Wie kommen eigentlich die Menschen ins Fernsehen_
Wie kommen eigentlich die Menschen ins Fernsehen_
Datum: 02.02.2015, 15:51
Aber zurück in die Vergangenheit: Als der Fernsehmechaniker mal da war, durfte ich in das geöffnete Gehäuse schauen. Röhren, Kodensatoren, Widerstände, Spulen, jede Menge Drähte, aber kein einziger Mensch. Nicht einmal ein Mainzelmännchen. (Ich hatte gehofft Det zu sehen … )
Das war schon mal gar nichts. Später hatte man mir erklärt, die Menschen werden in einem Studio mit einer Kamera gefilmt und dann wird das Ganze über Wellen durch die Luft an die Antenne gesendet und von dort ins Fernsehgerät geleitet, das die Wellen in Bilder verwandelt. Und Det ist ohnehin nur gezeichnet.
So weit, so gut. So sehr ich mich bemühte und durch die Dachluke die Umgebung der Antenne im Auge behielt, es waren weit und breit keinen Wellen in Sicht. War wohl nix mit diesen Wellen. Es blieb ein Geheimnis, wie man da rein kommt.
Mit dem Physikbaukasten konnte ich dann später wenigstens mal einen Piepston erzeugen, auf eine Welle (natürlich kann man nur elektromagnetische Wellen im Bereich des sichtbaren Lichts sehen, das weiß doch jedes Kind … ) modulieren und den Radioempfang im ganzen Haus empfindlich stören. Der Verstoß gegen die einschlägigen Rundfunkgesetze, insbesondere die Regelungen zum Betrieb einer Sendeanlage, sind inzwischen verjährt. Also locker bleiben. Ich habe eh nur auf Mittelwelle gesendet, aber im Radio konnte ich den Piepton sehr gut hören. Andere wohl auch …
So war ich wenigstens schon einmal, wenn auch illegal, bis ins Radio vorgedrungen. Heute geht das für mich viel einfacher (und sogar legal!!!).
In der Ausbildung lernte ich dann sogar die technischen Verfahren der drahtlosen Bewegtbildübertragung kennen. Die Verlockung einen Piratensender zu gründen war enorm. Zum Glück wäre das eine zu teuere Angelegenheit gewesen. So bin ich also zu dieser Zeit nicht bis ins Fernsehen vorgedrungen. (Nicht einmal illegal.) Bei einer Besichtigung des ZDF in Mainz erfolgte zudem auch noch eine schreckliche Desillusionierung, wie klein so ein Studio in Wirklichkeit ist. Alles nur Kulisse.
Inzwischen hat es mich das eine oder andere mal durchaus schon mal ins Fernsehen verschlagen. Zwar nicht in große öffentlich-rechtliche Anstalten und nicht in große Privatsender, aber das macht nichts. Drin ist drin.
Bei meinem Besuch bei bonifatius.tv hatte ich die Gelegenheit, eine Idee für ein neues Sendeformat vorzutragen. Testaufnahmen waren schnell gemacht und in recht kurzer Zeit geschnitten, vertont, mit Vorspann versehen und damit sendefertig. So komme ich nun doch noch so richtig ins Fernsehen und muß mich dafür nicht einmal zwischen Röhren und Kondensatoren quetschen.
Am kommenden Montag, 2.2.2015 (Maria Lichtmeß) ist es soweit, dann geht die Pilotsendung über den (natürlich! Internet-)Äther. Zu sehen sein wird die Sendung dann im laufenden Programm von bonifatius.tv sowie in der dortigen Mediathek. In dieser ist die Sendung jederzeit abrufbar. Sowohl mit dem Smartphone als auch auf dem Tablet kann man das dann sehen. Aber am besten wirklich auf einem großen Bildschirm, das ist dann wenigstens noch wie Fernsehen.
Und da wollte ich ja schon immer rein …
Beitrag erschien auch auf: katholon.de
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