Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Die Nazi-Pläne der Brüsseler EU

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Die Nazi-Pläne der Brüsseler EU
Datum: 03.02.2018, 09:16

Es mag einigen Leserinnen und Lesern noch erinnerlich sein, dass zur Zeit der Libyenkrise der damalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy von einer geplanten „Mittelmeerunion“ sprach. Wie Abkommen der EU mit nordafrikanisch-orientalischen, also muslimisch beherrschten Staaten zeigen, ist dieses Vorhaben nach wie vor offizielle EU-Politik. Die britisch-ägyptische Historikerin Bat Ye'or hat dazu ausführlich publiziert, denn in den Medien wird darüber nur versteckt berichtet. Sie nennt diesen geplanten gewaltigen politisch-wirtschaftlichen Großraum „Eurabien“. Übrigens ist die Migrationspolitik der EU ohne diese Grundlage überhaupt nicht verständlich. Berücksichtigt man diese Pläne, dann wird die forcierte ethnische Veränderung der Bevölkerung Europas sofort verständlich: Ein Europa mit einer großen und selbstbewussten mohammedanischen Bevölkerung würde einer „Mittelmeerunion“ genannten Neuordnung positiv gegenüberstehen. Es gibt Menschen, die offene Grenzen fordern und trotzdem die sich daraus ergebende Konsequenz leugnen. Dass seit 1945 zwischen 15 und 30 Millionen Muslime nach Westeuropa gekommen sind, kann aber nicht vernünftigerweise, also nur unter Preisgabe der Vernunft, als tiefgreifende Veränderung geleugnet werden. 

Dass diese Migration wegen ihrer Förderung durch NGOs und die EU nicht mehr urwüchsig ist, sondern einem organisierten Bevölkerungsaustausch gleicht, weckt selbstverständlich Erinnerungen an die Politik der Nationalsozialisten, die allerdings mit blanker Gewalt und Ausmordung solche Effekte erzielen wollten. Hier liegt ein humanistischer Fortschritt ebenso vor wie bei der im Vergleich zu Nazis und Kommunisten wesentlich subtileren Aushorchung und Lenkung der Bevölkerung, wie sie heute in den westlichen Demokratien möglich ist.

Im Jahre 1941, als die nationalsozialistische Expansion auf ihrem Höhepunkt war, schrieb Christian Augustin in „Auswärtige Politik“ über die nationalsozialistischen Pläne für ein „Grosseuropa“ auf S. 910: „Will Europa ein ’Groß-Europa’ sein, d. h. erfolgreich den Wettkampf mit den anderen Welträumen bestehen, so ist ... dreierlei erforderlich: Die pyrenäische Halbinsel ist als ein integrierender, zukunftswichtiger Bestandteil Europas zu betrachten. In der Türkei erblicken wir im weiteren Sinne europäisches Land, das bestimmt erscheint, den Erdteil in tätiger Mitarbeit wirksam zu ergänzen. Nordafrika endlich weist alle Voraussetzungen auf, um in einem ... wirtschaftlichen Zusammenhang mit Kontinentaleuropa eine für Europa und Afrika gleichwichtige Funktion zu erfüllen.“ Die Historikerin Birgit Kletzin hat diese nazistischen Vorstellungen in ihrem Buch „Europa aus Rasse und Raum“ (2002 im LIT-Verlag erschienen) genau untersucht. Es ist klar, dass „Grosseuropa“ ein vom Großdeutschen Reich beherrschter Raum sein sollte.

Interessant ist im Vergleich dreierlei: Erstens der Hinweis auf die Konkurrenzfähigkeit Europas, der auch in keinem Aufruf Brüssels zur in ihrem Sinne „offenen [Einwanderungs-]Gesellschaft“ fehlt; zweitens die Einbeziehung der Türkei, welche Forderung auch die Eurokraten gegen jede Realität aufrecht erhalten; drittens die wie selbstverständliche Betrachtung des muslimischen Nordafrika als Teil eines wirtschaftlichen Zusammenhangs, den die EU im Gegensatz zu den Nationalsozialisten auf den Nahen Osten (Saudi-Arabien, Golfstaaten) ausdehnen kann. Eine vierte Übereinstimmung zeigt sich im Ausschluß Groß-Britanniens, das die Nazis als atlantische und nicht kontinentaleuropäische Macht sahen und das sich heute, soweit man das schon sicher sagen kann, auch aus der EU zurückgezogen hat.

Apologeten der EU verweisen darauf, dass beim Gedanken der „Mittelmeerunion“ nicht die nationalsozialistischen Neuordnungspläne, sondern das Römische Reich Pate gestanden habe. Das mag rein geographisch der Fall sein, doch ist der Hinweis eine Mogelpackung, erstens weil nicht gesagt wird, an welches Römische Reich gedacht wird: etwa an das christlich dominierte seit Konstantin dem Großen?, und weil zweitens die Aufnahme eines riesigen islamischen Raums überhaupt nicht mit den Verhältnissen im Römischen Reich verglichen werden kann. Hingegen haben die Nationalsozialisten genau wie die EU gerade die enge Zusammenarbeit mit Mohammedanern gesucht, zumal die islamische Herrschafts- und Kampfesideologie die große Sympathie Adolf Hitlers gefunden hat, der ohne jeden Zweifel trotzdem die deutsche Vorherrschaft durchgesetzt hätte. Aufgrund der gewaltigen Bevölkerungsexplosion der islamischen Welt seit 1945, der in ihrer Hand befindlichen Ölmilliarden und der forcierten Einwanderung werden sich dagegen heute die Gewichte bei einer „Mittelmeerunion“ in Richtung Naher Osten verschieben.

Die EU denkt sich die „Mittelmeerunion“ natürlich nur ökonomisch, wie das heute allgemein, gewissermaßen tunnelblickartig allein der Fall sein kann. Diese marxistisch geprägte Denkweise wird den realen Verhältnissen wie dem Erstarken der Religionen nicht gerecht. Die Muslime werden sich wahrscheinlich nicht „kaufen“ lassen, ihr „Bewußtsein“ wird das „Sein“ des neugeordneten Europas bestimmen. Auch liberal-kapitalistisch scheint die Beherrschung der sich aus solchen Bevölkerungsverschiebungen ergebenden Schwierigkeiten illusionär zu sein. Kapitalistisch scheint die „Mittelmeerunion“ denkbar, aber liberal dürfte sie nicht mehr sein. Das ist eine weitere Parallele zur „Grosseuropa“-Konzeption der Nationalsozialisten.

 

 

 

 

 

Sven von Storch

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