Wo kann man eigentlich aus der ARD austreten_
Wo kann man eigentlich aus der ARD austreten_
Datum: 10.09.2014, 09:38
Die ARD ist ebenso wie die katholische Kirche in Deutschland ein Zusammenschluß mehrerer Körperschaften öffentlichen Rechts. Finanziert wird die ARD und ihre Anstalten durch eine Zwangsabgabe, die vom Staat erhoben wird, um die soganannte Grundversorgung der Bevölkerung mit Fernsehen und Radio sicherzustellen. Ein Anachronismus und nebenbei eine enorme Geldvernichtungsmaschine.
Auch der SWR, dem wir diese glorreiche Reportage über den angeblichen Reichtum der Kirche zu verdanken haben, ist so seine Anstalt, die eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit vom Staat erzwungener Zwangsfinanzierung durch die Bürger unseres Landes. Wer versucht die Zwangsabgabe, welche sich euphemistisch Rundfunkgebühr nennt, verweigern will, wird sehr schnell belehrt, wie unmöglich das ist. Die Rundfunkgebühr kann, das wissen viele nicht, direkt vollstreckt werden. Wer die Rundfunkgebühren nicht zahlt, erhält sehr schnell Besuch von einem kommunalen Vollstreckungsbeamten, der mit allen Vollmachten auf alles Eigentum des Schuldners vollstrecken kann. Eine Gerichtsverfahren gibt es ebensowenig wie Rechtsmittel gegen die Vollstreckung der Gebühr.
Die Verfassungsmäßigkeit dieser Zwangsabgabe wurde höchstrichterlich bereits mehrfach festgestellt und nach der jüngsten Reform dieser Zwangsbeglückungsabgabe kann sich niemand mehr entziehen. Handelte es sich vorher um eine Gerätebesitzersteuer, bei der es ausreichte, prinzipiell technisch in der Lage zu sein, die öffentlich-schlechtlichen Sender empfangen zu können, um zur Zahlung der Gebühr verpflichtet zu sein, so reicht es inzwischen aus, nicht obdachlos zu sein. Wer in Deutschland eine Wohnung hat, ist verpflichtet, diese Abgabe zu zahlen. Die Gelddruckmaschine “ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice” läuft vollautomatisch und mit schöner Regelmäßigkeit werden Gebühren, die neuerdings “Beiträge” heißen erhöht.
Wer also so im Glashaus sitzt und dennoch mit Steinen werfen kann, kann seinen Glaser locker von den (Zwangs-)Beiträgen begleichen. Würde ich jetzt das Verfahren des SWR ansetzen, könnte ich hier mit Monsterzahlen durch die Gegend schmeißen, wie reich der Rundfunk in Deutschland ist. Das sind nämlich auch Milliarden, die da kreisen.
Als Katholik, dessen Kirche regelmäßig von den öffentlich-schlechtlichen Rundfunkanstalten geschmäht wird, kann ich aus diesen nicht autreten. Den Beitrag, der in Wirklichkeit eine Steuer ist, kann ich nicht einsparen.
Aus meiner Kirche könnte ich im Gegensatz dazu austreten und mir das Geld, das Kirchensteuer heißt aber ein Beitrag ist, sparen.
Sparen werde ich es mir jetzt, diesen tendenziösen, verfälschenden, irreführenden und wertlosen Beitrag auseinander zu nehmen. Wer sich in der Kirche ein wenig auskennt, hat es eh bemerkt. Wer der Kirche mit Vorurteilen begegnet, dem ist auch durch monsterlange Erklärungen nicht zu helfen.
Nach dieser Schrottreportage bin ich erst mal wieder für lange Zeit von den Grundversorgungsauftragsträgern gründlich bedient.
Beitrag erschien auch auf: katholon.de
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