Religio aquensis catholico-islamica vulgaris

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Religio aquensis catholico-islamica vulgaris
Datum: 29.12.2016, 09:46

„Dass die islamistischen Gewalttäter ihre Mordorgien mit dem Ruf verbinden, Gott ist groß“ sei die „perverseste Spitze“ einer herrschenden Orientierungslosigkeit. Der schreibende Journalist erklärt den Satz damit, dass der neue Aachener Bischof entschieden dagegen ist, Terror mit Berufung auf Gott zu verbinden.

Auch wenn dieser Satz aus dem Zusammenhang gerissen sein mag, darf er zitiert und kommentiert werden. Sollten dem neuen Aachener Bischof die Schlüsse aus seiner ersten Weihnachtsansprache in Aachen nicht gefallen, so darf er sich bei der Zeitung beschweren. Bald verfügt Deutschland über ein Wahrheitsministerium, an das sich jeder wenden kann, der Fake-News anzeigen will. Ich sehe auf die Aachener Niederlassung des Wahrheitsministeriums viel Arbeit zukommen.

Zurück zum bischöflichen Text. Islamistische Gewalttäter verbinden ihre Mordorgien nicht mit dem Ruf „Gott ist groß“, sondern mit „Allahu akbar!“ Die richtige Übersetzung von „Allahu akbar“ lautet nicht „Gott ist groß“, sondern „Gott ist größer“ oder „Gott ist am größten“. Der Text „Gott ist größer“ erscheint unvollendet: Gott ist größer als wer? Deshalb benutzen die meisten Europäer lieber die Übersetzung „Gott ist am größten“, um theologischen Komplikationen aus dem Weg zu gehen oder bedienen sich gleich der falschen, aber einfachen Übersetzung „Gott ist groß“. „Gott ist größer“ ist für die meisten islamischen Rechtsschulen außerhalb Deutschlands verbindlich, nicht nur wenn der Halbsatz bei einer Tötung (Aachener Bischof: Mordorgie) von Ungläubigen laut und vernehmlich gerufen wird. Der Gesamtsatz, der nicht ausgesprochen wird, ist frei interpretierbar. Den einfachen Gläubigen und den Kindern wird vermittelt, dass es bedeutet „Gott ist größer als alles in der Welt“. Islamisten neigen nach der gewonnen Schlacht zur Übersetzung „Unser Gott ist größer als Eurer!“

Man erkennt nun, dass mordende Islamisten den Ruf „Allahu akbar“ nicht als pervers, sondern als logische Notwendigkeit ansehen, wenn sie die nach ihrer Ansicht von Allah verlangte religiöse Pflicht gegenüber Ungläubigen erfüllen.

Zurück zum Bischof. Im ersten Moment ist des Bischofs Erregung verständlich. Als Teil einer Weihnachtspredigt jedoch unpassend, auch wenn sie seine erste im Aachener Dom ist. Seine Predigt im Aachener Dom richtet sich an seine Katholiken, die gewöhnlich keine islamistischen Gewalttäter sind, und nicht an Muslime, die sehr selten den Dom zur Christmette aufsuchen. Diese Predigt soll er in einer Moschee halten, wovon es in Aachen einige gibt. Es ist schwer vorauszusagen, wie diese Predigt aufgenommen werden wird.

Warum also diese Worte, die sicher aus dem Zusammenhang gerissen ist? Eine mögliche Antwort lautet: Der Bischof fühlt sich vom Ruf „Allahu akbar“ in der falschen Übersetzung „Gott ist groß“ berührt. Er geht davon aus, dass, wie es in Wikipedia steht, „Allah“ nicht der Name, sondern die Bezeichnung Gottes ist, der muslimische Allah folglich mit dem christlichen Dreieinigen Gott identisch ist.

Diese bischöfliche Auffassung werden die Euro-Muslime teilen, solange sie schwach sind. Dort, wo Muslime die Mehrheit bilden, ist Allah höchstens identisch mit dem Judengott, niemals mit dem christlichen Dreieinigen Gott. Der Koran verbietet es! Der theologische Grund ist einfach und einleuchtend. Jesus ist ein Prophet des Islams, aber kein Gottessohn, weil Allah keine Kinder und keine Frauen hat. Deshalb ist Allah auch nicht mit Jupiter oder Zeus gleichzusetzen.

Doch auch die europäische Aufklärung und Logik spricht gegen eine Gleichsetzung vom Christlichen Gott mit Allah. Es geht hierbei um Glauben und nicht um gesicherte Fakten! Es ist möglich, dass es nur einen einzigen Gott gibt, es könnten aber mehrere existieren bis zu einer unendlichen Zahl. Es könnte auch keinen einzigen Gott geben. Im letzten Fall ist es selbserklärend, dass der Christliche Gott und Allah nicht identisch sein können! Der Glaube braucht sich jedoch an Logik, Aufklärung und Fakten nicht zu halten. Hier gilt das Wort des obersten Priesters, vielleicht auch des Religionsstifters. Somit müssen wir akzeptieren, dass die Muslime den Christlichen Gott nicht als Allah anerkennen.

Was bleit übrig? Der neue Aachener Bischof Helmut Dieser könnte mit seiner Rede den gewaltfreien Euro-Islam fördern, was Katholiken und Euro-Muslime näher bringen und schließlich in Synkretismus münden könnte.

Nach all dem sorgfältig gelesenen Geschriebenen kehren wir zur originären bischöflichen Aussage zurück:

„Dass die islamistischen Gewalttäter ihre Mordorgien mit dem Ruf verbinden, Gott ist groß … perverseste Spitze …“

Regt sich der neue Aachener Bischof auf, weil Menschen ermordet werden oder weil beim Morden der Ruf „Gott ist groß“ erschallt? Ich weise nochmals hin, dass der in der DZ abgedruckte und möglicherweise auch überarbeitete Text aus dem Zusammenhang gerissen sein kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aachen keinen friedfertigen Euro-Islam braucht. Aachen hat ihn schon.

Zuerst hier erschienen: https://numeri249.wordpress.com/2016/12/28/religio-aquensis-catholico-i…

Sven von Storch

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