Ab 1. Februar 2014 können keine Überweisungen und Lastschriften mehr mit den nationalen Zahlungsverkehrsverfahren vorgenommen werden. Die Umstellung auf SEPA ist seit Jahren bekannt, doch nun geht es auf einmal ganz schnell: Unternehmen, Vereine, Händler und Behörden müssen hektisch ihre Systeme auf SEPA umstellen, sonst droht ab Februar 2014 ein Chaos.
Nach Auswertungen der Bundesbank werden aktuell nur 14 % der Überweisungen mit SEPA (Single Euro Payments Area) gemacht. Vielen Verbrauchern ist das neue System und die neuen Kontonummern noch nicht geläufig. Aus Kontonummer wird IBAN und aus Bankleitzahl wird die BIC. Die Deutschen tätigen täglich zirka 25 Millionen Überweisungen. Nur 2 Millionen davon seien SEPA-Überweisungen, meldet die Bundesbank.
Auch die Zahlen bei Lastschriften sind alarmierend. 47% des europaweiten Volumens in Lastschriften findet in Deutschland statt. Täglich werden alleine in Deutschland 35 Millionen Lastschriften durchgeführt und nur ca. 0,7% davon sind SEPA-Lastschriften. Wer auch künftig von seinen Mitgliedern oder Kunden Geld per Lastschrift möchte, muss mehrere Dinge beachten. Ein Schritt ist das Beantragen einer Gläubiger-ID bei der Bundesbank. Dies haben knapp über 1 Millionen potenzielle Gläubiger bereits gemacht. Allerdings zählt das statistische Bundesamt bundesweit weit mehr als 4 Millionen Unternehmen und Vereine. Demnach können Stand heute ab dem 01.02.2014 nur 25% dieser Unternehmen und Vereine per Lastschrift Geld von ihren Kunden und Mitgliedern abbuchen. Um künftig die SEPA-Lastschrift machen zu können, benötigt es auch einer neuen schriftlichen Vereinbarung mit der Bank. Auch fallen viele Verfahren wie Datenträgeraustausch oder beleghafte Buchungen mit SEPA weg.
Lesetipp: Der BIC-Code wird auch Swift-Code genannt und dieses Swift-System steht sehr in der Kritik. Mehr dazu hier.
Beitrag erschien zuerst auf: pinksliberal.wordperss.com


Kommentare zum Artikel
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Leute, wacht endlich auf!
Es geht der EU nicht darum, irgendetwas zu vereinfachen oder zu erleichtern. Also zumindestens nicht für die Bürger, die sind denen vollkommen egal. Wenn sich einer hier etwas zu Lasten der Bürger "erleichtert", dann ist es die EU, denn die kann so viel effektiver überwachen. Wenn dann noch das Bargeld verschwindet, dann fließt auch die Lohnsteuer zu den EUrokraten nach Brüssel. Wir sind auf dem Weg in die totale Diktatur und die funktioniert nur mit Druck u. Überwachung.
Für alle, die die EU nicht mögen, nachstehend ein gefundenes Fressen: http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/10/492918/einsturzgefahr-bruessel-finanzierte-bruecke-zwischen-rumaenien-und-bulgarien/
Ich mag zwar die EU aber so etwas geht mir gegen den Strich.
Was spricht dagegen in's EU Ausland SEPA zu benutzen im Inland bei KontoNummer und BLZ bleiben? Sie haben allerdings recht es gibt Schlimmeres von der EU, Glühbirnenverbot, EU-weite Regelung für Skilifte, Subventionen, ESM, Staubsauger und was weiß ich sonst noch. Insgesamt kann ich nicht erkenenn welchen Nutzen uns eine neue Bürokratenschicht auf EU-Ebene wirklich bringt. Werden wird also nicht nur mehr nur von unsere Politikern entrechtet, sondern dazu noch von der EU. Mir reicht es einfach.
Hallo @ Franziskaner!
..dann gehören Sie wohl zu den 2% der Unternehmen die internationalen Zahlungsverkehr nutzen (der von den anderen 98% subventioniert wird)
Insbesondere beim SEPA Lastschrifteneinzug komtm für die 98% eine nicht unerhebliche Kosten und Arbeitsbelastung hinzu. Was vorher oftmals auf "Treu und Glauben" basierte, funktioniert jetzt nur noch mittels bürokratischem Monstrum der Mißtrauensverhinderung, bei dem sich die vorgeblichen Anwälte der Verbraucher die Finger lecken dürften, ob der neuen Klagemöglichkeiten.
Zudem ist das geld jetzt noch schneller vom Konto abgephisht und in Moldawien oder sonstwo - ein kleiner Zahlendreher genügt und man sehen wie man wieder an sein Geld kommt. Wo voher das Überweisungsabkommen galt und die Bank verpflichtet war eine Kontoanrufprüfung durchzuführen (und dafür in der Haftung war), heisst es nun - probieren wir's mal ob der Empfänger in Litauen sich nicht schon entreichert hat...
Lieber FDominicus,
ich lese sehr gerne Ihren Blog und Ihre Kommentare (z. B. bei Susanne Kablitz) und stimme Ihnen fast immer zu 100 % zu. Aber hier liegen Sie definitiv voll daneben.
SEPA ist für mich wohl das einzig sinnvolle, was die EU in den letzten Jahren vollbracht hat. Es geht hier nicht nur um den Zahlungsverkehr in D sondern fast alle EU-Länder erhalten ein gleiches System. Und da ein grosser Teil des Zahlugnsverkehrs nun mal nicht nur auf D beschränkt ist und die vielen unterschiedlichen Systeme in der Praxis (Stammdatenverwaltung) viel Aufwand bedeuten, ist hier eine Angleichung absolut sinnvoll. Sie denken hier eindeutig zu kurz.
Ich kenne meine IBAN bereits seit 14 Jahren! Wenn hier also von Chaos die Rede ist, ist dies nicht die Schuld der EU.
SEPA ist für mich einfach "mal wieder" aus der Kategorie. Warum sich das Leben leichter machen, wenn es auch schwerer geht. Was hat an diesem System in D nicht funktioniert? Und es ist doch wirklich egal, wenn doch die meisten Überweisungen im Inland stattfinden.
Was soll der Vorteil von 24 Zeichen statt + BI code (noch mal 11) gegenüber maximal 10 stellen + 8 der BLZ sein? Absolut überflüssig und nur mal wieder ein "teures" Ärgernis