Ein Artikel zum PAS

Veröffentlicht:

Ein Artikel zum PAS
Datum: 07.10.2014, 09:34

Es gibt wenig Literatur zum Post Abortions Syndrom (PAS). Das kann nicht verwundern, wird doch noch immer auf allen möglichen Kanälen die straffreie Abtreibung als eine Errungenschaft und ein Symbol der Freiheit für Frauen hingestellt.

Nun ist es aber nicht so, wie den Menschen vorgemacht wird, mal eben zum Arzt, ein paar Zellen absaugen und am nächsten Tag wieder zur Arbeit und in den Alltag.

Jeder Eingriff in den Körper eines Menschen birgt in sich das Potential traumatisch zu wirken. Ein kleiner Schnitt in den Finger sicher deutlich weniger als ein schwerer Unfall, doch selbst ein Spritze im Kleinkindalter kann lebenslange Ängste auslösen. Um wieviel höher ist also noch das Potential, wenn bei einem Eingriff in die körperliche Integrität einer Frau das noch zarte heranwachsende Kind aus Uterus gesaugt, zerfetzt und entsorgt wird.

Rational ist für mich unerklärlich, wie selbst intelligente, gebildete Menschen und sogar Psychologen und Psychotherapeuten auf die Idee kommen können, das sei für die Psyche folgenlos.

Eines jedoch kann man an diesem Faktum der Weigerung PAS überhaupt nur genauer zu erforschen, deutlich erkennen: Wie stark Ideologie sein kann.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Eine Errungenschaft der Freiheit der Frau darf nicht krank machen dürfen! Verboten! Verboten auch, darüber zu reden. Verboten auch, darüber forschen. Politisch wird es abgelehnt, dafür auch nur einen Cent Forschungsgelder auszugeben. Man will es lieber nicht wissen.

Wer nicht hören will, muß fühlen. So lautete ein Spruch der Altvorderen. Übersetzt: Die Konsequenz eines Handelns stellt sich ein. Dabei ist es gleich, ob man wissen will, daß es diese Konsequenz gibt oder ob man sie ignoriert.

Mit Blick auf PAS und die davon betroffenen Frauen muß man leider sagen, daß es ihnen niemand gesagt hat und sie bezüglich möglicher Folgen auch noch angelogen werden.

Nimmt man die Frage in den Blick, wie sich PAS als Massenphänomen, das es bei 100.000 Abtreibungen pro Jahr eindeutig ist, künftig auswirken wird, so kann einen das Gruseln packen.

Einer der wenigen Artikel, die ich zu PAS gefunden habe stammt aus dem Jahr 2005 und kann auf der Internetpräsenz der Alfa nachgelesen werden:

Angelika Pokropp-Hippen – Post Abortion Syndrom

Ob und inwieweit direkte und indirekte Folgen der Abtreibung mit heute gehäuft auftretenden Erziehungsproblemen, mit demografischen Problemen, mit Scheitern von Beziehungen, einem immer unverbindlicher werdendem Verständnis von Familie und vielen anderen neuen Problemen unserer Tage zusammenhängt, sind offene und bislang eigentlich komplett ungestellte Fragen. Ob sie irgendwann mal jemand stellen wird?

Zuerst erschienen auf katholon.de

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.