Einsatz in Minneapolis

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Einsatz in Minneapolis
Datum: 04.06.2020, 15:26

"Zentrale an Wagen 42!"
"Hier Wagen 42!"
"Anruf von Cup Foods. Dort hat jemand versucht, mit Falschgeld zu bezahlen. Täterbeschreibung: männlich, Afroamerikaner, Mitte 40, 6 Fuß groß, starker Körperbau."
"Wagen 42 übernimmt!"

Wagen 42 fährt zu der entsprechenden Adresse, nimmt die Anzeige auf. Währenddessen trifft auch Wagen 26 vor Ort ein. Kurzes Gespräch zwischen den Polizisten. Die Besatzung von Wagen 26 nimmt das Umfeld in Augenschein. Ein PKW kommt in das Gesichtsfeld der Polizisten, auf dessen Fahrer die Täterbeschreibung passt. Man nähert sich dem Fahrzeug mit wie es bei US-Polizisten üblich ist gezogener Waffe.

Anruf des Polizisten an den Fahrer: "Die Hände aufs Lenkrad!"
Der Fahrer folgt der Order.
"Ganz langsam aussteigen!"
Wieder folgt der Fahrer der Order.
"Zwei Schritte weg vom Wagen!"
Wieder folgt der Angersprochene der Weisung.
"Name, Geburtsdatum, Wohnort?"
Der Mann gibt die entsprechenden Daten bekannt.
"Zentrale für Wagen 26, bitte überprüfen Sie George Floyd, Geburtsdatum soundos, Wohnort hierundda."
"Verstanden. Melde mich gleich wieder."

"Wagen 26 für Zentrale!"
"Wagen 26 hört."
"Achtung. Mann ist gefährlich und mutmaßlich bewaffnet. Vorstrafen wegen Waffen- und Drogenbesitz. Eigensicherung beachten!"

Und von diesem Moment an ändert sich die Situation grundlegend.
Selbstverständlich agieren US-Polizisten ganz anders, wenn sie davon ausgehen, dass sie es mit einem bewaffneten Mann zu tun haben. Noch dazu mit einem Mann, der etwa zwei Meter groß ist und rund 100 Kilo auf die Waage bringt. Wenn dann noch der Hinweis kommt, dass der Typ Drogenkonsument ist, ist es besser, auf Nummer Sicher zu gehen. Niemand kann vorhersehen, ob der Kerl gerade auf einem Trip ist und im nächsten Moment vielleicht völlig austickt.

"Mr Floyd, Sei stehen im Verdacht, eine Straftat begangen zu haben. Sie sind vorläufig festgenommen. Sie haben das Recht zu schweigen. Alles was Sie jetzt sagen kann vor Gericht Verwendung finden. Wir bringen Sie jetzt aufs Revier."

Doch so folgsam Mr Floyd bis dahin war, auf einmal leistet er Widerstand. Vehement wehrt er sich dagegen, dass die Polizisten ihn in den Streifenwagen verbringen, um ihn aufs Revier zu fahren. Die beiden anderen Kollegen, die in der Zwischenzeit mit der Aufnahme der Daten in dem Laden fertig waren, sind nun auch vor Ort eingetroffen. Gerade richtig, wie sich zeigt, denn der riesige Schwarze rotiert um sich selbst und versucht, sich der Festnahme zu entziehen.

"Fixieren!" kommt der Ruf eines Polizisten.
Gemeinsam bringen sie den renitenten Mann zu Boden und drehen ihn auf den Bauch.
Damit er auch wirklich ruhig liegen bleibt, drückt einer der Polizisten ihm das Knie in den Nacken.
Nein, bequem ist das sicherlich nicht.
Wir in Deutschland fänden eine solche Behandlung durch einen Polizisten sicherlich auch als unangemessen.

Wobei sich die Erregung in Deutschland in Grenzen gehalten hat, als eine Bürgerrechtlerin im fortgeschrittenen Alter von zwei Berliner Polizisten nicht minder brutal behandelt und trotz ihrer Knieverletzung unter massiver Gewaltanwendung abgeführt wurde. Nun gut, bei der Dame handelte es sich ja erstens um keine Schwarze und zweitens kritisierte sie die Entscheidungen der Regierung. Sie hatte keine finanzstarke Lobby, die hinter ihr steht.

Zurück nach Minnesota.
Der Geldfälscher, Drogen- und Waffenhändler wie auch Räuber lag nun am Boden und konnte sich nicht wehren. Das genau war Sinn und Zweck der Maßnahme, wie die Polizisten auch einräumen. Aber: Floyd war herzkrank, hatte das Corona-Virus in sich und stand unter Drogeneinfluss. Das in Summe brachte ihm den Tod. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Alle Behauptungen eines wie auch immer motivierten Mordes entbehren jeglicher Grundlage.

Sven von Storch

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