Die USA lieben den Krieg - aber nur außerhalb des eigenen Landes

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Die USA lieben den Krieg - aber nur außerhalb des eigenen Landes
Datum: 22.09.2022, 13:32

Es gibt einen Krieg der USA, für den sogar ich eine gewisse Sypmathie hege: den Unabhängigkeitskrieg, um das Joch der englischen Krone abzuwerfen. Einen Krieg für die Freiheit, für die Unabhängigkeit, für die Selbstbestimmung, ja, dem kann sogar ich zustimmen. So wie die Unabhängigkeitskriege hierzulande gegen die gewaltsame Besetzung durch Napoleon; einen Kriegsverbrecher, den man heute noch in Frankreich hofiert. William Wallace für Schottland, Michael Collins für Irland, sie und viele andere Freiheitskämpfer hatten hehre Ziele, die ich durchaus gutheißen kann; und das, obowhl mir bekannt ist, dass auch Zivilisten in all diesen Kämpfen und Kriegen gelitten haben und den Tod fanden.

Deren Kriege aber hatten eine ganz andere Motivationslage als fast alle der von den USA geührten Kriege. Da ging es um Expansion, Vertreibung der indigenen Bevölkerung, Beseitigung Andersdenkender und Durchsetzung der eigenen Ideologie. Das fing schon an mit den Indianerkriegen im 18. Jahrhundert, bei denen die neugegründeten USA gleich die Option wahrnehmen wollten, ihr Territorium zu Lasten der Ureinwohner zu erweitern.

Es folgte der erste Einmarsch in einen anderen Staat 1812, als man die damals noch britische Kolonie Kanada unterwerfen wollte. Man holte sich blutige Köpfe und musste sich geschlagen zurückziehen. 1846 führte man dann Krieg gegen Mexiko und okkupierte weite Teile des Landes. 1854 wurde Nicaragua besetzt, 1898 Kuba und die Philippinen und im selben Jahr wurden das bis dahin unabhängige Königreich Hawaii unterworfen und annektiert wie auch Puerto Rico.

So geht es weiter, Jahrzehnt für Jahrzehnt, Jahrhundert für Jahrhundert. Überall auf dem Globus führten die USA Krieg, besetzten, okkupierten, annektierten. Wichtig war nur eins: der Krieg sollte weit weg von daheim geführt werden.

Jetzt wollen sie wieder einen Krieg anzetteln. Gegen die seit acht Jahren für ihre Unabhängigkeit von der Ukraine kämpfenden Menschen im Donbas, in Luhansk und Donetzk. Ihr "Fehler": sie sind russischstämmig und widersetzen sich der Ausbreitung der von den USA dominierten NATO-Hemissphäre. Zu verlieren haben die USA wenig. Ein paar Soldaten vielleicht. Aber die werden schließlich dafür bezahlt, es ist deren Risiko.

Andere sollen für die USA den Kopf hinhalten und sterben: die Menschen in der Ukraine und im Donbas nämlich. Und die dummen Europäer, die sich vor den Militärkarren von Biden und seinen Verbrechern spannen lassen. Für Washington geht das schon klar: es trifft ja nicht die eigene Bevölkerung. Und die paar Soldaten, die es kosten wird, kann man schon verkraften. So viele Verluste wie in Vietnam werden es wohl nicht sein auf Seiten der US-Streitkräfte, scheint die Kalkulation zu sein. Das ist einen weiteren Krieg wert.

Ich sage "Nein" zu diesen Kriegsplänen. Gebt den Menschen im Donbas ihren Willen. Sie denken wie Russen, sie fühlen wie Russen, sie verstehen sich als Russen, also sollen sie auch Russen sein dürfen. Wer gibt Washington das Recht, darüber bestimmen zu dürfen, was andere Menschen wollen?

NIEMAND!

Sven von Storch

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