NATO: Die "postfaktische" Ausgeburt

Nach Presseberichten gab es an einem Berliner Seeufer im letzten Sommer was zu feiern. Danach soll der künftige deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Herr Christoph Heusgen, die Laudatio bei einer Preisverleihung auf den Kommunikationschef der NATO, Mister Jamie Shea, gehalten haben. Kein Wunder, was da geschah.

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Nach Presseberichten gab es an einem Berliner Seeufer im letzten Sommer was zu feiern. Danach soll der künftige deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Herr Christoph Heusgen, die Laudatio bei einer Preisverleihung auf den Kommunikationschef der NATO, Mister Jamie Shea, gehalten haben. Kein Wunder, was da geschah. Hatte der Laudator des festlichen Abends doch in seiner Funktion im Büro des damaligen NATO-Generalsekretärs, Senor Solana, an dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien mitgewirkt wie der andere Herr, der die Menschen in den NATO-Mitgliedsstaaten in den Krieg tagtäglich gehetzt und desinformiert hatte. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat im Frühsommer 2014 sich eindeutig dazu geäßert, daß er mit der Zustimmung zum Krieg gegen das Völkerrecht verstoßen habe. Dann gilt das durchgehend und schafft eine über den Tag und den Anlaß hinausgehende Kumpanie. Nicht heute, wie es die Erklärung der Gesellschaft für unsere deutsche Sprache glauben machen will, wurde das "postfaktische Syndrom" in die Welt gesetzt. Es war der 1999 losgetretene Krieg gegen Belgrad, der eine NATO-Politik der Lüge und des Hohns für die eigenen Bürger wegen niederträchtigen Mordens in anderen Teilen der Welt losgetreten hatte.

Der Westdeutsche Rundfunk, der diesen Namen schon länger trägt, braucht doch nur in die Archive zu greifen, wenn es um das "Postfaktische als Methode staatlichen und NATO-Handelns" geht. War es der WDR, der mit seiner bahnbrechenden Dokumentation über "Es begann mit einer Lüge" den Scharpings und Fischers mit ihren infamen Darstellungen die Masken von ihren regierungsamtlichen  Lügen gerissen hatte. Hufeisen-Plan und Auschwitz waren doch die Keulen, die herausgeholt wurden, um die anständigen Menschen in Deutschland nach den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen und den Äußerungen des Bundeskanzlers Helmut Kohl zur Wiedervereinigung wieder in den Krieg ziehen zu lassen. Dem Vernehmen nach hat man subtile Rache an ordentlich recherchierende Journalisten genommen. daß sie aus Köln die Perfidie der Regierung und der NATO deutlich gemacht hatten. Die offiziellen Vertreter der Sprach-Schöpfungsbrigade, die jetzt " post-faktisch" gegen den unbotmäßigen Teil der Bevölkerung richten, brauchten nur beim WDR nachzufragen.

Die Menschen sollen kirre gemacht werden, bevor eine neue Ordnung im NATO und EU-Interesse kommt. Der Einsatz von nicht-deutschem Militär bei inneren Entwicklungen in Deutschland gegen das deutsche Volk ist doch im Lissabon- Vertrag vorgesehen. Zwang, wohin man blickt. Gerade unter diesen Umständen ist mit dem " post-faktischen" und damit der offiziellen NATO und deutschen Regierungspolitik an diesem Wochenende noch etwas abhanden gekommen: die Hoffnung auf einen neuen Bundespräsidenten, der frei von Kriegs-Gelaber ist.  Wegen Aleppo fällt Herr Steimeier bei der OSZE-Konferenz in Hamburg über die Russen und Iraner her. Er weiß doch genau, daß diese beiden Staaten für den Einsatz in Syrien auf der Seite der legitimen Regieung das Völkerrecht auf ihrer Seite haben. So ganz anders als die Bundesregierung, die weder die deutsche Verfassung noch die Charta des Vereinten Nationen beim Syrien-Einsatz der Bundeswehr beachtet. Danach hätten wir dort nichts verloren. Das alles wird noch dadurch auf die Spitze getrieben, daß Ministerin Dr. von der Leyen sich derzeit in einer der Global-Zentralen des internationen Terrorismus, in Saudi Arabien, aufhält. In Berlin bricht man nicht nur bei Einsätzen der Bundeswehr seit dem Jugoslawien-Krieg deutsches und internationales Recht. Man schämt sich noch nicht einmal.

Man ist gut beraten, zuerst an die Menschen in diesen leidgeprüften Gebieten zu denken und fein zu unterscheiden, was das internationale Recht erlaubt und unter keinen Umständen hinzunehmen bereit ist. Ja, es gibt im völkerstrafrechtlichen Sinne "Täter". Auch da sollte man an die denken, die uns in den Irak- Krieg oder nach Libyen reingelogen haben und wie Tony Blair EU-Europa dort vertreten, wo unsere Kriege unermeßliches Leid verursacht haben. Die regierungsamtliche Lüge frist sich durch unseren Staat, Erosion inklusive.

 

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: ANTON  AMAN

In was für einer verlogenen Welt leben wir?!
Nicht genug, daß die USA und die NATO völkerrechtswidrige Kriege provozieren, dafür auch noch
"Partner" einspannen, damit das Unrecht zu Recht wird?
Die ganze Welt weiß es inzwischen, daß sowohl der Krieg
gegen den Iraq, gegen Libyen, gegen Syrien alle nur
dem geopolitischen Wahnsinn dienen, Regionen zu
destabilisieren, Länder in das Mittelalter zurück zu bomben
und dann, das Schlimmste, wird Russland der Barbarei
und Kriegsverbrechen bezichtigt, obwohl Russland die
einzige Militärmacht in Syrien ist, die dem Völkerrecht
entsprechend von der legalen Regierung Assad zur Hilfe
gerufen wurde!!! Natürlich passt es den USA und Vasallen
nicht, daß Russland ihre dreckige geopolitische Pläne
verhindert und zwar mit enormen Verlusten an Mensch und Material den Zerfall Syrien´s zu verhindern versucht!
Was suchen in Syrien Franzosen, Engländer, Saudis,
Israel(Bombardierung des Flughafens von Damaskus??)
und nicht zuletzt Deutsche?
Tony Blair als Vasall von den USA unter der Kriegsführung
von Bush, Bush selbst und wie sich herausstellt Schröder
sind alle Kriegsverbrecher, weil sie aktiv und zumindest
duldend an der Zerstörung beteiligt waren?!
Ein hungernder Junge, der sich zum Essen Einiges stiehlt,
wird gerichtlich verfolgt und verurteilt, politische "Größen"
werden noch belobigt, wenn sie Verbrechen begehen,
was ist das für eine Moral und Recht?!

Gravatar: ropow

So ist das eben mit den „Fake News“: Genau diejenigen, die sie erfunden haben, möchten nun anderen die Nutzung dieser Erfindung untersagen.

Aber wenn „Armeen der Unwahrheit“ (ZEIT.online) aufeinander prallen, dann gibt es nun mal Krieg - und der hat eben erst begonnen. Ich erwarte jeden Moment die Schaffung eines Wahrheitsministeriums.

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