Was wäre, wenn...

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Was wäre, wenn...
Datum: 03.11.2017, 11:50

Rund 1,6 Millionen Schutzsuchende leben in Deutschland, weitere 400.000 können nicht eindeutig zugeordnet werden, etliche zigtausend sind verschwunden. Man darf also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass die Zahl bei weit über zwei Millionen liegt. Mehr als neun Milliarden Euro pumpen die deutschen Städte und Gemeinde alleine in die Versorgung der Asylbewerber. Die Zahl über die Kosten für anerkannte Flüchtlinge und die gesamte damit verbundene Flüchtlingsindustrie stehen aber noch aus. Denn diese jetzt veröffentlichten neun Milliarden beziehen sich nur auf die Asylbewerber, die Geduldeten und die sich noch im Land befindenden Abzuschiebenden. Die anerkannten Flüchtlinge gehören in einen ganz anderen Topf.

Nehmen wir doch einmal an, dass nur diese jetzt bekannt gegebenen Zahlen bereits Anfang September veröffentlicht worden wären, ein was-wäre-wenn-Szenario also. Vermutlich hätte die CDU nicht nur acht Prozent verloren, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach wären die Verluste doppelt so groß gewesen. Und auch die mit ihr in der für das Land so verhängnisvollen großen Koalition verbundene SPD hätte einen neuen historischen Tiefstwert erreicht. Die 20 Prozent hätte sie nicht erreicht. Grüne und Linke wären vermutlich ungeschoren davon gekommen, ihr Stimmenanteil wäre kaum anders gewesen.

Profitiert hätten vermutlich die FDP, vor allem aber die AfD. Hätte also das Statistische Bundesamt diese Zahlen vor der Bundestagswahl veröffentlicht, und ich gehe davon aus, dass dies durchaus möglich gewesen wäre, so wäre meiner Ansicht nach die AfD als zweitstärkste Partei aus der Wahl hervor gegangen. Merkel darf sich beim Statistischen Bundesamt dafür bedanken, dass man die Veröffentlichung der Zahlen verzögert hat. 

Sven von Storch

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