Deutsche Einheitsfront für Einwanderung oder_ Warum Ungarn keine Muslime will
Deutsche Einheitsfront für Einwanderung oder_ Warum Ungarn keine Muslime will
Datum: 17.09.2015, 11:00
Gestern konnte man sehr schön bei "Anne Will" die von den meisten Journalisten und Politikern anvisierte Zukunft Deutschlands beschrieben hören. Ein wie unter Drogen stehender Heribert Prantl verstieg sich entfesselt in hymnische Preisungen der Zuwanderung, konnte nicht aufhören zu schwärmen von einer „historischen Anstrengung“, die aber noch weiter intensiviert werden müsse, und von einer „völlig neuen Gesellschaftspolitik“. Was er damit meint, hat er in einem Büchlein ("Im Namen der Menschlichkeit: Rettet die Flüchtlinge, Ullstein 2015) kürzlich mitgeteilt: Weitgehend menschenleere Gegenden wie Mecklenburg-Vorpommern und Südfrankreich sollten mit Einwanderern aus Asien und Afrika bevölkert werden, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und diese nun so traurigen Landstriche zu blühenden Landschaften zu machen. Im Grunde also eine Politik, wie sie Kaiserin Maria Theresia oder Kurfürst Friedrich Wilhelm, allerdings mit Europäern, betrieben haben. Den (linken) Vorwurf einer Segregation der Völkerschaften durch solchermaßen abgetrennte Siedlungsgebiete, bei der man auch an den Begriff Apartheid denken könnte, scheint er nicht bedacht zu haben: Hauptsache, es gibt mehr Migranten in Deutschland. Dass dies das Ende Deutschlands in seiner jetzigen Form bedeutet, sprach nach Bundespräsident Gauck nun auch Katrin Göring-Eckhardt mehr als deutlich aus: Deutschland werde sich "verändern", man müsse das Land "neu denken", es werde "ein besseres Land" - als ob es heute so schlecht wäre. Doch das ist ja genau das, was linksalternative Grüne von jeher über Deutschland denken: Es ist schlecht und muss von Einwanderern besser gemacht werden. Grüne stellen sich dabei im Vergleich zu Prantl mehr eine Durchmischung im Sinne von Multikulti vor. Ich will die einschlägigen Zitate hier nicht wiederholen.
Ungarns Politiker und Journalisten hassen ihr eigenes Land nicht und wollen es nicht von Grund auf verändern. Auch die Ungarn selbst dürften die Politik von Orbáns Regierung mit großer Mehrheit unterstützen, die darauf abzielt, Schengen einzuhalten und so die Einwanderung zu kontrollieren. Lächerlich die Klage über ungarische Wasserwerfer gegen randalierende und Steine werfende Migranten, wo doch bei jeder genehmigten deutschen Großdemo ähnliches geschieht. Eines der weiteren Versäumnisse bei "Anne Will" war es, zu erklären, dass Ungarn, nicht aber Kroatien und Rumänien die Schengen-Vereinbarung unterschrieben haben, weshalb deren Politik des "Durchwinkens" der Migranten nach Deutschland auch nicht mit der Ungarns verglichen werden kann. Man hätte schließlich Frau Göring-Eckhardt in ihrer unerträglichen Selbstgerechtigkeit auf die deutschen Rüstungsexporte und die Teilnahme am Afghanistankrieg hinweisen können, denen bzw. der Zehntausende von Muslimen zum Opfer gefallen sind - ganz im Gegensatz zu Ungarn, das sich in dieser Hinsicht nichts vorwerfen und deshalb auch keine „Wiedergutmachung“ zu leisten sich einbilden muss.
Dann kam aber die entscheidende Frage Anne Wills an den ungarischen Minister, weil bekanntlich weit mehr als 80% der Einwanderer Muslime sind: "Warum wollen Sie keine Muslime in ihrem Land?" Hier hätte der Ungar offensiver antworten sollen, verwies aber etwas schwammig darauf, dass der Westen die Geschichte Ostmitteleuropas nicht kenne. Die Ungarn sind zweimal durch asiatische Völker fast ausgemordet worden: 1241/42 durch die Mongolen, die damals teilweise, kurze Zeit später alle muslimisch waren; dreihundert Jahre später durch die osmanischen Türken. Beide Male handelte es sich um Aggressoren, die Massenmord und Versklavung bewußt als kriegerische Maßnahmen durchführten, sodass aus heutiger Warte von Völkermord gesprochen werden müsste. Deutschland hat die Vernichtung als Volk nicht einmal im 30-jährigen Krieg oder nach dem 2. Weltkrieg befürchten müssen. Diese Erfahrungen eines kleinen Volkes, das zwischen die feindlichen germanischen und slavischen Völker eingekeilt lebt, sind so mächtig, dass die Ungarn, die sich immer selber helfen mussten, keine Illusionen im Hinblick auf Muslime haben, wenn diese eine kritische Stärke erreicht haben.
Nun könnte argumentiert werden, dass es sich hier um friedliche Zuwanderung von harmlosen Menschen handelt. Aber auch damit haben die Ungarn schlechte Erfahrungen gemacht. Nach der Vertreibung der Türken haben die Habsburger viele Fremde in den entvölkerten Gebieten geplant angesiedelt, bis die Ungarn im eigenen Land die Minderheit bildeten. Siebenbürgen dagegen ist das klassische Beispiel für ungelenkte Einwanderung: Lange Zeit kamen die Rumänen friedlich über die Karpaten ins Land mit dem Resultat, dass Siebenbürgen heute rumänisch ist, weil dieses Volk die Mehrheit bildet. All diese Erfahrungen lassen die Ungarn mehr als skeptisch sein: Sie wollen die Kontrolle über Einwanderung behalten.
Man kann uns Deutschen nur viel Glück wünschen mit unseren arabischen und sonstigen neuen Mitbürgern. Das wird nochmal eine ganz andere Sache verglichen mit den türkischen Zuwanderern, die ja aus einem laizistischen kemalistischen Staat kamen, der gewisse europäische Werte verkörperte. Aber wir schaffen das! Merkel plärrt hier Obamas "We can do it" nach, nur geht es bei uns ans Eingemachte: In Schwäbisch Gmünd z. B. müssen die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts leeren Wohnraum melden bzw. wie viele Leute in einer Wohnung leben. Anordnung aus höchster deutscher Ebene. Wofür Stadt/Land/Bund diese Informationen brauchen, dürfte klar sein. Herrn Prantl sehe ich schon mit seiner verschleierten Zweitfrau diese "völlig neue Gesellschaftpolitik" mit einem Glas Orangensaft begießen. Syrische Muslime werden in Kürze sicher eine lesbische TV-Moderatorin aus ihrer Mitte küren. Die Arbeitgeber, die laut Frau Göring-Eckhardt wegen der neuen Arbeitskräfte bereits ungeduldig mit den Füßen scharren, werden bei größerem Angebot ganz sicher höhere Löhne zahlen. Deutschland wird ein besseres Land, für die Reichen. Schließlich wird man dieser evangelischen Scheinchristin gratulieren dürfen, dass die Integration der neuen afghanischen Mitbürger bald entspannt beim Christopher-Street-Day gefeiert werden kann.
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