise von 2020 hat gezeigt, dass es auch keine gute Idee ist, die nationalstaatlichen Organisationen abzubauen. Die EU-Institutionen beobachteten die Epidemie gelähmt und versuchten nur, liberale Dogmen aufzublähen, anstatt konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Die sich verschärfende moralische Krise in Westeuropa wurde durch die Pandemie nur noch verschärft.

Die Migrationskrise war der Punkt, an dem das Anti-Establishment auch in Westeuropa eine Massenbasis fand. Die Siege von Brexit und Trump im Jahr 2016 und von Boris Johnson im Jahr 2019 zeigten, dass es einen Wählerbedarf nach einem Auftreten gegen das liberale Mainstream-Denken gibt. Doch nur in Mitteleuropa konnte das nationale Denken dauerhaft Fuß fassen, das nicht entlang ideologischen Bruchlinien, sondern entlang globalen vs. nationalen Interessen organisiert war. Die zunehmend zusammengeschmiedeten V4-Länder und eine sich formierende Koalition des westlichen Balkans (Serbien, Slowenien, Ungarn) zeigen, dass wir im Kampf nicht mehr allein sind. Natürlich ist der Kampf nicht vorbei. Es ist klar, dass die globale Elite nicht zulassen wird, dass sich eine Politik, die ihren Interessen widerspricht, an der Peripherie der Union entfaltet. Wir konnten auch spüren, dass sich im polnischen Präsidentschaftswahlkampf im Juli 2020 sehr ernsthafte Kräfte bewegten, um einen Keil in die sich formierende Einheitsfront zu schlagen. Die kommenden Jahre versprechen auch nicht weniger Kämpfe.

DREI GENERATIONEN

Das Zentrum des nationalkonservativen Widerstands liegt heute eindeutig in Ungarn. Dies ist auch deshalb möglich, weil im Gegensatz zur Welt der westlichen „safe space“-Räume sehr wichtige Debatten über die Zukunft auf der ungarischen Rechten, im Radius der nationalen Seite stattfanden. Das lebhafte intellektuelle Leben, der oft scharfe Gedankenaustausch, die Dispute, die bis zum Morgengrauen dauern, die Debatten über die Themen Gemeinschaft, Tradition und Freiheit haben nicht gerade erst begonnen. Es ist kaum zu glauben, aber im zur westlichen Welt gehörenden Kulturkreis ist es oft nur in der bedauerten mitteleuropäischen Region möglich, unzensiert zu denken.

Seit dem Regimewechsel von 1990 sind 30 Jahre vergangen. Seitdem kämpfen drei politische Generationen dafür, dass die Ungarn ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Die Lakitelek-Generation[2] beteiligte sich am Kampf des Regimewechsels von 1990 und am Abbau des sozialistischen Blocks. Aufgrund des Hinüberrettens der wirtschaftlichen und politischen Macht der Staatspartei war dieser Generation wenig Zeit eingeräumt. Wie der verstorbene Premierminister József Antall mehrmals sagte: Seine Regierung war eine „Kamikaze-Regierung“. Der demokratische und die heimatlichen Interessen sich vor Augen haltende nationale Regimewechsel wurde schließlich von der Gründergeneration des Fidesz durchgeführt.

Die 2010 gewählte Regierung stellte das institutionelle System der Gemeinschaft wieder her, verabschiedete ein neues Grundgesetz und regelte den Staatsbürgerschaftsstatus der im Ausland lebenden Ungarn. Sie änderte die Wirtschaft um, die in wenigen Jahren spektakuläre Ergebnisse erbrachte. Aufbauend auf einer arbeitsbezogenen Gesellschaft haben die fast eine Million neu geschaffenen Arbeitsplätze die Armut verringert und die Lastenteilung durch die Besteuerung von Multis und Banken wirklich gemeinschaftlich gemacht. Nach zehn Jahren Fidesz-Regierung ist nicht nur ersichtlich, dass Ungarn eine bessere Leistung erbringt, sondern auch, dass eine konstruktive Ära, die seit Beginn des Dualismus in der ungarischen Geschichte nicht mehr erlebt wurde, begonnen hat.

