Ukraine beschießt Krim mittels US-Raketen mit geächteter Streumunition – Kinder getötet

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Ukraine beschießt Krim mittels US-Raketen mit geächteter Streumunition – Kinder getötet
Datum: 25.06.2024, 11:41

Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswosajew, hatte am Sonntag erstmals über den Angriff berichtet: Es sollen demnach mindestens drei Menschen, darunter zwei Kinder, getötet worden sein. Die Zahl der Verwundeten wird auf fast 100 geschätzt.

Laut russischen Beamten konnten vier ATACMS-Raketen in der Luft zerstört werden. Der Rest wurde zwar von der Luftabwehr beschädigt, kam vom Kurs ab und explodierte über der Stadt Sewastopol, wodurch Splitter herabfallender Streumunition zahlreiche zivile Opfer forderten.

International geächtete Streumunition

Streumunition verteilt Dutzende kleinerer Munition und wurde in mehr als 100 Ländern verboten (etwa Großbritannien, Frankreich und Deutschland). Aus gutem Grund: Die  für Zivilisten extrem gefährliche Waffe verstreut die Munition in der Regel über große Gebiete und kann jahrelang als scharfe Munition im Boden verbleiben

Weder die USA, noch die Ukraine noch Russland haben die Konvention zum Verbot von über Streumunition unterzeichnet. Im Sommer 2023 erklärte allerdings der damalige russische Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu, die Waffe aus humanitären Gründen nicht gegen Kiew einzsetzen. Er warnte jedoch davor, dass Russland diesen Entschluss möglicherweise rückgängig machen könnte.

Die USA hatte bereits im Juli 2023 angekündigt, Streumunition an die Ukraine zu liefern, was in Moskau Empörung auslöste. US-Präsident Joe Biden bezeichnete die Entscheidung damals als “sehr schwierig“, aber gerechtfertigt. Und er argumentierte,  die Lieferungen wären zum Start einer ukrainischen Gegenoffensive notwendig, welche dann später zu schweren ukrainischen Verlusten  führte.

Bereits zuvor hatte die Ukraine versucht, die Halbinsel mit ATACMS-Raketen anzugreifen, wobei einer der bedeutendsten Angriffe Ende Mai stattfand. Der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte damals, dass insgesamt zehn ATACMS-Raketen, die auf die strategisch wichtige Krim-Brücke abzielten, abgeschossen wurden und Hunderte Menschenleben retteten.

Sven von Storch

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