Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Die mögliche Taktik hinter der Gründung der Wagenknecht-Partei

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Die mögliche Taktik hinter der Gründung der Wagenknecht-Partei
Datum: 27.10.2023, 05:01

Die Politikerin Sahra Wagenknecht hat eine neue linke Partei gegründet. Damit wird wahrscheinlich eine Entwicklung der Zukunft präformiert, die im folgenden beschrieben wird; Frau Wagenknecht wird möglicherweise so zu einer Avantgardistin der linken Bewegung. (Das bedeutet natürlich nichts Gutes, weil sozialistisch-kommunistische Politik theoretisch erwiesen und empirisch bewiesen niemals etwas Gutes bedeutet hat und bedeuten kann. Dies spielt jetzt für unsere Überlegungen keine Rolle.)

 

Was aber ist denn das Avantgardistische der neuen linken Partei? Dazu muss weiter ausgeholt werden. Bekannt ist, dass alle linken Parteien (SPD, Grüne, Linke) die Massenabtreibungen gefördert haben, die die Geburt von mehreren Millionen Deutschen seit der sogenannten Reform des Paragraphen 218 verhindert haben. Da fast nur deutsche Frauen, kaum Migrantinnen, abgetrieben haben, ist eine demographische Schrumpfung und Überalterung der Deutschen die Folge gewesen. 

 

Gleichzeitig haben alle linken Parteien auch Masseneinwanderung nach Deutschland gefördert, insbesondere aus dem kulturell völlig fremden islamischen Kulturkreis. Egal, mit welcher Begründung: ob wegen angeblich wünschenswerter multikultureller Buntheit, zum zynischen Import billiger Arbeit oder zur Auffüllung des selbstverschuldeten demographischen Defizits, das Ergebnis war dasselbe. Auch bei der sogenannten Migrationskrise 2015 hat Angela Merkel nur die Politik des sozialistischen Regierungspartners SPD durchgesetzt, dessen Beteiligung an der „Großen Koalition“ gerne vergessen wird. Deshalb sind mittlerweile mindestens 10% der im deutschen Siedlungsgebiet lebenden Menschen Muslime.

 

Erstaunlich ist die daraus ersichtliche Förderung des Islam durch linke Parteien, die ihre ursprüngliche atheistische, religionskritische Einstellung, die einmal zu ihrer DNA gehört hat, im Hinblick auf den Islam völlig abgelegt haben. Es genügt, an Konstrukte wie den „antimuslimischen Rassismus“ zu erinnern. Man kann sich das erklären aus dem Machtkalkül der Linken, die das Proletariat und auch die abhängig Beschäftigten wegen der erfolgreichen Marktwirtschaft als revolutionäres Reservoir verloren haben. Deshalb werden neue Gruppen gesucht und generiert, die von linken Geldversprechungen abhängig sind. Die (im Gegensatz zu den damals so genannten Gastarbeitern) zuletzt vielfach durch Sozialleistungen ausgehaltenen Migranten sind die wohl größte dieser Gruppen. Sie sollen deshalb auch möglichst bald das Wahlrecht bekommen.

 

Lange haben Linke, die glauben, alles könne dem Menschen an- und aberzogen werden, gedacht, dass aus den muslimischen Migranten durch „Integrationsmaßnahmen“ lauter Jürgen Habermase und Joschka Fischers werden. Dieser (Alb-)Traum hat sich mittlerweile als Illusion entpuppt. Auch Linke dürften das bemerkt haben. Und als Konsequenz werden sich die (noch mehrheitlich ethnisch deutschen) Linken, die heute in fast allen politischen, medialen, kulturellen, juristischen und sonstigen Bereichen des öffentlichen Lebens die Hegemonie innehaben, überlegen, was passieren wird, wenn eine bald noch stärkere muslimische Gemeinschaft ihre Rechte einfordern beziehungsweise ihre Vorstellungen auch in Deutschland durchsetzen wird, die bekanntlich den linken Lebensmodellen überhaupt nicht entsprechen. Die deutschen Linken werden sich auch das Schicksal der atheistischen Sozialisten und Kommunisten in islamischen Ländern bewußt machen, die dort bekanntlich beseitigt worden sind. Es stellt sich die Frage, wie die Linken ihre Posten und ihre Macht behalten können. Inhaltlich hatten und haben Linke immer nur eine oberflächliche Überzeugtheit von ihrer Ideologie, die sie großenteils selbst nicht glauben. Nein, es geht konkret um den Machterhalt genau der Personen, die sich heute als Linke (oder Linksliberale) definieren, in einer zunehmend islamischen Umgebung. 

 

Und nun kommt Frau Wagenknecht mit ihrer neuen linken Partei. Frau Wagenknecht ist in der DDR als Tochter eines Iraners geboren, der laut Christian Schneiders Biographie in West-Berlin studiert hat. Ansonsten kann er Moslem, Jude, Christ, Zarathustrier oder Baha’i gewesen sein – Frau Wagenknecht hat derlei private Details bislang für sich behalten. Am wahrscheinlichsten ist es natürlich, dass er Moslem war. Wenn das stimmt, ist Frau Wagenknecht für Muslime daher eine Muslima, weil jedes Kind eines muslimischen Vaters qua Geburt muslimisch ist. Es ist für dieses Faktum weniger wichtig, ob er gläubig war, was unwahrscheinlich, oder sie gläubig ist, was augenscheinlich nicht der Fall ist. Wichtig für die Linken auch abseits der neuen Partei ist aber im beschriebenen sich wandelnden gesellschaftlichen Umfeld, dass Frau Wagenknecht jederzeit – gehen wir vom wahrscheinlichsten Fall aus – glaubhaft die islamische Karte ziehen könnte, auch wenn sie derzeit noch säkular ist. Auch die meisten Muslime sind ja keine Fundamentalisten. Man darf linke Taktik niemals unterschätzen. Das wäre nämlich die Chance für die deutschen Linken, weiterhin an der Macht bleiben beziehungsweise diese mit den in politische und andere Leitungspositionen aufrückenden muslimischen Migranten und deren rechtlich deutschen Nachkommen teilen zu können. Diesen würde zudem eine attraktive, gleichzeitig islamische und linke politische Plattform geboten. 

 

Am Ende wird – ob mit oder ohne Frau Wagenknechts Partei, ob mit oder ohne Bewahrheitung der genannten Spekulation – eine Konversion großer Teile der deutschen Linken zum Islam stehen, um weiter von den mit der Macht verbundenen Geldtöpfen profitieren zu können. Die ideologische Begründung wird den in absurdesten Rechtfertigungen erfahrenen Linken nicht schwerfallen. Es war übrigens der Frau Wagenknecht nicht fernstehende Oskar Lafontaine, der schon vor einigen Jahren (2006 im Neuen Deutschland) angebliche Schnittmengen zwischen Sozialismus und Islam festgestellt hat: Anti-US-Imperialismus, Egalitarismus, soziale Verpflichtung, antikapitalistisches Zinsverbot.

 

Darum könnte Frau Wagenknecht mit ihrer neuen linken Partei die Avantgarde eines neuen Kapitels in der Geschichte der linken Bewegung werden, das irgendwann in nicht allzu weiter Zukunft in jedem Fall eröffnet werden wird. Es könnte also ein historischer Moment sein. Und wir könnten sagen, wir seien dabei gewesen.

 

 

Sven von Storch

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