DIE TIHANYER RECHTE

Die dritte Generation der Ära nach dem Regimewechsel ist die Rechte von Tihany. Am Ende des Sommers versammelt sich, man kann schon sagen:  traditionell, die Generation, die nach 1989 sozialisiert wurde und sich in ihren späten Zwanzigern, Dreißigern und Vierzigern befindet, in Tihany, um die wichtigsten Probleme des Landes zu erörtern.

Das um die Jahrtausendwende ins Leben gerufene Festival an der Grenze, das seit 2006 veröffentlichte Magazin Kommentár und das seit 2009 wirkende Tranzit[3] sind virtuelle und reale Treffpunkte für diese national orientierten Gemeinschaften. Dutzende von Konferenzen, Hunderte von Debatten, Runden Tischen und Seminardiskussionen trugen wesentlich dazu bei, dass die ungarische Rechte in der Lage war, die bevorstehenden Aufgaben umfassend zu diskutieren.

Auf dem Treffen im Jahr 2017 beschrieb Márton Békés in den später schriftlich veröffentlichten Tihanyer Thesen die wichtigste Aufgabe der nächsten Periode: „Die Aufgabe von 2018: Wird das System zu einer Ära? Das System ist eine politische Ordnung, aber die Ära ist mehr als das: Sie ist geprägt von einem kulturellen Milieu, das heißt: einem Zusammenhang von geistigen Errungenschaften, einem speziellen Medium gemeinsamer Stimmung und sozialer Gesten, einer Welt des Geschmacks und einer Art des Verhaltens. Während das System Regeln, politische Entscheidungen und Strukturen bedeutet, besteht die Ära aus kulturellen Strömungen, kollektiven Überzeugungen und sozialen Bräuchen. “[4] Ein politischer und wirtschaftlicher Wandel im nationalen Interesse hat stattgefunden. Die Politik funktioniert gut und kommt der Gesellschaft zugute. Die wichtigste Aufgabe der nächsten Periode ist es, ein kulturelles Milieu zu schaffen und das Zuhause einzurichten. Ihre Länge kann in Jahrzehnten gemessen werden. Zum Zeitpunkt des Regimewechsels 1990 wurde der deutsche Soziologe Ralf Dahrendorf oft zitiert: „Ein politisches System kann in sechs Monaten ersetzt werden, ein Wirtschaftssystem kann in sechs Jahren transformiert werden, für ein Gesellschaftssystem braucht man sechzig Jahre.“ Letzteres ist die Aufgabe der Rechten von Tihany.

Beim Start von Kommentár im Jahr 2006 haben wir unsere Absichten wie folgt formuliert: „Wir zählen auf alle im Gemeinsam-Denken. Und irgendwo am Ende entsteht vielleicht ein Bild von einem Land, in dem es nicht mehr notwendig ist, grundlegende Fragen zu diskutieren, weil ein herausgebildeter Konsens unsere Gemeinschaften und Traditionen schützt.“[5] Es sieht so aus, als wären wir angekommen und sprechen mit einem indianischen Hopi-Sprichwort: Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.

 

[1] Tihany (sprich ny wie das ñ in Señor), Stadt am Plattensee mit einer 1055 gegründeten Abtei.

[2] In der Ortschaft Lakitelek wurde 1987 das Ungarische Demokratische Forum (MDF) gegründet.

[3] Ein jährliches Forum für Diskussionen zwischen Regierung und Opposition.

[4] Márton Békés: Tihanyi tézisek [Tihanyer Thesen]. Látószög blog, 2018. február 8. <https://latoszogblog.hu/blog/tihanyi_tezisek&gt;

[5] Méltóság és indulat [Würde und Affekt]. Kommentár, 2006/1. (Cf. Türelem és elszántság. Kommentár, 2018/3–4. – die Red.)

Sven von Storch

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