Krieg der Wölfe - im Iran
Krieg der Wölfe - im Iran
Datum: 14.07.2011, 07:47
Khamaneis Flügel greift den Flügel seines Präsidenten Ahmadinedjad an. Das sind nicht mehr nur Demonstranten, die festgenommen und gefoltert werden, sondern ein Teil der Verbrecher und Machthaber setzt andere Verbrecher unter Druck.
Der religiöse Diktator Kamanei, hat im Sommer2009 einen sehr hohen Preis bezahlt, um Ahmadinedjad zum Präsidenten zu machen. Unter seinem Befehl haben die Pasdaran und Dessijis (´Zivilgardisten´ des Regimes) die Demonstranten niedergeschlagen, und dabei Hunderte geschlachtet. Die Welt hat gesehen, wie das Regime der Mullahs im Iran gehasst wurde. Leider wurde damals die Bevölkerung mit ihren Protesten alleingelassen, so dass man im Iran schrie: Obama, bist du an der Seite der Mullahs oder für Freiheit an unserer Seite? Die Deutsche Wirtschaft lieferte dem Mullahstaat mehr und mehr Güter und auch Geräte, die zum Abhören und Niederschlagen der Demonstranten verwendet wurden.
Damals wurde über Gräueltaten des Regimes und über Vergewaltigungen der verhafteten Männer und Frauen immer wieder berichtet. Die Welt hat mit Abscheu die Unterdrückungen im Iran betrachtet, aber nichts unternommen. Niemand außer Ahmadinedjad konnte Kamanei so viel helfen. Ein Mörder, Faschist und Fanatiker wie Ahmadinedjad passte sehr gut zu dem Khamanei-Regime.
Seit einigen Monaten ist ein Streit zwischen Khamanei und Ahmadinadjad aufgekommen. Was ist Inhalt dieses Streites?
Warum begannen die Wölfe sich anzugreifen? Warum passt Ahmadinedjad der religiösen Diktatur nicht mehr?
Unter dem Regime gibt es verschiedene Flügel, - jeder brutaler, jeder verbrecherischer als der andere.
Ahmadinedjad gehört zu den Gruppen, die an den iranischen Islam glauben. Sie sind Faschisten und sehr brutal. Sie meinen, dass bald der Zwölfte Imam der Schiiten, Imam Mehdi, käme und sie die Aufgabe hätten, den Weg für ihn freizumachen. So ist der religiose Führer des Regimes, den die Fanatiker Imam nennen, Kamanei, nicht der absolute Machthaber, sondern die Macht gehöre dem Zwölften Imam. Sie sind dabei auch sehr nationalistisch. Sie wollen ihre Rolle spielen, aber die Macht der absoluten Herrschaft des religiosen Führer gibt ihnen dafür keinen Raum. Sie sollen nur gehorchen und machen was Kamanei ihnen sagt und befiehlt. Das ist für diese Flügel nicht angenehm. Rahim Maschai, der erste Berater von Ahmadinedjad, der großen Einfluss auf Ahmadinedjad hat, ist ständig unter Beschuss seitens der anderen Flügel. Langsam haben die Kamanei-Flügelbegonnen, die Mitarbeiter von Ahmadinedjad zu verhaften und ihn selbst zu bedrohen. Es sieht danach aus, dass Ahmadinedjad Widerstand leisten will. Jeden Tag gibt es Auseinandersetzungen zuwischen beiden Flügeln, aber Ahmadinedjad hat keine Chance gegenüber Kamanei.-
Die Flügel von Kamanei, dem religiösen Führer des Regimes, sehen Kamanei als absoluten Machthaber. Ihr Islam ist international und sie meinen, dass alle Moslems auf der Welt die Führung Kamanei akzeptieren sollen, gleich ob Schiiten oder Sunniten. Kamanei sei Führer aller Moslems. Sie sind nationalistisch und genauso faschistisch wie der Ahmadinedjad-Flügel, dabei noch brutaler.
In dieser Situation stellt sich Rafsanjani gegen diese beiden Flügel, und damit arbeiten nun drei Flügel gegeneinander. Dadurch ist das System schwächer als je zuvor.
Hinzu kommt, dass der arabische Frühling, und besonders die Lage in Syrien als ihrem engsten Verbündeten, die Mullahs und Kamanei sehr besorgt über ihre Position machen. Der Sturz von Assad in Syrien könnte zum dem Sturz von Kamanei führen. Und dieser interne Machtkampf verunsichert das System zunehmend.-
Mohammad Moshiri
www.diezeitbruecke.de
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