Merkels Zwang zum Test in den Schulen ist inhuman

Wie eine Maßnahme den Charakter der Regierenden offenbart. Erst werden die Alten im Stich gelassen, jetzt die Kinder, indem man sie von den Eltern trennt.

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Der zum Teil bereits umgesetzte, zum Teil angedrohte, zum Teil aber auch erst diskutierte Zwang, die Kinder in der Schule auf Covid testen zu lassen, verstößt nicht nur gegen die im Grundgesetz garantierten Menschenrechte – das tut er auch –, er ist darüber hinaus aber vor allem eines: zutiefst inhuman. Und damit offenbart er den Charakter der Regierenden; er lässt tief in die Seele der Politiker blicken.

Dem Zwang, die Kinder in der Schule testen zu lassen, fehlt jeder Nutzen, ausdrücklich dem Zwang. Ob der Test einen Zweck erfüllt, steht auf einem anderen Blatt und hier nicht zur Debatte. Aber der Zwang, die Kinder in der Schule von Lehrern testen zu lassen, ist zunächst einmal so wenig nötig wie der sprichwörtliche Kropf. Ebenso gut können die Eltern ihre Kinder vor der Schule zu Hause testen und ihnen das Resultat in die Schultasche stecken. Dann weiß die Schule Bescheid.

Doch genau das wollen die Regierenden nicht. Sie erwarten, dass die Kinder von ihren Eltern getrennt in der Klasse den Selbsttest durchführen lassen. Weil sie den Eltern nicht trauen. Sie trauen den Eltern nicht zu, dass sie den Test mit ihren Kindern durchführen, doch noch mehr trauen sie den Eltern zu, dass sie ihre Kinder mit einem positiven Befund zu den anderen Kindern losschicken. Dass hier mal nicht jemand von sich auf andere schließt.

Weil die Politiker den Eltern nicht trauen, installieren sie ein Prozedere, das den einzelnen Lehrer dazu verpflichtet – ja, auch die Lehrer werden zum Testen verpflichtet –, ein gutes Dutzend Kinder dabei zu begleiten, wie sie sich ein Teststäbchen vier Zentimeter tief in eines ihrer Nasenlöcher bohren, ohne sich dabei zu verletzen. Dazu werden die Kinder gezwungen.

Hat sich auch nur eines der Kinder verletzt, wird die ganze Aufmerksamkeit des Lehrers auf dieses Kind konzentriert sein. Was mit den anderen Kindern geschieht, ist einer Politik, die derartige Maßnahmen verhängt, vollkommen egal.

Wenn dann die Kinder auf die Ergebnisse warten, findet mit Sicherheit kein Unterricht statt. Denn die Kinder werden aufgeregt sein. Eine Erkrankung an Covid ist nämlich, so Politiker und Medien tagaus, tagein, nicht eine beliebige Krankheit; es ist eine insbesondere für die Älteren, äußerst bedrohliche Krankheit. Umso bedrohlicher ist sie für Kinder. Nicht als Krankheit. Covid tut bekanntermaßen Kindern weniger als die angekündigte Impfung. Aber als Träger des Virus sind die Kinder ohne Wenn und Aber stigmatisiert. Seltsam, dass dieselben Politiker, die jeden Tag vor der Stigmatisierung anderer warnen, das nicht bemerken.

Kommt dann ein Befund, der positiv ist – niemand redet von Infizierung! –, wird das Kind in Panik versetzt. Keine gespielte, affektierte Panik a la Thunberg. Nein eine richtige Panik. Eine seelische Panik, wie sie jeder erlebt hat, dem ein Arzt eine mögliche Krankheit diagnostiziert hat. Frauen wissen davon, Männer wissen davon, Eltern wissen davon, wenn es ihre Kinder betrifft – nur den Politikern fehlt jede Ahnung von den Ängsten der Kinder. Liegt es daran, weil die oberste Riege Kinder nicht hat, nicht kriegen kann oder anderweitig aufziehen lässt ?

