Piraten nur noch die drittgrößte Kraft der außerparlamentarischen Opposition

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Was waren das für Zeiten, als die Piraten bei Landtagswahlen zwischen 2010 und 2012 noch über 5% der Stimmen fischen konnten! Es war kein Hype, sondern eine Chance, aber sie wurde nicht genutzt. Die Partei wurde nun zurück auf Los gestellt. In 2013 wurden die Piraten, ähnlich wie 2009, nur von den Stammwählern gewählt und kamen auf ca. 2,2%. In den Medien spielt diese Kleinpartei keine Rolle mehr. Die Piraten sind nun nur noch die drittgrößte Kraft der außerparlamentarischen Kleinparteien.

Als die Piraten groß wurden, haben sie sich verändert. Sie wollten “Systempartei” spielen, aber der klassische Protestwähler, sah hierfür keinen Bedarf. Vielen wurden die Piraten aber auch zu unbequem. Die sitzen in Sandalen in Talkshows, tragen Bärte und haben Pickel. Die elitäre Politwelt wollte diese Fremdkörper nicht haben. Die anzugtragende AfD ist da schon beliebter. Auch deshalb hatten die Medien den Auftrag, die Piraten wieder klein zu machen. So wurde aus “negativer Presse” dann ganz plötzlich “gar keine Presse”. Den Wählerinnen und Wählern hat man gesagt, die Piraten hätten kein Programm und würden sich nur streiten. In Talkshows werden  Spitzenpolitiker der Piraten schon lange nicht mehr eingeladen. Der elitäre Politikbetrieb wollte wieder unter sich sein und hat dies augenscheinlich auch geschafft.

Am katastrophalen Misserfolg sind nicht nur die Medien schuld. Es wurden auch viele Fehler gemacht. Ich denke diese Fehler sind bekannt. Was können Piraten also in Zukunft machen, damit es in Deutschland wieder eine freiheitliche Partei für Bürgerrechte gibt? Zirka 15 Prozent der Wähler werden seit dem 22.09.2013 nicht mehr im Parlament vertreten. Durch diese Wahl entstand eine sehr große außerparlamentarische Opposition. Die Piraten sitzen in manchen Landesparlamenten und dürfen sich auch zum inoffiziellen außerparlamentarischen Oppositionsführer aufschwingen! Diese Rolle darf das im Herbst neu gewählte Vorstandsteam nicht der FDP überlasssen. Auch müssen die Piraten lernen wütend zu sein. Piraten müssen auf die Straße und für positive Schlagzeilen sorgen. Wo waren die Piraten, als über EFSF, ESM, EZB und jetzt auch SSM die Demokratie in Europa an die Hochfinanz verramscht wurde? Die Piraten sind viel zu leise. Piraten müssen laut und wütend werden, denn es geht um unsere Demokratie und eine Partei, die sich Demokratie auf die Fahne schreibt, muss sie auch einfordern. Vorschlag für 2017: Schreibt “Mut zur Wut” auf die Plakate.

Ich wünsche den Piraten viel Erfolg für die nächsten Wahlen. Vor allem jetzt wird eine starke liberale Partei mehr denn je gebraucht. Im Bundestag sitzen jetzt nur noch diejenigen, die schon immer drin sitzen. Es bläst kein neuer Wind und wir bekommen das berühmte “weiter so wie bisher…. und noch ein bisschen weiter”. Ein Mensch will ein Problem immer erst dann lösen, wenn er das Problem bemerkt. Wieso soll also ein Wähler die Lösungen der Piraten wählen, wenn er das dazugehörige Problem nicht verstanden hat? Piraten haben sich in den letzten Jahren zu sehr einlullen lassen. Man hat sich nicht getraut, die skandalösen Geschichten rund um die EU-Bankenrettung zu kritisieren, weil man nicht als “antieuropäisch” gelten wollte. Man hat unser Grundgesetz für eine Währungs-Ideologie getauscht und die Piraten haben diesen Vorgang schweigend akzeptiert und damit als politische Kraft legitimiert. “Wer nicht nein sagt, meint ja”.

Beitrag erschien zuerst auf: pinksliberal.wordpress.com

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Jan

Inzest und alle Drogen freigeben sind Ziele der Piraten.Die Schweden mit denen alle Piratenparteien Europaweit zusammenarbeiten wollen den Besitz von Kinderp. straffrei machen.
Und so jemandem wünschen sie Glück?

