Prof. Dr. Adorján F. Kovács

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Die „Antifaschisten

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Die „Antifaschisten
Datum: 17.12.2022, 20:15

Manchmal besuche ich eine kommunistische Buchhandlung in Frankfurt-Bockenheim, die von Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit gegründet worden war, die ja bekanntlich beide, als Umweltschützer getarnt, in der Grünen Partei ihre kommunistische Agenda weiterverfolgten. Im Schaufenster prangt entsprechend der Rote Stern.

 

An der Kasse liegen linke Periodika aus, die es offenbar massenhaft gibt. Dafür ist Geld da. Unter den Zeitschriften ist eine, die sich „Blätter für deutsche und internationale Politik“ nennt. Sie enthält entfesselte linke Propaganda. Da schreibt zum Beispiel der Journalist Thomas  Assheuer über „rechte Systemsprenger“, also einen gegen die nicht-linken, meist oppositionellen Kräfte Europas gerichteten Hetzartikel. Etwas sachlich so Falsches, Verzerrtes, auch sprachlich durch abgründigen, mühsam verdeckten Hass Enthemmtes habe ich schon lange nicht gelesen. 

 

Ein Beispiel möge genügen: Giorgia Meloni ist für ihn u. A. deshalb Faschistin (Assheuer nennt sie zwar Postfaschistin, meint aber genau das), weil im Wappen der Fratelli eine dreifarbige Flamme gezeigt wird, die so ähnlich früher bei italienischen Rechtsextremen den Geist symbolisierte, der aus dem Grab Mussolinis aufsteigt. Diese „umstrittene“ Flamme war schon von Linken zum Thema im italienischen Wahlkampf gemacht worden, wie die „Alpen-Prawda“ in gewohnt tendenziöser Weise berichtete: Man darf also keine Flamme im Wappen haben. Man darf nach linker Definition gar nichts haben, was früher von Faschisten oder Nationalsozialisten missbraucht wurde, dagegen kämpft ja der „Antifaschismus“. Nur den Roten Stern oder den Zirkel oder den Hammer oder die gereckte Faust, das darf man alles haben, weil der Kommunismus Frieden und Glück über die Menschen gebracht hat.

 

Assheuer nimmt implizit Bezug auf ein Buch („Wie Demokratien sterben“) zweier amerikanischer linker Historiker, Daniel Ziblatt und Steven Levitsky, die wie er vor einer „Aushöhlung“ der Demokratie an den Wahlurnen warnen, wenn die Wähler die den Assheuers, Fischers und Cohn-Bendits nicht genehmen Politiker wählen. Die Journalistin Anna Riek hat das Buch im ZDF empfohlen, u. A. mit der an sich schon perfiden Nennung der Namen von Trump und Hitler in einem Satz, wobei beide aber natürlich „nicht verglichen“ werden sollen, und der ebenso unvermeidlichen Warnung vor der AfD („einer anderen Partei die Stimme geben“): primitive Wahlwerbung für weltanschaulich genehme „antifaschistische“ Parteien.

 

Assheuer arbeitet für die ZEIT, Riek für’s ZDF. In einer Zeit, in der familiäre Verflechtungen bei der Elite immer offensichtlicher werden, wie man an der Schäuble-Tochter, dem Spahn-Ehemann und vielen anderen sieht, muss man auch darauf hinweisen, dass sie sich vermutlich kennen. Sie ziehen ideologisch am „richtigen“ Strang. Beide leben also wahrscheinlich sicher und gut von Steuer- und Spendengeldern. Die ZEIT ist sich nicht zu schade, Gelder der Bill & Melinda Gates-Stiftung anzunehmen, Teile der gigantischen Geldsummen, die im Rahmen der staatlichen Förderung der Mainstream-Presse ausgeschüttet werden, sowieso. Jeder wirklich produktive Selbständige und Unternehmer kann über diese Mentalität des Handaufhaltens nur den Kopf schütteln.

 

Die Falschheit dieser Leute ist gewaltig. Sie definieren Demokratie so, dass ausschließlich Parteien und Politiker mit linksliberaler, am besten sozialistischer Agenda diese vertreten können. Ihre Definitionsmacht zeigt sich daran, dass ein Symbol millionenfacher Unterdrückung und Ausmordung wie der Rote Stern durch sie zu einem tolerablen, ja, wünschenswert humanistischen Symbol erklärt wird, aber eine Flamme nie mehr zu einem politischen Symbol werden darf, weil es die kommende totalitäre Demokratie, die Wohlstand und Macht der Assheuers, Fischers und Cohn-Bendits endgültig sichern soll, gefährden könnte.

 

Assheuer drückt dabei noch auf die Tränendrüse: die „Rechte“ (verräterisch schreibt er nicht von „Rechtsextremen“, sondern meint auch noch die gemäßigtsten Konservativen mit) habe mit ihren „Mythen“ angeblich die besseren Narrative, denen die Linke (die es, immer unter problemlosem Einschluss auch der Extremen, wirklich gibt!) angeblich wenig, nämlich nur die Besserung der materiellen Lebensbedingungen entgegensetzen könne. Die Linke sei also schwach! Eine glatte Lüge. Deshalb geht die linksliberale Regierung ja mit 3000 Polizisten und geladenen Journalisten gegen zwei Dutzend 80-jährige „Reichsbürger“ und deren einzige Schusswaffe vor. Man müsste über diese Inszenierung lachen, wäre es nicht todernst. Man kennt das ja aus der DDR: Die „antifaschistischen“ Kommunisten haben ihre Legitimation immer aus dem „Kampf gegen Rechts“ bezogen, und wo es keinen „Rechten“ gab, musste man ihn erfinden.

 

Die Demokratie ist wirklich bedroht. Vom Staat. Corona hat gezeigt, wie schnell der Staat Grundrechte zur Disposition stellt. Die Bedrohung der Demokratie kommt aber in Deutschland sicher nicht von rechts, sondern sie sitzt in Redaktionsstuben, den Parlamenten und auf den Regierungsbänken, also dort, wo die aktuelle, die „antifaschistische“  Macht des Staates und der vierten Macht erhalten werden soll. Die Linken sind doch nicht deshalb jahrzehntelang durch alle Institutionen bis an deren Spitzen marschiert, haben sogar die CDU in eine linke Partei umgeformt, nur um ihre Macht abzugeben! 

 

Das Mantra des staatstragenden „Antifaschismus“ offenbart aber eine Wahrheit, die den Assheuers, Fischers und Cohn-Bendits wahrscheinlich nicht einmal peinlich ist. Damit der Sozialismus nicht durch seine nationale Variante in seiner menschenverachtenden Qualität erkannt wird, gab Josef Stalin der Komintern die Direktive, bei allen ihren Gegnern nur noch von Faschisten zu sprechen und vom „antifaschistischen“ Kampf der Kommunisten. Übrigens galten damit damals auch die Sozialdemokraten als Faschisten. Die „Antifa“ und alle selbsternannten Kämpfer gegen den „Faschismus“ in Deutschland befolgen auch heute eine Direktive Stalins. Worin noch wird ihnen Stalin in Zukunft Vorbild sein?

 

 

Sven von Storch

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