Und just in diesem Moment, wenn die Meldung krankhaft zu sein ein Kind auf den Boden niedergedrückt hat, just in diesem Moment fehlen die tröstenden Eltern. Kein Vater nimmt das Kind auf die Schultern, keine Mutter breitet ihre Arme zum Schutz aus und ganz sicher wird das Kind sich nicht auf den Schoß des Großvaters setzen oder sich unter die Schürze der Oma verkriechen. Denn sie alle sind weg. Ausgesperrt von Politikern, denen jedes Empfinden für Kinder fehlt.

Schlimmer: Da das Kind den Unterschied zwischen dem positiven Befund eines Tests und dem realen Infekt nicht kennt, egal wie oft der Lehrer ihn ihm erklärt, wird sich das Kind sehr schnell bewusst, dass es eine Gefahr für alle darstellt – auch für die Eltern und insbesondere für die Eltern der Eltern. Und auch dafür fehlt den Politikern und Politikerinnen jedes Empfinden.

Weil ihnen dieses Empfinden fehlt, sind sie bereit, Eltern und ihre Kinder in diesem Moment, wo sie sich mehr denn je brauchen, zu trennen. Eine Geste, die zu den markantesten aller Terrorregime gehörte: Die Kindern werden ihren Eltern entrissen. Auf der Flucht, auf dem Bahnsteig, am Eingang zum Lager hat sich diese grausame Trennung fort und fort wiederholt, ohne je ihr Grauen verloren zu haben. 

Politiker, die eine Trennung der Kinder von ihren Eltern in solcher Lage befehlen, haben Pfade betreten, an dessen Ende die Menschlichkeit uns verlässt. Nur wundert das nicht mehr. So sehr haben wir uns an das Inhumane der Corona-Maßnahmen gewöhnt. Denn es waren dieselben Politiker, die auch die Trennung der sterbenden Alten von ihren Nächsten in den letzten Stunden befahlen. Der Zwang zum Test in den Schulen ist nur ein weiterer Schritt in diese Richtung. Er ergreift uns jetzt am beginnenden Leben.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner Hill

Statt Lesen, Schreiben und Rechnen lernen die Kinder jetzt Psychoterror und Chaospraxis.

Aber wenn es um "Millionen Menschenleben" geht, muss das Kindeswohl eben zurückstehen.

Um Millionen Menschenleben zu retten, brauchen wir den strengen Lockdown.
Dieser wird durch hohe Inzidenzwerte gerechtfertigt.
Um hohe Inzidenzwerte zu haben, brauchen wir viele PCR-Tests.
Um viele (auch Kinder) zum PCR-Test zu verpflichten, brauchen wir viele Schnelltests.
Und da reichen eben nicht die Schnelltests im Alltag oder bei Firmen - da brauchen wir auch noch die Kinder.

Man muß eben Opfer bringen, um zu beweisen, daß es sich bei Corona um eine Pandemie handelt.

Gravatar: adrian

Man sieht den Wald wegen der Bäumen nicht mehr , die Frage ist , weiterhin Föderalismus ,Bundestag und Bundesrat , Demokratie , Ja oder Nein !

Gravatar: adrian

Da bin ich ganz Ihrer Meinung , leider sind wir ziemlich einsam dabei !
Die Kinder werden nicht unterstützt , die haben kein Recht zu wählen , aber Ihre Eltern !

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Wie eine Maßnahme den Charakter der Regierenden offenbart. Erst werden die Alten im Stich gelassen, jetzt die Kinder, indem man sie von den Eltern trennt.“ ...

Ja mei: Ist es nicht schon bemerkelnswert merkelwürdig, dass ich bei näherer Betrachtung des RKI incl. seiner heutigen Führung so intensiv an dessen Geschichte erinnert werde???
https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Geschichte/Dokumente/Abstracts_html.html;jsessionid=67D90A509658AAD4C6827BB23AC828AA.internet062#doc2376386bodyText3

Gravatar: Elke, die Erste

Ich meine, Politiker in Ämter, insbesondere die Männer, sollten, müssen eigene Kinder haben; dann wissen sie, wovon sie reden. Was man selbst nie erfahren hat, kennt man nicht und hat somit auch keinen Stellenwert für den amtierenden Politiker. Kinderlose Frauen haben da schon eher eine fürsorgliche Ader, sei es für die Eltern oder andere Familienmitglieder oder andere Ehrenämter. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Oh weh, oh weh!

P.S. auch die Amtszeiten benötigen zwingend eine Begrenzung.

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