Gravatar: Climateatheist

@Jenny S. Die Piraten waren ein politisches Kunstprodukt, deren Aufstieg ab 2008 gezielt von der SPD-Stiftung Demokratie, Greenpeace, Attac und Untergliederungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Konzert mit den üblichen, meist links orientierten Kampagnenjournalisten hochgeschrieben wurden. Die SPD/DIE LINKE versuchte damit, linke Protestwähler aus der Nichtwählerschaft (meistens der universitäten Großstädte, so dies von harten universitären linken AstA'en unterstützt wurde) an die Urne zu locken. Als der Einzug in Berlin gelang, wurde die anfänglich sowieso schon inkompetente Piratenführungsriege durch stramme linke Chaoten ausgetauscht. Diese Truppe bebauchspiegelte sich lediglich selbst und gierte lediglich nach MdL-Pöstchen. Politisch waren und sind die Piraten unfähig und eine parteipolitische Schande erster Klasse. Zurecht torpediert der Wähler die Piraten. Ahoi!

Gravatar: Michael Ziefle

Es ist alles richtig, was hier von den Kommentatoren zur Piratenpartei geschrieben wurde. Sie haben sich durch Grüne unterwandern lassen, darüber besteht kein Zweifel. Nur Internet als Hauptwahlprogramm kann es auch nicht sein.
Doch gibt es in der Piratenpartei eine kleine Arbeitsgruppe die "Nuklearia" unter Leitung von Rainer Klute die eine sehr gute Arbeit leisten.
Diese wird jedoch von der Partei sehr angefeindet, da eben Grün unterwandert. Diese Gruppe gehört noch zur Piratenpartei hat sich jetzt geöffnet in eine Nuklearia e.V., sodass auch nicht Piraten dort Aufnahme finden. Man erfährt sehr viel über die neusten Kernkraftprojekte und Entwicklungen auf der ganzen Welt. Ich kann das nur empfehlen, für jeden der ein Interesse hat an Nukleartechnik. Vielleicht kriegt der eine oder andere seine Phobie auch wieder los. Es sind auch Physiker Mitglieder, die was davon verstehen im Gegensatz zu den Ethikräten, die hier der Kernkraft das Licht ausschalten wollen.

Gravatar: FDominicus

Ich dachte dabei an Stimmverluste von 2/3. Keine Ahnung wo die Piraten damit landeten, aber es wäre für mich völlig in Ordnung

Gravatar: Klimax

Die Piraten sind keine liberale Partei. Folglich brauchen wir sie nicht; denn Staatsparteien haben wir genug.

Gravatar: Rüdiger Braun

Es braucht kein Piraten.
Anders als im Artikel dargestellt ist die Piraten-Partei tatsächlich eine Null-Themen-Partei und nur ein Sammelbecken für ein bestimmtes Klientel an Protestwähler.
Im Kern sind die Piraten nur ein weiterer linker Ableger der sich vor allem um die Arbeitsverweigerer, Dauerstudenten und 24/7-Gamernerds kümmert, das die immer genügend leistungsfreie Kohle vom Staat (also von uns Deppen die Tag für Tag zur Arbeit gehen) bekommen.

Kurzum, unwählbar!

Gravatar: Jaques LeMouche

Das gleiche Schicksal der FDP wäre gegenwärtig für die Piraten ein 100 Prozent Zuwachs. Ich wünsche den Piraten den Erfolg der Violetten.

Gravatar: Jaques LeMouche

Die Piraten wurden von grünen Genderisten gekapert. Sie haben sich im Laufe dieser Entwicklung als sechste linke Partei erwiesen, deren Programm in ganz wenigen Punkten von den anderen Blockparteien abweicht. Darum braucht man sie nicht.

Gravatar: FDominicus

Realsatire auf Freie Welt:
"Ich wünsche den Piraten viel Erfolg für die nächsten Wahlen. Vor allem jetzt wird eine starke liberale Partei mehr denn je gebraucht. "

Vielleicht erläutern Sie uns einfach mal was an Diebstahl liberal ist. BGE? Also jemanden enteignen um anderen etwas zu geben. Ich wäre wirklich gespannt welcher Liberale das so irgendwo geschrieben hat.

Ich persönlich wünsche den Piraten genau das Schicksal der FDP. Beides Parteien die mehr schaden als nützen....

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