DDR 2.0_ Geliefert wie bestellt!
DDR 2.0_ Geliefert wie bestellt!
Datum: 08.09.2020, 09:19
Der Kommunismus ist wiederauferstanden – und das nicht nur im akademischen Milieu, sondern in der politischen Praxis. Janine Wissler ist eine deutsche Politikerin der Partei „Die Linke“, die in Frankfurt am Main Politologie studiert hat und mittlerweile Fraktionsvorsitzende ihrer Partei im Hessischen Landtag ist. Nun will sie sich um den Vorsitz der Bundespartei bemühen. Sie gibt an, Trotzkistin zu sein und ist auch Mitglied im trotzkistischen Netzwerk Marx21, das, was nicht weiter überrascht, eine kommunistische Gesellschaftsordnung errichten will. Gleichzeitig ist sie auch Mitglied von attac, der antiglobalistischen so genannten „Nichtregierungsorganisation“, also einer pressure group, die den Wirtschaftsliberalismus ablehnt und in ihrem rabiaten Antikapitalismus linksradikal zu nennen ist.
In einer Republik, die mit ihrem ständigen „Kampf gegen rechts“ so tut, als stünde sie knapp vor einer irgendwie vage „faschistischen“ Machtübernahme, obwohl weit und breit keine politische Kraft zu sehen ist, die auch nur annähernd so rechtsextrem wäre wie die Partei „Die Linke“ tatsächlich linksextrem ist, ist die unbehinderte Karriere einer Trotzkistin auch nicht weiter überraschend.
Es war bei all den anderen Versäumnissen der so genannten „Wiedervereinigung“ wohl der größte Fehler, die verbrecherische kommunistische Staatspartei SED beziehungsweise ihre Nachfolgepartei nicht zu verbieten. Während die westdeutschen, vor allem linken, Parteien zurecht beklagten, dass in der Adenauerzeit trotz Verbot der NSDAP ehemalige Mitglieder dieser Partei erneut in der einzigen konservativen Partei, der CDU, zu Ämtern kommen konnten, haben sie daraus nicht gelernt. Während aber 1949 eventuell Fachkenntnisse, die dringend benötigt wurden, eine solche Wiederverwendung von Mitläufer-Nazis halbwegs erklären konnten, galten solche mildernden Umstände keinesfalls 1990 bei der Zulassung von in der SED organisierten Kommunisten. Als die Westdeutschen die Gelegenheit hatten, ehemaligen SED-Mitgliedern die politische Arena zu öffnen, hatten sie plötzlich nichts dagegen. Die Überwachung durch den Verfassungsschutz war reine Augenwischerei. Dabei half, dass es neben den zwei linken Parteien SPD und den Grünen nach 1990 eben mit der damaligen PDS noch eine weitere linke Partei gab, in der die Kommunisten als Demokraten getarnt weitermachen konnten. Hätte man sie verboten, wären vermutlich viele Ex-DDR-Kommunisten bei der SPD und den Grünen untergekommen. Die westdeutschen Linken konnten so behaupten, nichts mit diesen Kommunisten zu tun zu haben und „sauber“ geblieben zu sein. In Wahrheit deckt jede dieser linken Parteien ein Spektrum der gemeinsamen Sache ab. Bei diesem schändlichen taktischen Spiel hat leider auch die CDU mitgemacht, die dann folgerichtig unterwandert und programmatisch gewandelt wurde und heute eine weitgehend linke Partei genannt werden muss.
Es bleibt also festzustellen, dass zum Beispiel ein Altkommunist wie Andreas Geisel heute als Berliner Innensenator wirken kann. Die skandalös verfassungswidrig durchgesetzte Wahl eines kommunistischen Ministerpräsidenten in Thüringen ist hoffentlich noch in Erinnerung. Und die junge Anhängerin eines kommunistischen Bandenchefs, Putschisten und Massenmörders sitzt im hessischen Landtag und bewirbt sich um den Bundesvorsitz einer linksextremen Partei. Wer das kommunistische Prinzip von Tarnung und Täuschung kennt, weiß, dass der zeitweise (und lügnerische: schließlich gibt es die Antifa!) Verzicht auf revolutionäre Gewalt keinesfalls den Verzicht auf das Endziel eines gesellschaftlichen Umsturzes und einer totalitären Herrschaft bedeutet. Die Deutschen scheinen nichts dagegen zu haben: „Geliefert wie bestellt!“, kann man da nur sagen.
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