Antwort auf _Islam in Deutschland_

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Antwort auf _Islam in Deutschland_
Datum: 09.10.2010, 16:17

Ich meine, dass mir die 30 Jahre Kampf gegen den Fundamentalismus im Iran viele Erfahrungen gebracht haben. Ich sehe dieses Phänomen als Weltgefahr, weil ich und meine Freunde, durch die Schläge getroffen haben den Schmerz noch in unseren Körpern spüren. Ich bin mehr und zwar viel mehr Realist als die Menschen, die nur aus der Ferne diesen Schläge sehen und sie beschreiben.

Wir wiesen schon lange, dass dieser Fundamentalismus erst kulturell bekämpft werden muss. Zum Beispiel im Iran. 1979 haben fast 95% der Bevölkerung Khomeini unterstützt. Im Juni 1981 hat Khomeini seine Gardisten befohlen,  einfache Demonstranten auf der Straße zu töten. Warum? Weil er die Bevölkerung nicht mehr hinter sich hatte. Dieses Phänomen auf der Welt ist durch Machtübernahme der Mullahs immer gefährlicher und stärker geworden und heute ist eine Gefahr für die ganze Welt. Wir als Künstler und Intellektuelle haben bald verstanden, dass man zuerst das wahre Gesicht der Fanatiker, die unter Maske der Religion versteckt sind,  entlarven muss und wir haben damit auch Erfolg gehabt.  Die Aufstände im Iran beweisen meine Argumente.

Die Fanatiker in Deutschland sind nichts besonders. Überall - auch im Mittelalter in Europa - sind solche gegen Menschenrechte vorgegangen und haben ihre Taten mit Religion gerechtfertigt. Man verbrannte im Namen Gottes die Menschen.

Das Problem in Deutschland ist nicht nur, dass hier die Moslems die Grundrechte nicht genug achten. Das ist auch ein Problem. Das Problem ist hier, dass die Moslems sich nicht trauen, deutsch zu denken und gleichzeitig Moslem sein. 4 Million Menschen sind hier Moslem.  Das ist ein 4 mit sechs Nullen. Ich habe seit 6 Jahren meine Homepage auf Deutsch. Fast 200.0000 Menschen haben meine Homepage besucht und mir geschrieben. Manche haben geschimpft und manche haben meine Arbeit gegen den Fundamentalismus unterstützt.  Aber außer einzelnen Personen haben Politiker sich nie dafür interessiert. Und gestehen Sie mir zu, dass ich mich sehr freue, wenn Herr Wulff in meine Richtung spricht, der ich mich auf Persisch seit 30 Jahren und auf Deutsch seit 6 Jahren gegen Fundamentalismus einsetze.

Der Kampf gegen fundamentalistische  Handlungen soll zuerst im Kulturbereich geführt werden und nicht mit Beschimpfungen. Ich habe die Erfahrung und das ist kein leeres Wort.

Ich meine nicht, dass man mich unterstützen soll, das ist nicht nötig, sondern die Arbeit derjenigen, die sich dafür einsetzen. Wir sind Moslems und Deutsche und lieben die deutsche Demokratie und niemand darf es als Moslem egal sein, wenn andere Mitglieder der Religionen diesen Werte schaden.

Bitte lesen Sie meine Hompage
www.diezeitbruecke.de
und auf persisch
www.sedayeparwaz.org

Ich danke allen, die sich für meinen Artikel interessiert haben. Das ist gut so.

Mohammad Moshiri


Sven von Storch

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