Der falsche Lösungsansatz der Grünen

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Der falsche Lösungsansatz der Grünen
Datum: 29.05.2019, 19:19

Abfallverwertung ist ein wichtiges Thema in unserer Gegenwart. Wir in Deutschland sind da in vielen Dingen ein Vorreiter. Noch wichtiger aber ist die Abfallvermeidung. Aber dieses Thema kommt in der öffentlichen Diskussion und leider auch bei den Parteien viel zu kurz. Dabei könnte jeder von uns völlig frei und zwanglos sich daran beteiligen. Als einfaches Beispiel seien hier die unsäglichen "Coffe-to-go"-Becher erwähnt.

Wie nicht anders von den Grünen zu erwarten, wollen die ein Zwangsgeld auf die Verwendung dieser Becher und sogar separat auch noch auf die Deckel erheben. Einfacher aber ist es, hier Verzicht zu üben. Nicht unbedingt auf den Kaffee unterwegs; das ist ein kleiner Luxus, den man sich durchaus hin und wieder erlauben sollte. Aber es wird doch niemand daran gehindert, seinen eigenen verschließbaren Mehrwegbecher von daheim mitzunehmen und sich das Heißgetränk darin einfüllen zu lassen. Wieder daheim wäscht man den Becher aus und kann ihn beim nächsten Mal wieder nutzen.

Ein weiteres Thema ist das in den Supermärkten (auch in den Bio-Läden) in Plaste eingeschweißte Obst und Gemüse. Die meisten Früchte und Gemüse sind von der Natur mit einer eigenen Verpackung, sprich Schale, versehen worden. Die müssen nicht noch einmal in kleine Plastikbecher gepackt und mit Plastikfolie ummandelt werden. Auch hier kann der Mensch als Verbraucher aktiv werden und auf unverpacktes Obst und Gemüse umsatteln. Oftmals sind die unverpackten Produkte sogar noch preisgünstiger, man spart also Müll UND Geld.

Einkaufskörbe oder Stofftaschen wie zu Großmutters Zeiten sind eine weitere Möglichkeit, Müll zu vermeiden. Stofftaschen haben zudem noch weitere Vorteile, denn erstens sind sie haltbarer als die Plastiktaschen und zweitens können sie mit der normalen Wäsche in der Waschmaschine mitgewaschen werden.

Die Grünen legen den Fokus in ihrer Politik auf den angeblich so hohen vom Menschen verursachten CO2-Anteil in der Luft. Für sie ist das CO2 das größte Problem der Gegenwart. Das ist völliger Unfug. Weltweit sind der Zugang zu sauberen Trinkwasser und die Abwasserentsorgung die größten - und wirklich elementaren - Probleme. Da aber kann der einzelne von uns direkt nicht sonderlich viel ändern.

Hier bei uns ist das größte Problem der Müllberg. Der wächst nämlich tagtäglich an, ein Ende dieses Wachstums ist nicht in Sicht. Niemand aber scheint sich darum wirklich zu scheren. Unsere Straßen, Parks, Gartenanlagen, Bahnhöfe und so weiter geben ein beredtes Bild dieses Problems. Jeder von uns kann  seinen Teil dazu beitragen, dieses Problems Herr zu werden. Dazu bedarf es nicht viel; nur etwas gesunden Menschenverstands und der Abkehr von der einen oder anderen aus Bequemlichkeit liebgewordenen Gewohnheit.

Für die Politik bietet sich hier ein Brachland, das es zu bearbeiten gilt. Ressourcenschutz durch Verzicht ist zugleich Umweltschutz, Naturschutz und Heimatschutz.

 

 

 

Sven von Storch

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