Die Kobold-Jägerin solls für die Grünen machen
Die Kobold-Jägerin solls für die Grünen machen
Datum: 19.04.2021, 12:57
Achtung, Ironie!
Der Bundestagswahlkampf in diesem Jahr wird grandios. Die SPD serviert uns mit Olaf Scholz einen Kanzlerkandidaten, dessen Ausstrahlung ohnegleichen ist. Sein Temperament ist einzigartig, seine Reden sind ein Feuerwerk an Rhetorik.
Bei der Union streiten sich noch zwei herausragende Köpfe, wer sich der Herausforderung von Olaf Scholz stellen wird: der nicht minder rhetorisch begabte Armin Laschet aus NRW, ein Erfolgsmensch, wie er im Buche steht. Man denke nur an sein Vorzeigeobjekt des Automobilherstellers eGo (welches nur durch einen Investor vor der Pleite gerettet werden konnte) oder die geschickte Platzierung seines Sohnes bei einem Modehersteller, damit jener dann einen Staatsauftrag zur Herstellung von Schutzkleidung und Masken ohne die langwierigen bürokratischen Entscheidungen übertragen bekommen konnte. Wobei, da ist sein Kontrahent aus Bayern, Markus Söder, auch recht bewandert. Die Firma seiner Frau war auch frühzeitig von den kommenden Bedürfnissen informiert und stellte die eigene Produktion zeitgenau auf die Herstellung entsprechender Masken und Schutzkleidung um, obowhl sie damit vorher überhaupt nichts zu tun hatte.
Es beweist sich sowohl bei Laschet wie auch bei Söder einmal mehr: das Schlechte an Beziehungen ist immer dann gegeben, wenn sie fehlen.
Der (vorläufige) Höhepunkt aber ist die Nominierung der Grünen: sie schicken Annalena Baerbock ins Rennen für das Kanzleramt. Sie hat in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie prädestiniert für diese Aufgabe ist. Schließlich will sie Kobolde in die Autobatterie packen und ist sich sicher, dass man Strom im Netz speichern kann. Solche Ideen können nur einem ganz besonderen Geist entspringen.
Ironie Ende.
Es fehlen bisher die Vorschläge von der FDP, den politischen Linksaußen und der AfD.
Gut, bei der FDP gilt wohl die Devise von Connor MacLeod (Highlander) - es kann nur einen geben. Der dürfte dann wohl Christian Lindern heißen; sofern man überhaupt einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken will. Eine ähnlich zurückhaltende Einstellung wird sich wohl auch bei der extremen Linken finden, allein aus Mangel an etwaigen Erfolgsaussichten. Die Blumenwerferin aus Thüringen wäre da mein ganz heißer Tipp. Ihre Umgangsformen und ihr Demokratieverständnis sprechen für sich.
Ach ja, und die AfD?
Klar, schön wäre es schon, wenn sie selbst einen Spitzenkandidaten nominierte. Mir persönlich würde es richtig gut gefallen, wenn sich Alice Weidel noch einmal umentscheiden würde und die Nominierung annimmt. Sie würde zwar kaum zur Kanzlerin gewählt werden - weil die Mehrheit der Deutschen immer noch tief und fest im Schlafmodus verharrt - aber Alice Weidel hat aus meiner Sicht das Zeug dazu, die AfD wieder zu einer geschlossenen Einheit zu formen und die entsprechenden Ergebnisse bei den kommenden Wahlen zu erzielen. Das wäre doch immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
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