Romantikchristen als Lendenschurz

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Romantikchristen als Lendenschurz
Datum: 06.08.2014, 09:51

 

Wollen wir eine Kultur ohne Rituale?

Wollen wir wirklich ein Land, in dem irgendwann vielleicht gar keine Glocken mehr läuten? Skylines, in denen sich zwischen Bürogebäuden keine Kirchtürme mehr abzeichnen? Eine Allgemeinbildung, zu deren Kanon die biblischen Geschichten nicht mehr gehören? Das Ende der Kultur der Rituale wie Taufe oder Konfirmation?

Dass dies nicht vollständig verschwindet, dafür tragen die Vertreter der großen Konfessionen ebenso Verantwortung wie die austrittswilligen Kirchenmitglieder, die ihre Empörung kundtun wollen. Aber wenn keiner mehr da ist, wer soll dann noch was ändern?

 

Und jetzt bin ich als Katholik beleidigt.

     

  1. Glaube als Ritualständer, der für jede Lebenslage ein nettes Ritual bereit hält?
  2. Glaube als Geschichtenbüchlein, das den Kanon biblischer Literatur zur allgemeinen Erbauung bereit hält?
  3. Glaube als Skylinedeko mit hübschen Kirchtürmchen zwischen häßlichen Bürotürmchen?
  4.  

Aber als Katholik bin ich ja nie so richtig lange beleidigt.

Möge Frau Becker mal die Gelgenheit haben, sich eine Stunde schweigend in einen stillen Raum setzen und nur auf das Kreuz und den Gekreuzigten blicken.

Impulsfrage: Würde sich Christus wirklich für 1.-3. (s.o.) kreuzigen lassen? Oder könnte es doch noch einen anderen Grund geben?

Beitrag erschien auch auf:  katholon.de

Sven von Storch

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