Offener Brief an Kardinal Marx

Offener Brief an Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München. Betreff: Ihre öffentlichen Stellungnahmen zu der Frage, was geht und was nicht geht.

Veröffentlicht:
von

Eminenz,
was soll ich davon halten, daß Sie als Gast bei der zu einer jährlichen Kriegskonferenz mutierten Münchener Sicherheitskonferenz für jeden Betrachter unübersehbar als Ehrengast anwesend sind und den dort auch jährlich versammelten deutschen, angelsächsischen und allgemein internationalen Kriegstreibern nicht die Leviten lesen für ihr schändliches Tun? Wo waren Ihre persönlichen Worte oder die der von Ihnen vertretenen Deutschen Bischofskonferenz gegen die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO seit dem ordinären Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im Jahre 1999 und die nachfolgenden Mordzüge von Afghanistan über den Irak, Syrien, Libyen bis hin zu anderen Staaten? Ganze Nachbarstaaten von uns wurden durch die amerikanische NATO-Führungsmacht unter den Präsidenten Clinton, Bush den Unsäglichen und Obama in die Steinzeit zurückgebomt.

Und Ihr, verehrte Eminenz, Wort dagegen? Fehlanzeige und stattdessen Vollpräsenz unter den uns allen seit 1999 und dem Angriff auf eine europäische Stadt-Belgrad eben- sattsam bekannten Kriegstreibern in einem wohltemperierten Sitzungssaal. Man braucht sich nicht zu fragen, was man davon zu halten hat.Schon vorher kennt man die Antwort auf eine derartige Frage. Seit Jahrzehnten verläuft die Drogenroute zur Versorgung von Rotterdam und Tel Aviv aus dem Hafen von Buenos Aires über Westafrika nach Norden. Darüber wird heute der lukrative Transport von Menschen nach Norden vorgenommen.

Zu Ihrem Sprengel zählt ein oberster ehemaliger europäischer Polizeibeamter, der das beurteilen kann. Buenos Aires ist bekanntlich die Heimat des derzeitigen Heiligen Vaters und gerade unsere Kirche, Eminenz, ist bekannt dafür, wie umfassend Ihre Kenntnis auch der weltlichen Dinge ist. Ein hochrangiger Diplomat aus Asien hat dazu einmal geurteilt, daß die römische Kirche den weltbesten Nachrichtendienst unterhalte. Das war in Sachen „globaler Migration“ noch nicht einmal erforderlich, um eine Ahnung von den damit verbundenen Problemen zu erhalten. Es war die Russische Föderation, die in Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erleben mußte, wie Millionen Menschen aus einem Nachbarland die Grenzen überquerten. Sie, Eminenz, wissen doch über Ihre Amtsbrüder aus Afrika am besten Bescheid über die verzweifelte Lage von Millionen Menschen in diesen geschundenen Agrargesellschaften, wo multinationale Konzerne Afrika regelrecht plündern und fremde Staaten sich die landwirtschaftliche Fläche unter den Nagel reißen. Den Menschen in Afrika wird jede Hoffnung genommen und diejenigen, die Ihnen helfen müßten, schweigen nachdrücklich. Wo waren die deutschen Bischöfe, als europäische Regierungen, darunter die von Bundeskanzlerin Dr. Merkel, für die Flüchtlingslager in Nah- und Mittelost die Finanzbeiträge zusammengestrichen haben und den Menschen die Alternative: Tod oder Migration nach Europa blieb? Wo ist Ihre, verehrte Eminenz, Unterstützung der größten zivilisatorischen Errungenschaft des modernen Deutschland in der Form des „demokratischen Rechtsstaates“, der es Regierungen verbietet, sich über das Gesetz zu erheben? Es war doch nur ein Steinwurf entfernt von Ihrer Residenz, daß ein Ministerpräsident des Freistaates Bayern von einem „Unrechtsstaat“ gesprochen hat und ein ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht von einem „offenkundigen Rechtsbruch“, wenn die öffentlichen Berichte darüber zutreffend sein sollten. Wo ist Ihr Einwirken auf Ihre Amtsbrüder in den USA, die dortige Regierung von ihren mörderischen Kriegen seit Jahrzehnten abzuhalten und den Opfern amerikanischer Kriege wenigstens die Aufnahme als Flüchtlinge zu garantieren? Es gibt aus meiner Sicht genug Anlaß, die Dinge umfassend zu bewerten. Für ein abgewogenes Urteil Ihrerseits bin nicht nur ich Ihnen dankbar, wenn ich die heutige Berichterstattung über Ihre jüngsten Einlassungen sehe.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr
Willy Wimmer
Staatssekretär des Bundesministers der Verteidigung a.D.

