Personalentscheidungen

Der Cardinalis Patronus der Malteser ist wohl ab sofort die Cappa Magna. Es fällt nicht ganz leicht, dem Eindruck zu widersprechen, als würde hier ein (weiterer) Mann Benedikts abserviert.

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Es nie so ganz einfach, von außen eine Personalentscheidung zu kommentieren, da man die inneren Zusammenhänge nicht kennt. Fakt ist: Der Cardinalis Patronus der Malteser ist wohl ab sofort die Cappa Magna.

Mag auf der einen Seite der Frust noch so groß sein. Mag stiller oder lauter Jubel auf der anderen Seite erschallen. Raymond Kardinal Burke bleibt auch auf seiner neuen Position derselbe und wird sich wohl kaum zurückhaltender äußern.

Und sollte Kardinal Burke, was ich nicht annehme, tatsächlich ein erklärter Feind des Papstes sein, dann wäre diese Personalie ein ganz klarer Fehler, denn eines hat Kardinal Burke jetzt in Hülle und Fülle: Zeit.

Bei aller Zurückhaltung bleibt auch bei mir ein Gschmäckle haften. Burke positioniert sich bereits im Vorfeld der Synode und tritt auch während der Synode mit klarer Position an die Öffentlichkeit. Unmittelbar nach der Synode wird er, wie es die Gerüchteküche schon längst wußte, nun offiziell von seinem Posten als Präfekt der Apostolischen Signatur abgelöst und auf den eher unbedeutenden Posten des Kardinalpatron des Malteserordens versetzt. Es fällt nicht ganz leicht, dem Eindruck zu widersprechen, als würde hier ein (weiterer) Mann Benedikts abserviert.

Trotz allem, bleibt ein Kardinal der römischen Kirche immer noch Kardinal. Es wäre zu wünschen, daß Kardinal Burke auch auf seinem neuen Posten sein bisheriges Wirken fortsetzt und auch in Fragen der Lehre und des Kirchenrechts nicht verstummt.

Beitrag erschien auch auf: katholon.de

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