Müttereinkommen und weibliche Kreativität

Diese Ausstellung zu besuchen lohnt sich auf alle Fälle: Niki de Saint Phalle im Grand Palais.

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Die Retrospektive führt nicht nur durch das Schaffen der Künstlerin über die Jahrzehnte hinweg, sondern ist auch eine merkwürdige Zeitreise zurück in den Feminismus der 60er- und 70er- Jahre des letzten Jahrhunderts.

Es sind die zahlreichen Interviews aus diesen Jahren, die in den einzelnen Sektoren der Ausstellung gezeigt werden. Merkwürdig sind sowohl die Antworten von Frau Saint Phalle als auch und vor allem die Fragen des Interviewers.

Während sie ein Müttereinkommen fordert und überhaupt ihre Kunst als Beitrag zur Emanzipation versteht, fragt der Interviewer allen Ernstes, ob sie sich in ihrem Atelier wie in einer Küche fühle und überhaupt, ob es so etwas wie weibliche Kreativität tatsächlich gebe.

Für solche und andere Fragen würde heute ein TV-Mensch gefeuert und die Positionen von Frau Saint Phalle sind allenfalls noch Allgemeinplätze, was ins Alter gekommene 68er-Damen allerdings nicht daran hinderte, spontan zu applaudieren.

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