Ni vapor en la Mar Nero, ni mujer de Rumania, ni kaza en Turkiya!

Die Sprache die die sephardischen (aus Spanien vertriebenen) Juden bis heute sprechen, heißt „Ladino“ und lässt sich mit etwas Mühe gut verstehen, wenn man das Spanische gut beherrscht. Übersetzt lautet die Überschrift: Kein Dampfer auf dem Schwarzen Meer, keine Frau aus Rumänien, kein Haus in der Türkei! Die Juden im Osmanischen Reich und später in der Türkei halten sich alle an die Warnung. Den Juden werden Besitzungen von den herrschenden Türken schwer besteuert.

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Etwa ein halbes Dutzend Ladino schreibende Schriftsteller werden vorgestellt. Wen die Erzählungen packen, kann sich diese und weitere Geschichten übers Internet besorgen – vorausgesetzt er liest Ladino oder Türkisch. Im Verlag „Auf dem Ruffel“ findet der Suchende so manchen strahlenden Edelstein. https://www.ruffelverlag.de/

Einige Sätze sind mit besonders aufgefallen.

dies war eine Schule, an der Schüler aus verschiedenen Volksgruppen gemeinsam als Osmanen unterrichtet wurden, so dass sie später mit einem höheren Schulabschluss auch andere Berufe als den des Kaufmanns ergreifen konnten.

Dieser wunderbare Satz zeigt die Realität. Juden und andere Minderheiten haben im Osmanischen Reich und später in der Türkei weniger Chancen als „echte“ Türken. Mit Ausnahme der unbeliebten Kurden sinkt die Zahl der Juden und Christen kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Bis heute und bald nicht mehr.

In manchen Geschichten dachte ich, meine Vorfahren und Verwandten zu erkennen. Nach Rücksprache leider Nein.

„Istanbul im Dezember 1955“ von Stella Aciman ist erschütternd. Sie beschreibt am Beispiel Istanbuls das Pogrom von 1955 an den Griechen und anderen Christen in mehreren Städten, wobei auch eine Synagoge (irrtümlicherweise) angezündet wird. Die Erzählung klagt nicht an. Sie kann und will nichts erklären. Wäre der Genozid an den Armeniern vor über 100 Jahren in der Türkei verarbeitet worden, so wären 1955 keine Griechen verwundet und ermordet worden. Es werden weitere Genozide folgen! Nicht nur der Westen zieht es vor zu schweigen. Der jetzige türkische Potentat sieht darin eine Akzeptanz des Unrechts, das in seinen Augen eine patriotische Landesverteidigung ist. Die Folge sind bis heute willkürliche Verhaftungen, Krieg und türkische Flüchtlinge. Selbst die türkische Literatur leidet darunter: Juden, Griechen und Armenier werden aus der Literatur der Türkei ausgesondert.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Lisje Türelüre a.d.Klappergasse

Conclusio???
Herr Warszawki welche Schlußfolgerung ziehen Sie?
Wenn die Türken in Deutschland leben, dann machen die das nicht! Die haben sich - irgendwie, von Zauberhand - geändert.
Und warum brüllt der Zentralrat der Juden alles nieder, was sich gegen eine solche Entwicklung stellt?

Gravatar: Tracie

Diese Türken, früher auch Osmanen genannt, hatten
Israel ca. 500 Jahre besetzt. Die Türken waren und
sind und bleiben Eroberer. Sie stehen, was Israel anbe-
lang auf Seiten der islamischen, sogenannten Palästinenser. Den Juden und Christen wird in der Türkei
das Leben schwer gemacht. Ja, es gibt immer weniger
Juden und Christen dort.

Gott schütze Israel und die gesamte westliche Welt vor diesen Eroberern.

Gravatar: Oskar

@ Lisje Türelüre a.d. Klappergasse

Der ZdJ brüllt nicht alles nieder!
Und warum sollte die winzige Gemeinde der Juden mutiger
sein als die vielen Christen, Atheisten und andere hier.
Sie erwarten doch wohl nicht im Ernst, dass die wenigen
Juden hier, die Kohlen für alle aus dem Feuer holen.
Das ist ein Witz. Eben weil die Juden nur so wenige sind, gehen diese Moslems den Juden mehr an den Kragen
als allen anderen.

Aus diesem Grund ist es für uns Christen so wichtig zu
unseren jüdischen Brüder und Schwester zu halten.
Wir sitzen in einem Boot.

Gravatar: Wolfgang Riemann

Die Juden, deren Erzählungen ich in dem Band üersetzt habe, schreiben nicht in Ladino sondern auf Türkisch. Es wäre kollegial gewesen, wenn Sie in Ihrer Besprechung mich als Herausgeber und Übersetzer genannt hätten.
Wolfgang Riemann Turkologe

Gravatar: Britta

@ Lisje ..............

Der Zentralrat der Juden spricht doch nicht für alle
Juden, er spricht für die wenigsten.

Gravatar: Trump Fan

1683 lagen die Türken vor Wien in der Absicht Europa
für den Islam zu erobern.
Damals konnten sie zum Glück noch angewehrt werden.
Nun sind Millionen Türken in unserem Land.
Der Feind im Inneren ist schlimmer.

Ich habe nichts gegen Türken, solange sie in ihrem
Land leben. Zu uns passen sie nicht.

Gravatar: Nathan Warszawski

@ Wolfgang Riemann

Danke für den Hinweis.
Ich entschuldige mich und habe den Text geändert.

Nathan Warszawski

Gravatar: Matthias

@Tracie, in Bildern über Jerusalem ist eine goldene Kuppel zu sehen. Darin soll sich eine Inschrift befinden. Wenn ich mich recht entsinne, ist das ein völlig trivialer Satz: Gott hat keinen Sohn. Das ist alles. Das ist der Kern des Islam und aller anderen nicht-christlichen Denkschulen. Auch der Atheismus leugnet das.

Das Problem, welches Erdogan und alle anderen haben, ist, dass genau dieser Sohn Israel alles vermacht hat.

Wer gewinnt bis heute? Israel.

Erdogan und seine gewalttätige Muslimbruderschaft werden dagegen nichts, absolut nichts tun können.

Beweis? Empirie. Blicken Sie um sich, aus allen Perspektiven.

Seit Israels Existenz haben sie sich, wie auch immer, irrelevant, behaupten können, gegen eine riesige Armada von Feinden. Israel ist nach Silicon Valley (in den USA) eines der begehrtesten Technikstandorte, weltweit. Selbst die Chinesen fahren dorthin um Geschäfte abzuschliessen. Die illegale Drohne, die kürzlich für ein riesiges Chaos, in England sorgte, an einem großen Flughafen, wurde erst mit israelischer Technik herunter geholt. So hörte ich und las ich, zumindest.

Es gibt aber auch Juden, die stehen der Nation Israel feindlich gegenüber. Auch das kann man logisch erklären. Die spielen aber keine Rolle.

Die UN ist eigentlich nur da, um Israel anzuklagen. Obwohl Israel ein so kleines Land ist, sollen 30 bis 40 Prozent aller UN-Resolutionen gegen dieses mutige, die Freiheit verteidigende Land, gerichtet sein. Während die, die Israel anklagen, deren eigenes Volk wie Dreck behandeln wollen.

Hetzerin Merkel soll wie eine Geisteskranke in Europa herumtelefoniert haben, nur um Regierungen dazu zu bewegen, deren Vertretungen nicht nach Jerusalem zu verlegen. Die Gemeinschaft des Islam tobt. Und so weiter. Und so fort. Es gäbe noch sehr viel mehr zu sagen und zu schreiben.

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