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Franz Hallberg

Sehr guter Artikel Herr Wimmer, wie immer!

Und auch sehr gute treffende Kommentare!

Marx, Nomen est Omen!

Marx, Kommunismus, Bolschewismus, Christenhass, Links, Grün, Neo-Cons und Hass gegen die weisse Rasse, traditionelle Familie und gegen Nationalstaaten sind eins.
Schaut nur in die Geschichte, was der Rote Terror in Russland angerichtet hat und wer die Anführer waren! 3x dürft ihr raten...
40 Millionen orthodoxe christliche Russen wurden grausam abgeschlachtet.
Das gleiche hat er auch in Deutschland, Italien, Spanien und Rumänien versucht.
Und deswegen, Jürgen Kurt Wenzel, war Ihr Opa im Krieg, weil jemand Europa verteidigt hat und dabei auch seinen eigenen Untergang heraufbeschworen hat.
Die Zielrichtung ist heute noch die gleiche, nur die Methoden haben sich geändert.


Am Ende steht die totale Zerstörung dessen, was anständige Generationen aufgebaut haben, wenn nicht wieder einer aufsteht.
Der Kampf ist noch nicht ausgefochten.

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Grossvater sagte immmer ,:Jag mir die Popen vom Hof !"Er,kein Soldat im letzten Krieg - ,er wusste nur von den Wendehälsen ! -und musste desshalb Sibirien ertragen!Das hat er nur durch den waren Glauben überlebt !Als ich in den mitte 60ger Jahren im Zuchthaus Brandenburg am zerbrechen war und durch Zufall dem dortigen Ev .Anstaltspfarrer vorgeführt wurde ,sagte der zumier ,:dann spring doch über das Geländer,ich kann nicht heifen !"Die Sicherhetsnetze zwischen den Etagen waren endfernt worden um Selbsmorde der Gefangenen zu erleichtern .Nach der,,Einheit wurde bekannt ,dass dieser Mensch Major der Stasi war !-Mein Gott,welcher Dreck regiert die Welt !?Da schrei ich doch in Seelennot mit Florian Geier ,:Spieß voran drauf und drann , setz aufs Klosterdach den Roten Han !!!!

Gravatar: Michel ut Jasmund

Sehr geehrter Herr Wimmer,
glauben Sie ernsthaft daran, von diesem Mann (MK), ohne Kreuz, eine ehrliche und offene Antwort zu bekommen? Ich nicht!
Das was Sie schreiben ist wahr, Sie haben es für UNS geschrieben. Wenn ich gläubiger Christ wäre, würde ich wünschen, Marx (beide!) sollte in der Hölle schmoren, zusammen mit dem ev. Doppelnamen-Pfaffen.
MfG

Gravatar: Jürgen kurt wenzel

Grossvater sagte immmer ,:Jag mir die Popen vom Hof !"Er, kein Soldat im letzten Krieg - ,er wusste nur von den Wendehälsen ! -und musste desshalb Sibirien ertragen!Das hat er nur durch den waren Glauben überlebt !Als ich in den mitte 60ger Jahren im Zuchthaus Brandenburg am zerbrechen war und durch Zufall dem dortigen Ev .Anstaltspfarrer vorgeführt wurde ,sagte der zumier ,:dann spring doch über das Geländer,ich kann nicht heifen !"Die Sicherhetsnetze zwischen den Etagenwaren endfernt worden um Selbsmorde der
Gefangenen zu erleichtern .Nach der,,Einheit wurde bekannt ,dass dieser Mensch Major der Stasi war !-Mein Gott,welcher Dreck regiert die Welt !?Da schrei ich doch in Seelennot mit Florian Geier ,:Spieß voran drauf und drann , setz aufs Klosterdach den Roten Hahn !!!!

