Der Wind dreht sich
Der Wind dreht sich
Datum: 11.04.2014, 16:10
Liebe Leute vom Tagesspiegel, Ihr schriebt gestern: „Akif Pirinçci wütet in seinem Buch »Deutschland von Sinnen« gegen Frauen, Schwule und Zuwanderer.“ Das Buch heißt aber im Untertitel, und sein Inhalt bestätigt das jedem, der es liest: „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“.
Worum also geht es? Genau. Um den Kult. Also eben nicht um Frauen, Schwule und Zuwanderer per se. Und auch nicht gegen sie. Aber dafür muss man richtig lesen können. Und wollen. Aber Ihr, wie fast alle Eure fassungs- und hilflosen „KollegInnen“ von den Leitmedien, schweigt im Grunde zum Thema des Kults um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Denn Ihr denkt stereotyp, Ihr handelt ritualisiert. Weil Ihr ganz einfach glaubt, recht zu haben, wiederholt Ihr Euch ständig, vorhersehbar und kultisch. Vielleicht könnt Ihr gar nichts zu den Inhalten Eures "links-grünen" Kultes sagen. Denn „den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt“ (Freud).
Es soll ein „irrer Kult“ sein. Wenn Ihr denkt, er sei nicht irre, bringt doch Argumente. Stattdessen schreibt Ihr, dass Pirinçci nichts mehr verstünde von „eine[r] Welt, die sich im ewigen Umbruch befindet“, als wären es nicht interessengeleitete Akteure, sondern das unerforschbare Schicksal und der liebe Gott, die den Umbruch bewirken, und zitiert pseudowissenschaftliche Traktate über „antimuslimischen Rassismus“, als wäre eine politische Religion eine Rasse. Auch sind nicht alle Argumente gegen die sogenannte Ehe von Homosexuellen und die Frauenquote automatisch „agitatorisch“ und „polemisch“, wie Ihr das so gern unterstellt. Was Ihr auch schreibt, es ist falsch. Und der absurde Breivik-Vergleich zeigt Eure ultimative Verzweiflung.
Ihr verweigert, wie immer, die echte Diskussion, weil Ihr das Recht und die Zukunft gepachtet zu haben glaubt. Wo Ihr seid, ist angeblich Moderne und Liberalität. Doch das stimmt nicht. Ihr seid durchschaut. Und man sieht an Euren entsetzten Reaktionen, das Ihr das gemerkt habt. Ihr seid getroffen. Eine erste Erschütterung, ein leiser Zweifel rührt Euch an. Veränderung braucht Zeit. Noch habt Ihr nicht umgedacht. Aber der Wind dreht sich.
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