Warum gilt das »Nie wieder!« nicht für Sozialismus und Kommunismus_

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Warum gilt das »Nie wieder!« nicht für Sozialismus und Kommunismus_
Datum: 30.05.2025, 12:30

Warum gilt heute das »Nie wieder!« nicht für Sozialismus und Kommunismus? — Diese Frage treibt mich schon länger um.

Nach dem Ende des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs gab es eine Reihe von »Nie wieder!«-Ausrufen: »Nie wieder Krieg!« — »Nie wieder Totalitarismus!« — »Nie wieder Nationalsozialismus!« — »Nie wieder Diktatur!« — »Nie wieder Hass gegen Andersdenkende!« — »Nie wieder Völkermord!«.

Das bezog sich im Westen damals nicht nur auf die nationalsozialistische Diktatur unter Hitler, sondern auch auf Kommunismus und Sozialismus, da man den Stalinismus vor Augen hatte. Im Osten natürlich nicht, bis der Eiserne Vorhang fiel.

Doch mittlerweile scheint dies nicht mehr zu gelten. Kommunismus und Sozialismus wird nicht mehr als Gefahr thematisiert.

Seltsam..., nicht wahr?

Erinnern wir uns:

Unter Lenin (1917–1924) starben etwa 5 Millionen Menschen durch Bürgerkrieg, Hungersnot (1921–1922) und Repressionen.

Unter Josef Stalin starben etwa 20 bis 60 Millionen Menschen in der Sowjetunion. Hungersnöte wie der Holodomor, der »Große Terror« und Gulags waren die Hauptursachen. 

In China unter Mao Zedong starben 40 bis 80 Millionen, vor allem durch den »Großen Sprung nach vorn« und die Kulturrevolution. 

Pol Pots Rote Khmer in Kambodscha töteten 1,5 bis 2,5 Millionen, etwa ein Viertel der Bevölkerung, durch Massaker und Zwangsarbeit. 

Andere kommunistische Regime wie Nordkorea, Vietnam und Osteuropa verursachten ebenfalls viele Millionen Tote. Die Schätzungen der Opferzahlen variieren je nach Quelle.

Aber ich höre heute kein »Nie wieder Sozialismus!« oder »Nie wieder Kommunismus!«. Zumindest höre ich das nicht in Deutschland.

Heißt das im Umkehrschluss, dass wir dazu verdammt sind, kommunistische und sozialistische »Experimente« immer wieder aufs Neue ertragen zu müssen?

Hier stimmt etwas nicht.

Ich meine eine Antwort parat zu haben:

Die Lehren, die man nach dem Zweiten Weltkrieg zog und die auch Hannah Arendt (»Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft«, engl. »The Origins of Totalitarianism«, 1951) und George Orwell zogen (»1984«, »Animal Farm«), bezogen sich auf den Totalitarismus. Das schloss nicht nur den Hitler-Nationalsozialismus und Mussolini-Faschismus mit ein, sondern auch den Stalin-Kommunismus und Maoismus.

Die Lehre für die westliche freie Welt war: Nie wieder totalitäre Diktatur! 

Der Gegensatz war: Totalitarismus versus freiheitliche Demokratie! 

Die US-Regierung und die »Encyclopædia Britannica« hatten 1945 und 1946 Aufklärungsfilme produzieren lassen. In diesem Film wird das Wort Despotismus für Totalitarismus verwendet, meint aber das Gleiche.

Hier ist der Link zum Film »Democracy« (1945)

Hier ist der Link zum Film »Despotism« (1946)

Was sagt uns das? Wie sieht es heute aus?

In Deutschland hat man den Gegensatz von »Totalitarismus/Despotismus« und »freiheitliche Demokratie« umgewandelt in »Rechts« versus »Links«.

Damit ist eine regelrechte Gehirnwäsche vollzogen worden. Denn »Links« steht nun für alles Gute, »Rechts« für alles Schlechte und Böse.

Was ist mit den weit über 100 Millionen Opfern kommunistischer/sozialistischer Regime? Sind die jetzt vergessen?

Wir müssen den Fokus wieder auf den Kern richten: Der wahre Gegensatz ist nicht »Rechts« versus »Links«, sondern »Totalitarismus/Despotismus« versus »freiheitliche Demokratie«.

Nur wenn die Menschen sich frei fühlen, ist wahre Demokratie erreicht.

Sven von Storch

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