Gravatar: Bileams Esel

Ich empfehle, den Matthäus 23 Text ganz zu lesen.
Dort werden die Rabbis unserer Zeit treffend beschrieben.
Auf Märkten und Plätzen lassen sie sich gerne grüßen,
bürden anderen schwere Lasten auf, sitzen gern auf vorderen Plätzen zu Tisch - und sind doch nicht mehr als
getünchte Gräber voll Verwesung...egal ob in München, Paderborn, Köln oder Trier.
Wehe dieser Kirche und ihren Gelehrten!

Gravatar: H. Harvess

Sehr geehrter Herr Wimmer,

was soll ein hoher Vertreter dieser Kirche einwenden können (und wollen) gegen die Kriegstreiberei der Völker unserer Zeit?
Seine Organisation mit Hauptsitz Vatikan, einer der reichsten Vereine, die es jemals gab mit einem mehrfachen Billionenvermögen (mehr als 30% aller Immobilien Roms gehören ihm), hat im Laufe seiner Existenz mehr als 100 Millionen Menschen (oft brutalst) ermordet bzw. ermorden lassen, hat ganze Völker ausgerottet, deren Schätze geraubt und Kultur vernichtet und hat sogar treueste Christen massenhaft getötet.
Da sind doch die von Ihnen dargestellten Kriege "Peanuts" für einen solchen (wohlgenährten) Kirchenvertreter, die er (und seine Kollegen) mit Schweigen übergeht.

Gravatar: E.B.

Sehr geehrter Herr Wimmer,

auch ich könte Ihren Brief, wie das einige hier schon bekundet haben, ohne Abstriche mit unterschreiben.

Es ist schlimm, mit ansehen zu müssen, wie auch die katholische Kirche den Holzweg einschlägt, den die evangelische Kirche, besonders in Mitteldeutschland, seit längerer Zeit beschreitet: Abkehr von allen ihren Grundlagen, sich einerseits anbiedern und nirgends Anstoß erregen, andererseits zunehmend offenes Vorgehen gegen alle die, die an Althergebrachten und keineswegs Veraltetem festhalten wollen und zum Nachdenken und Umkehren rufen.

Das Altarkreuz dem gemeinen Wohlgefallen geopfert, das Evangelium der Beliebigkeit und dem Zeitgeist, verneigt man sich vor der Allmacht der Meinungsmaschinerie.

Ich hoffe auf die Standhaftigkeit derer, die das Problem heute schon erkennen und auf Gottes Hilfe, wenn sie in Bedrängnis geraten.

Herrn Marx möchte man zu denken geben: Wer mit allem mitgeht, geht mit der Zeit!

Gravatar: Thomas Waibel

Ratzinger ist kein wahrer Katholik, sondern nur ein moderater Modernist, der die Revolution in der "Kirche" etwas gebremst hat.
Vermutlich haben "sie" ihn deswegen abgesägt.

"Sie" müssen immer die Geschwindigkeit der Revolution regulieren. Wird der Zug zu schnell, droht die Entgleisung, fährt er zu langsam, der Stillstand.

Gravatar: Thomas Waibel

egonsamu 19.07.2018 - 20:15

Richtig! Das gilt auch für seinen Chef, der Genosse Bergogliio.

Gravatar: Dina

Kardinal Marx - dina = Karl Marx. Zumindest vom Namen des Kommunisten trennt ihn nur das Wort dina. Nennen wir ihn fortan der Einfachheit halber Dina.

