Kotti bekommt KI. Digga, jetzt guckt der Algorithmus mit.
Berlin gibt dem Kottbusser Tor Kameras mit künstlicher Intelligenz. Das System soll Gewalt, Stürze oder Sachbeschädigungen erkennen und dann einen echten Polizisten an den Bildschirm holen. Wenn ich jetzt über den Kotti laufe, guckt also eine Kamera, eine KI denkt nach und irgendwo wartet ein Mensch darauf, dass sein Monitor angeht. 2026 liefert.
Kotti bekommt KI. Die Kameras stehen bereits, und am 24. September hat die Berliner Polizei mit der Konfigurationsphase begonnen. Rund vier Wochen lang werden Kamerawinkel und Systemtechnik eingestellt, danach soll der Testbetrieb folgen. (berlin.de)
Die Kamera guckt. Die KI überlegt.
Das System arbeitet laut Polizei mit semantischer KI und sogenannter Spatial AI. Es analysiert Bewegungen, Objekte und den Zusammenhang einer Situation. So soll es etwa unterscheiden können, ob jemand stürzt, ein Fußball getreten wird oder eine mögliche Gewaltsituation entsteht. (berlin.de)
Ambitioniert.
Ich weiß manchmal aus fünf Metern Entfernung nicht, ob zwei Leute kämpfen, sich umarmen oder den letzten Döner verhandeln.
Die KI soll schneller sein.
Schwarzer Bildschirm. Dann Action.
Der Bildschirm bei der Polizei bleibt im normalen Betrieb schwarz.
Erst wenn die KI ein mögliches Ereignis erkennt, wird die zuständige Polizeikraft auf die Situation aufmerksam gemacht. Der Mensch bewertet anschließend die Bilder und entscheidet über weitere Maßnahmen. (berlin.de)
Die Polizei formuliert das Prinzip selbst so: Die KI meldet, der Mensch entscheidet. (berlin.de)
Digitaler Kollege.
Braucht keinen Kaffee.
Sus.
Dein Gesicht bleibt draußen
Eine biometrische Live-Fernidentifizierung gehört laut Polizei nicht zu diesem System. Die Technik ist darauf ausgelegt, Situationen zu analysieren und keine einzelnen Menschen anhand ihres Gesichts zu identifizieren. (berlin.de)
Der Algorithmus fragt also eher: „Was passiert da?“
Und weniger: „Wer ist der Typ im Hoodie?“
Als Typ im Hoodie finde ich diesen Unterschied durchaus interessant.
Auch KI braucht Grenzen am Fenster
Sensible Bereiche wie Hauseingänge und Fensterfronten sollen technisch unkenntlich gemacht werden. Tonaufzeichnungen gehören ebenfalls nicht zum System. (berlin.de)
Sehr vernünftig.
Für das Beobachten hinter Gardinen gibt es schließlich weiterhin analoge Fachkräfte.
Kotti ist nur Station eins
Nach dem Kottbusser Tor plant Berlin derzeit weitere Einsätze an der Warschauer Brücke, am Alexanderplatz und anschließend am Görlitzer Park beziehungsweise im Wrangelkiez. (berlin.de)
Die KI bekommt also ihre Berlin-Tour.
Kotti.
Warschauer.
Alex.
Görli.
Merch fehlt noch.
Zum Algorithmus gibt es den Rechtsstreit gratis dazu
Die Berliner Polizei stützt das Projekt auf das Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetz, kurz ASOG. Der neue Rechtsrahmen umfasst unter bestimmten Voraussetzungen auch die automatisierte Analyse von Videobildern mittels KI. (berlin.de)
Grüne und Linke vertreten dazu eine andere rechtliche Bewertung. Ihre Fraktionen haben im August Teile des reformierten Polizeigesetzes vor dem Berliner Verfassungsgericht angegriffen; zu den beanstandeten Punkten gehört auch die automatisierte KI-Auswertung öffentlicher Videoaufnahmen. (tagesspiegel.de)
Kamera.
Algorithmus.
Polizei.
Verfassungsgericht.
Berlin Komplettpaket.
Und wenn die KI einfach Berlin mit Drama verwechselt?
Genau hier wird es interessant.
Die semantische und räumliche Analyse soll alltägliche Bewegungen, Schatten oder E-Scooter besser einordnen und dadurch unnötige Hinweise reduzieren. (berlin.de)
Kritiker stellen Fragen zu Fehlerraten, Trainingsdaten und zur tatsächlichen Anonymisierung. Solche Bedenken äußerte unter anderem ein Vertreter des Chaos Computer Clubs im Zusammenhang mit dem Projekt. (rbb24.de)
Fairer Punkt.
Am Kotti kann „ungewöhnliches Verhalten“ an einem Freitagabend schließlich ein ziemlich breites Forschungsgebiet sein.
Gerade lernt die Technik erst ihren Kotti kennen
Momentan läuft die Konfiguration.
Dabei werden die Kameras schrittweise eingestellt und die Bilder ausschließlich für die technische Einrichtung verwendet. Nach Angaben der Polizei findet in dieser Phase keine Speicherung der Bilddaten statt. (berlin.de)
Danach folgen Testphase und Probeechtbetrieb.
Dann wird interessant, wie oft die KI Alarm schlägt und wie häufig ihre Hinweise tatsächlich zu relevanten Situationen führen.
Willkommen am Kotti, KI
Technisch finde ich das ziemlich wild.
Was das System für die Sicherheit bringt, wie präzise es arbeitet und wie viele Fehlhinweise entstehen, werden die Erfahrungen im Betrieb zeigen.
Bis dahin ein Tipp.
Wenn du am Kotti stolperst, steh schnell wieder auf.
Der Algorithmus guckt mit.
Digga, Berlin hat gerade ein Update bekommen.
Quellen:
- Polizei Berlin – Berlin startet mit KI-gestütztem Videoschutz, 24.09.2026.
- Polizei Berlin – KI-gestützte Videoschutzsysteme an kriminalitätsbelasteten Orten.
- rbb24 – Kameras am Kottbusser Tor werden eingerichtet, 24.09.2026.
- rbb24 – KI-unterstützte Videoüberwachung am Kottbusser Tor.
- Tagesspiegel/dpa – Kameras mit KI-Unterstützung am Kottbusser Tor.
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