37,80 Euro, damit ich zur Arbeit komme. Digga, ernsthaft?

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Einführung

In Berlin und Brandenburg kostet das vergünstigte Deutschlandticket für berechtigte Azubis 37,80 Euro im Monat. Bei einer dualen Ausbildung hängt der Preis vom Vertrag und Zuschuss des Betriebs ab. NullPlan rechnet nach, was schon der Weg zur ersten Schicht kostet.

Morgens schaue ich nach der Verbindung zum Betrieb. Einmal umsteigen, zwanzig Minuten warten und 37,80 Euro stehen im Fahrplan meines Monatsbudgets. Digga, meine erste Berufserfahrung beginnt schon vor der ersten Schicht.

Der VBB bietet berechtigten Azubis in Berlin und Brandenburg ein Deutschlandticket für 37,80 Euro im Monat. Damit kann ich bundesweit im Nahverkehr fahren. Zur Werkstatt, zur Berufsschule und am Wochenende auch zu Freunden.

Erster Halt: 37,80 Euro

Das klingt erst einmal gut. Gegenüber dem regulären Ticket ist der Preis eine echte Erleichterung. Meine Ausbildungsvergütung hat trotzdem schon eine Gästeliste: Essen, Handy, Arbeitszeug und Fahrten.

37,80 mal zwölf macht 453,60 Euro im Jahr. Meine Mathekenntnisse funktionieren sogar im Frühzug. Der Frühzug hat manchmal eine eigene Beziehung zu Zahlen.

Zweiter Halt: Welche Ausbildung?

Bei einer vollschulischen Ausbildung kommt der Zuschuss vom Land Berlin oder Brandenburg. Der VBB nennt weitere berechtigte Gruppen, etwa Menschen im Freiwilligendienst. Für die schulische Ausbildung gelten die Voraussetzungen des Angebots und die Liste der Ausbildungsträger.

Bei einer dualen Ausbildung braucht der Betrieb einen Deutschlandticket-Job-Vertrag und muss den erhöhten Mindestzuschuss zahlen. Der Eigenanteil liegt dann laut VBB bei höchstens 37,80 Euro. Zwei Azubis können damit von der Entscheidung ihrer jeweiligen Betriebe abhängen.

Mein Kumpel sitzt neben mir im Zug. Wir fahren morgens zur Arbeit und nachmittags zur Schule. Er fragt in seinem Betrieb, ich in meinem. Ein Fahrplan, zwei Personalabteilungen.

Dritter Halt: Fragen vor der ersten Fahrt

Der VBB empfiehlt Azubis in dualer Ausbildung, das Angebot beim Arbeitgeber zu erfragen. Für die schulische Ausbildung beschreibt er die Bestellung bei einem Verkehrsunternehmen. Das Ticket ist ein monatliches Abo; je nach Verkehrsunternehmen gibt es eine Handyversion oder eine Fahrkarte.

Also frage ich schon beim Einstieg: Gibt es den Zuschuss? Was zahle ich wirklich? Ab welchem Monat gilt das Ticket? Drei Fragen passen zwischen Unterschrift und die ersten Arbeitsschuhe.

Die Arbeit beginnt um acht. Mein Arbeitsweg beginnt um sechs Uhr vierzig. Digga, der beste Bonus wäre, pünktlich anzukommen und nach der Fahrt noch Geld fürs Mittagessen zu haben.

Quellen:

Sven von Storch

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