Kennen Sie Brunei_
Kennen Sie Brunei_
Datum: 28.03.2019, 13:17
Damals, es war kurz nach der Ernennung des ältesten Sohns des Sultans zum Kronprinzen, leuchteten Brunei und die Hauptstadt Bandar Seri Begawan noch von den Feierlichkeiten zur Ernennung. Ich hatte so überhaupt keine Vorstellung, was mich erwarten würde. Singapur hatte ich mehrfach bereits, auch in Hongkong war ich einige Male gewesen. Selbst von Kuala Lumpur hatte ich mir während eines Kurzbesuches ein Bild machen können. Aber Bandar Seri Begawan war mir völlig unbekannt.
Ich war daher angenehm überrascht, als mich nach der Landung auf dem internationalen Flughafen ein sauberes, recht überschaubares Städtchen empfing. Allerdings war nicht zu übersehen, dass an allen Ecken und Enden der Stadt gebaut wurde.
Unsere Delegation wurde von Repräsentanten der Stadt und des Staates empfangen, die uns unter anderem auch den einige Jahre zuvor fertiggestellten Palast vorführten. Angeblich soll er fast 2.000 Zimmer haben; ich habe sie jedoch nicht gezählt. Besonders stolz aber waren die Bruneier (kein Witz; so bezeichnet man die Einwohner tatsächlich) auf ihre sozialen Errungenschaften. In fast jedem Gespräch wies man uns darauf hin, dass der Schul- und Universitätsbesuch beiden Geschlechtern uneingeschränkt offen stünde - für einen islamischen Stadt fürwahr nicht selbstverständlich - und darüber hinaus auch im Studium kostenfrei sei. Mehr noch: im Ausland studierenden Bruneiern wurden die Studiumskosten erstattet. Sie erhielten sozusagen ein Staatsstipendium. Auch die Gesundheitsversorgung war für alle Einwohner des Landes und die im Land arbeitenden Ausländer kostenfrei. Gastarbeiter, vor allem aus dem benachbarten Malaysia, gehörten auf den vielen Baustellen zum täglichen Erscheinungsbild.
Natürlich gab es ein paar Besonderheiten, die es zu berücksichtigen galt. Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit war strikt untersagt. Unser Hotel war auf internationale Gäste eingestellt, sodass sich in der dortigen Bar durchaus Getränke von namhaften Spiritousenherstellern auffanden. Die Preise jedoch waren exorbitant hoch. Ich hielt mich mit einer aus den USA importierten Brause über Wasser. Ohnehin war Bandar Seri Begawan wie das ganze Land sehr westlich orientiert. Auf den Straßen fuhren überwiegend japanische Autos, die Kleidung war sehr europäisch und man konnte sich mit fast Jedermann auf Englisch unterhalten.
Insgesamt machten Land und Leute einen sehr fortschrittlichen, aufgeklärten und zivilisierten Eindruck.
Damit aber soll es jetzt ein Ende haben. Der Sultan will ab April gegen Schwule und Lesben die Todesstrafe verhängen. Damit aber nicht genug. Die Verurteilten sollen öffentlich gesteinigt werden. Eine Bestrafung, de es seit über 60 Jahren im Land nicht mehr gegeben hat.
Schwulen- und Lesbenverbände hierzulande machen diese Entscheidung publik und mokieren sich gegen diese Entwicklung. Das sei ein Rückschritt in längst vergangene und überwunden geglaubte Zeiten eines reaktionären Islam.
Seltsamerweise sind es aber genau die gleichen Verbände, die gegen Vorstöße der AfD aufbegehren, wenn diese sich gegen eine Verbreitung des Islam in Deutschland und Europa aussprechen. Hier in Deutschland ist den Verbänden zufolge der Islam, der in anderen Ländern schwulen- und lesbenfeindlich, reaktionär und menschenverachtend ist, eine Religion des Friedens, die Vielfalt und Verständnis vorlebt.
Das ist absoluter Blödsinn. Der Islam ist keine Religion, ist nicht friedlich und steht schon gleich gar nicht für Vielfalt und Verständnis. Seit 1.400 Jahren expandiert der Islam militärisch und gewaltsam, mordet und unterjocht und zieht seine blutige Spur über den Globus. Brunei will sich nun in diese blutige Spur einreihen. Warum, weiß allerdings niemand bis auf den Sultan. Doch der schweigt dazu.
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