Limburg und der Weg der Dinge

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Limburg und der Weg der Dinge
Datum: 20.02.2014, 16:47

Langsam wird es unerträglich, wie sich die Phantasien und Spekulationen um den Limburger Domberg ausbreiten. Abschreiben, noch zu Schulzeiten der Killer für jede Note besser als 6, wird zur Kernkompetenz im deutschen Medientheater. Man glaubt es kaum, aber ein rennomierter Redakteur der Süddeutschen gefällt sich darin, blind bei den Kollegen des Spiegel abzuschreiben. In einem Artikel im Konjunktiv wiederholt er deren deren völlig halt- und inhaltslose Spekulationen. Der Bericht kommt am Mittwoch und es alles ganz schlimm. Ja, nee, ist klar, Kollegen. Das ist jetzt echt nur noch peinlich.

Wo sind wir eigentlich hier gelandet?

Ein Anruf in Bonn bringt Klarheit.

In der Pressestelle der DBK ist Landunter.

Ist etwa der Rhein über die Ufer getreten? Nein, nicht der Rhein war es, es mal wieder nur eine Medienwelle, die die Kaiserstraße überschwemmt hat.

Ja, aber der Bericht?

„Der Bericht der Prüfkommission wird bis Ende nächster Woche dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegt. Gemeinsam mit der Bischofskongregation im Vatikan wurde für die kommenden Wochen ein Prozedere zur Einsichtnahme und Diskussion des Berichtes vereinbart, welches allen Interessen fair Rechnung tragen soll. Um eine möglichst unvoreingenommene Befassung zu gewährleisten, bitten wir um Verständnis, dass wir dies nicht weiter kommentieren.“

sagt Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz.

Aha!

Fakt ist ferner: Aus dem Inhalt des Berichts kann keiner der berichtenden Journalisten irgendetwas wissen. Alle Berichte über mögliche Inhalte oder Ergebnisse sind reine Spekulation.

Nochmal: Aha!

Und dazu muß erst ein kleiner Blogger in Bonn anrufen, um den großen Kollegen zu zeigen, wie es geht? Leute wacht mal auf! So geht das nicht weiter. Die Glaubwürdigkeit der freien Presse in unserem Land ist ernsthaft in Gefahr, wenn die Entenpopulation in den Gazetten und Internetportalen größer ist als auf der Geseker Bache.

Ebenfalls erschienen auf blog.peter-winnemoeller.de

Sven von Storch

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