Will die Kirche, dass wir brave Untertanen sind_ Ohne mich!
Will die Kirche, dass wir brave Untertanen sind_ Ohne mich!
Datum: 02.05.2024, 14:41
Viele Menschen suchen in der Religion Spiritualität und emotionale Geborgenheit. Sie bietet etwas, das es im Alltag der Arbeitswelt nicht gibt.
Doch die Kirchen missbrauchen auch heute noch immer wieder ihre Position und mischen sich in die weltlichen Angelegenheiten der Menschen ein.
Ich habe die Evangelische Kirche verlassen. Kritisch gegen die Kirchleitung war ich schon immer.
Der finale Auslöser für meine Entscheidung war im Herbst die öffentliche Stellungnahme der damaligen Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche, Annette Kurschus, in der sie behauptete, die Grenze der Aufnahmekapazität für Flüchtlinge sei noch lange nicht erreicht. Denn Deutschland sei ein reiches Land. Die Aufnahme von Flüchtlingen finde »ihre Grenze da, wo es zur Selbstaufgabe kommt«.
Ich fragte mich: Wie viele Pfarrer und Bischöfe haben privat schon syrische oder afghanische Familien bei sich aufgenommen? Wie viele Priester haben einen großen Teil ihres persönlichen Netto-Einkommens für die Unterstützung von Flüchtlingen gespendet?
Wann immer man mir sagt, Deutschland sei ein reiches Land, weshalb wir mehr geben müssten, werde ich skeptisch, besonders dann, wenn diejenigen, die dies sagen, selber Wein statt Wasser trinken.
Die Kirche wäre für mich dann glaubwürdig, wenn die Pfarrer und Bischöfe in mönchischer Armut und Enthaltsamkeit auf ihr großes Gehalt verzichten und Vorbild im Geben und in der Selbstaufopferung sind.
Nein, ich kann diese Heuchelei nicht mehr ertragen.
Und nun dieses Gewettere gegen Bürger, die für die AfD aktiv sind. Es ist für mich unerträglich, wie die Kirchen ihren Schäflein die politische Meinung vorzugeben gedenken.
Die Kirche ist eine Organisation, der ich meine Kinder nicht anvertrauen würde. Ich vertraue ihr nicht. Ganz und gar nicht. Jahrhunderte der Korruption, Machtpolitik und Anbiederung an autoritäre Regime haben alle großen Kirchen für mich unglaubwürdig gemacht.
Ich habe Verständnis für Christen, die sich kleinen unabhängigen Gemeinden anschließen.
Ich selbst habe für mich entschlossen, Freidenker zu sein. Das schließt christliche Werte nicht aus. Doch die Unterwürfigkeit, die von mir in der Kirche verlangt wird, empfinde ich angesichts der Heuchelei in den Kirchenleitungen als Unverschämtheit.
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