Unsere Jungs sind in Not_ Kastration der Westlichen Zivilisation

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Unsere Jungs sind in Not_ Kastration der Westlichen Zivilisation
Datum: 16.10.2024, 11:49

Als 1912 die Titanic unterging, gab es in den Rettungsbooten nur Platz für Frauen und Kinder. Männer ab 14 Jahren mussten mit dem Schiff untergehen. Zeitdokumente belegen, wie selbstlos und diszipliniert die meisten Männer ihr Schicksal hingenommen haben.

Noch heute werden die gefährlichsten und tödlichsten Berufe von Männern ausgeübt, sei es im Bergbau unter Tage, im Hoch- und Tiefbau, auf Bohrinseln, Fischer auf hoher See, Tiefseetaucher, Polizei-Spezialeinheiten, gefährliche Militärkommandos oder in der Fremdenlegion. Hier fragt niemand nach der Quote.

Was mit unseren Jungs geschieht

Im Kampf gegen die sogenannte »toxische Maskulinität« im Rahmen des Feminismus, der LGBTQ-Bewegung und des kulturellen Dekonstruktivismus, der im Wahlkampf Clinton-vs.-Trump an Fahrt aufgenommen hatte, zeichnet sich eine erschütternde Entwicklung ab.

Für junge Männer und männliche Jugendliche gibt es keine Vorbilder mehr, an denen sie ihre »Männlichkeit« im positiven Sinne ausrichten können.

In der Filmindustrie werden Väter marginalisiert, als Idioten gezeichnet. Historische Persönlichkeiten werden dekonstruiert, die Heldentaten großer Männer in Zweifel gezogen. Denkmäler werden gestürzt. Das Andenken großer Wissenschaftler, Entdecker, Politiker, Generäle, Ingenieure wird in Frage gestellt. Straßennamen werden umbenannt. Portraitbilder großer Männer von den Wänden genommen.

Jedes männliche Verhalten, das im Rahmen der Pubertät oft auch mit Sport, Jagdinstinkt, Aggressivität, Risikofreude, Bewegungsdrang, Rangverhalten und Konkurrenzbedürfnis einhergeht, wird einseitig negativ betrachtet. Das gesamte Schul- und Universitätssystem ist zunehmend auf die Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen ausgerichtet.

Was den Jungs und Jungmännern bleibt, ist oft nur der Rückzug in die virtuelle Realität, wo sie in kriegerischen Computerspielen oder Fantasiewelten ihre emotionalen Bedürfnisse nachholen können.

In der Schule fallen Jungs zurück. Das zeigt sich in den USA und auch in Deutschland. Unsere Buben leiden. Es gibt zu wenig Action und Bewegung in der Schule, zu viel Sitzen und Diskutieren. Dabei sind pubertierende Jungs im Reden den Mädchen fast immer unterlegen.

An der Universtität ist das Verhältnis von Studenten zu Studentinnen längst gekippt. Es sind die Frauen, die ein akademisches Feld nach dem anderen für sich erobern. Lediglich in den technischen Fächern dominieren noch die Männer.

Schlimm ist, dass man seit Jahrzehnten weiß, dass sich Jungs anders entwickeln als Mädchen und vor allem andere Bedürfnisse haben. Doch die Politik, alle Geschlechter gleich zu behandeln oder die geschlechtliche Identität und das Konzept der »Männlichkeit« zu negieren, macht jede besondere Rücksichtnahme auf Jungs unmöglich.

Für die Gesellschaft ist es wichtig zu erkennen, dass unsere Jungs in seelischer und gesellschaftlicher Not sind. Sie haben keine Orientierung. Sie werden depressiv. Sie werden überdurchschnittlich oft Opfer von Suizidgedanken.

Was derzeit stattfindet, ist die kulturelle, soziale und historische Kastratrion unserer gesamten Westlichen Zivilisation.

Die Lücke, die sich auftut, ist groß. Muslimische Männer wissen ihre Anwort dazu. In vielen nicht-westlich orientierten Ländern gibt es diese kollektive Kastration nicht. Die Geschichte wird zeigen, wohin dies führend wird. Ich ahne nichts Gutes.

Sven von Storch

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