Einwanderung_ die richtigen Zahlen
Einwanderung_ die richtigen Zahlen
Datum: 24.12.2015, 17:57
2015 sind etwa eine Million neuerdings nicht mehr Flüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge oder Asylantragsteller, sondern Schutzsuchende genannte Menschen nach Deutschland gekommen. Allen Entscheidungsträgern ist nach eigener Aussage bekannt, dass dies nicht das Ende der euphemistisch als Zuwanderung bezeichneten Einwanderung ist. Die Feststellung Sigmar Gabriels, dass 500.000 Menschen jährlich aufgenommen werden sollen, ist nicht überzeugend dementiert worden. In 5 Jahren könnten also etwa drei bis vier Millionen Menschen mehr in Deutschland leben als noch am Anfang dieses Jahres.
Das Hauptargument der Befürworter dieser beispiellosen Einwanderung gegen eine angebliche Panikmache durch die Kritiker dieser Entwicklung, gegen die Deutschland nach Feststellung der Bundeskanzlerin machtlos sei, lautet, dass ein, zwei oder auch drei Millionen wenig sind im Vergleich zu den 79 bis 80 Millionen Menschen, die zur Zeit in Deutschland leben. Doch ist dieser Vergleich unzulässig.
Nach Ausweis der vom BAMF veröffentlichten Zahlen sind die Einwanderer nicht zwischen 0 und 100 Jahren alt, sondern es handelt sich fast ausschließlich um Menschen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren, ansonsten eher noch jüngere. Damit muss korrekterweise exakt diese Alterskohorte der in der Bundesrepublik Lebenden verglichen werden. Das Statistische Bundesamt zählt in dieser Altersgruppe nur noch knapp 15 Millionen Menschen in Deutschland. Das kann auf dessen Webseite jeder nachprüfen. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund, um dieses Unwort zu benutzen, gerade in dieser Altersgruppe beträgt etwa 3,5 Millionen Menschen.
Bei der Tatsache, dass es sich bei den sogenannten Schutzsuchenden meist um Männer handelt, ist ein Familiennachzug auf jeden Fall zu erwarten. Zur Zeit weiß aber niemand, wieviele von den Einwanderern bleiben oder wieviele Menschen beim Familiennachzug auf einen dauerhaft Bleibenden kommen werden. Es gibt Schätzungen zwischen drei und acht Personen. Bliebe etwa nur die Hälfte der drei bis vier Millionen in Deutschland und kämen nur drei Personen pro anerkanntem Flüchtling bzw. Asylantragsteller, dann handelte es sich um 8 Millionen Menschen, die im Jahr 2020 zu den 15 Millionen dazukämen.
Von den 23 Millionen Einwohnern zwischen 20 und 35 Jahren wären also ca. 11,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist die Hälfte. Dabei ist die zumindest in der ersten Generation höhere Geburtenrate der Einwanderer noch nicht berücksichtigt. Man muss nur 30 Jahre weiterdenken, wenn die Mehrheit der jetzt in Deutschland Lebenden, und das sind ältere Menschen, gestorben sein wird, um sich die Zusammensetzung der bundesdeutschen Bevölkerung in der Zukunft vorzustellen. Es gibt einige Unsicherheiten bei dieser Hochrechnung, aber sie ist sehr wahrscheinlich. Man prüfe an diesen Zahlen die Verlautbarungen der Politiker fast aller Parteien. Man mag es bedauern oder nicht: Das Land der Deutschen wird es nicht mehr geben.
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