Gravatar: Aufbruch

Herr Wimmer, ich könnte diesen Brief direkt mit unterschreiben. Er sagt das, was auch mih seit einiger Zeit bewegt. Die Kirche schwimmt mit dem Mainstream. Die Kirche versagt auf der ganzen Linie. Sie lässt sich vor einen Karren spannen, der beladen ist mit dem Unrat, der die Welt verändern wird. Aber nicht verändern im Sinne Jesu und seinen Lehren, sondern im Sinne derer, die Deutschland und Europa mit einem zerstörerischen Multikulturalismus überziehen wollen. Da hat der christliche Glaube keinen Platz mehr. Er wird verdrängt vom Islam, der unter dem scheinheiligen Vorwand der Asylpolitik von Merkel, die von der Kirche jede Rückendeckung bekommt, ins Land geholt wird.

In der Tat verkörpert Marx einen jener kirchlichen "Würden"-Träger, die sich von den Globalisten für eine Umvolkung Deutschlands und Europas mißbrauchen lassen. Wenn diese strippenziehenden "Elite"-Logen ihr Ziel erreicht haben, wird die Welt anders aussehen und die Kirchen wird es nicht mehr geben. Mein Gott, wie sehr fehlt der katholischen Kirche ein Papst Benedikt XVI. Musste er wegen seiner Unbeugsamkeit gehen?

Gravatar: Karl Brenner

Reinhard Marx
Der Kardinal ohne Kreuz

Gravatar: egonsamu

"Eminenz" ist bei dieser Person absolut fehl am Platz.
Die richtige Anrede muß lauten:
Genosse Marx, linker Agitator und gottloser Unterstützer der Zerstörung der christlichen Abendlandes.

Gravatar: Walter

Werter Herr Wimmer!
Ihr offener Brief zeigt doch das wahre Dilemma der Kirchen in diesem Land. Die Trennung von Kirche und Staat steht doch nur auf dem Papier. Solange die Kirchenfürsten ihre fürstlichen Gehälter vom Staat bekommen, handeln sie nach den gleichen Prinzip wie seit hunderten von Jahren. Sprach der König zum Priester:
"Halte du sie dumm, ich halte sie arm."
Ein großer Philosoph sagte einmal, Religion ist Opium für das Volk.
Ich vermute mal das Sie auf Ihrem Brief nur religiös verbrämte und ausweichende Antworten bekommen werden. Was hat ein Kirchenfürst auf solch einer Konferenz zu suchen ? Vermutlich zeigt er mit seiner Präsenz, dass er die Handlungen der Politiker für gut befindet. Die zur Zeit vorhandene Einmischung der Kirchen zur Massenmigration lässt uns für die Zukunft Europas nichts gutes erahnen. Die Aufgaben der Kirchen sich um das Seelenheil ihrer Gläubigen zu kümmern scheint den Kirchen abhanden gekommen zu sein.

Gravatar: Jutta Erdmann

Was, Wie, Gläubig, Gott?

Für diese Art von Kirchenvertretern gibt es nur einen Gott.

Das goldene Kalb!!

Es gibt den alten Satz ' Wasser predigen, Wein saufen'.

Heute sitzen wieder die Wechsler im Tempel. Und was man mit diesen machen soll, hat der Herr uns vorgemacht.

Gravatar: Thomas Waibel

Hannes 19.07.2018 - 15:22

"Wann hat er zuletzt nen Musel von seinem Irrglauben bekehrt und auf den rechten Pfad Gottes gebracht?"

Das macht er nicht, weil er, wie Bergoglio, Woelki & Co., denselben "Gott" wie Muslime anbeten, d.h. für sie sind die Jünger des selbst ernannten "Propheten" Brüder im "Glauben".

Also, statt sie zu bekehren, helfen Bergoglio, Marx, Woelki & Co. ihnen sich in Deutschland breit zu machen und verbreiten dazu das Märchen von dem friedlichen und toleranten Islam.

Gravatar: Hannes

Ich würde noch Mt28Vs19 ergänzen...

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.


Wann hat er zuletzt nen Musel von seinem Irrglauben bekehrt und auf den rechten Pfad Gottes gebracht?

Als Bischof müsste das doch wie bei den Pfadfindern gelten, jeden Tag eine gute Tat!

Gravatar: t

Sehr geehrter Herr Wimmer,
dazu bleibt mir nur ein Wort: brillant.

Danke!

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang