Eine neue Allianz! Von der Redaktion der ungarischen bürgerlichen Zeitung „Magyar Nemzet
Eine neue Allianz! Von der Redaktion der ungarischen bürgerlichen Zeitung „Magyar Nemzet
Datum: 07.03.2019, 14:58
Es ist an der Zeit, eine neue Allianz zu schließen. Und eine neue Allianz kann man nur schließen, wenn man die alte auflöst. Für den Fidesz ist es an der Zeit, den demütigenden Deal mit der Europäischen Volkspartei zu beenden. Die Volkspartei ist nicht mehr die Partei von Helmut Kohl.
Die heutige Volkspartei kann weder von den Sozialisten noch von den Liberalen unterschieden werden. Sie sagen dasselbe, genauso. Sie stehen bereit für die europäische große Koalition.
Die Volkspartei schützt nicht mehr die Nation, das Christentum, das traditionelle Familienmodell noch irgendeine benennbare europäische Tradition. Die Volkspartei ist mittlerweile die Bedienstete des kranken Liberalismus. Aus Angst, für Geld, aus Überzeugung, unter dem aggressiven Druck der westlichen Presse – egal.
Der Liberalismus, einst die Philosophie und Ideologie des Bürgertums, das die Nationalstaaten gründen wollte, ist heute nichts anderes als ein Beiwort, das die Bedeutung eines anderen Worts ins Gegenteil verkehrt. Und nicht einfach so, wie damals die „Volks“-Demokratie das Fehlen und die Leugnung der Demokratie bedeutete, sondern noch viel grundlegender. Der Liberalismus hat heute allen drei Schlüsselidentitäten des Menschen den Krieg erklärt.
Er hat die religiöse Identität des europäischen, westlichen Menschen ausgemerzt, er hat die nationale Identität des europäischen, westlichen Menschen ausgemerzt und ist dabei, die geschlechtliche Identität des europäischen, westlichen Menschen auszumerzen. Dem muss man sich stellen und das muss zuallererst gesagt werden. Ohne diese drei Identitäten gibt es kein Europa, keine europäische Kultur und keine europäische Zivilisation.
Die Volkspartei hat sich heute vom Erbe Helmut Kohls losgesagt, will stattdessen den Fiebertraum von George Soros von der „offenen Gesellschaft“ verwirklichen, was auch immer das bedeuten soll.
Heute ist Europas erster Mann eine sich in einer mentalen und moralischen Krise befindliche Marionette , die von Soros ausgehalten wird. Wenn auch vielleicht nicht finanziell, aber in geistiger Hinsicht auf jeden Fall. Und jetzt haben der Führer der Volkspartei, Joseph Daul und auch Manfred Weber deutlich gemacht, dass sie ausschließlich diese Linie unterstützen. Das Ultimatum von Weber hat bewiesen, dass Verhandlungen keinen Sinn machen.
Die europäischen Führer, die „Tschinowniks“ (seelenlosen Bürokraten; AK) in Brüssel, haben spätestens nach der Krise von 2008 beschlossen, die Vereinigten Staaten von Europa zu schaffen. Deren Haupthindernis ist die europäische nationale Tradition, die Existenz der europäischen Nationen. Dieses Hindernis muss daher beseitigt werden. Wie können Nationen eliminiert werden?
So, dass man eine gemischte Gesellschaft produziert. Jenseits der demografischen Krise und der Arbeitsmarktsituation ist dies die eigentliche Bedeutung der Unterstützung von Migration. Dies ist das Ziel der offenen Gesellschaft à la Soros, und diesem Ziel hat die Volkspartei im Bündnis mit den Liberalen und den Sozialisten alles untergeordnet. Und diese Politik kann nicht verhandelt werden. Der Fidesz kann es sich nicht leisten, in der Volkspartei Teil eines verbindlichen liberal-sozialistischen Bündnisses zu sein.
Stellen wir uns vor, wir versuchen unserer politischen Gemeinschaft vorzuschreiben, sich mit, sagen wir, den Gyurcsányleuten zu einigen. Dieses Beispiel ist jedoch nicht extrem, denn Weber hat gerade gestern diese Art von Wahlkooperation für Polen ermutigt und begrüßt. Der Fidesz kann es sich nicht leisten, alles aufzugeben, wofür er bisher gekämpft hat.
Viktor Orbán, der bis jetzt schon der Vorkämpfer für das wahre Europa war, kann nicht dieses Europa und die wahren europäischen Werte verraten einer sich selbst verleugnenden Partei zuliebe, wegen der empörenden Ultimaten von Politikern der Volkspartei, die dem Konservatismus, dem Christentum und dem Kohl-Erbe den Rücken gekehrt haben.
Die Volkspartei hat die Sozialisten und die Liberalen gewählt, um ihnen zu entsprechen. Dem Fidesz bleibt ein Weg: der Weg einer neuen Allianz. Viktor Orbán und Fidesz sollten aus der Europäischen Volkspartei austreten und sich mit Matteo Salvini, den österreichischen Freiheitlichen und der polnischen Regierungspartei zusammenschließen! Das liegt heute im Interesse von Europa und den Ungarn.
Es gibt nichts mehr, worauf man warten könnte – genauer gesagt: es ist verboten, länger zu warten! So und nur so kann man an die Spitze des Kampfes gegen die Einwanderung treten, um das Europa der Nationen und Ungarn zu schützen. Der ungarische Ministerpräsident wird diesen Kampf anführen müssen. Dies folgt aus allem, für das er bisher gestanden hat.
NACHTRAG 8. März:
Der ungarische Ministerpräsident hat auf diesen Artikel reagiert und gesagt, man solle "kaltblütig und gelassen" bleiben. Die Plakatkampagne zur Entlarvung von Juncker wird, wie vorgesehen, am 15. März eingestellt, offenbar soll es keine weitere Kampagne gegen Timmermans geben. Ob das den Erpressern aus den Reihen der EVP reichen wird?
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