Normales bürgerliches Leben wird unbezahlbar

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Normales bürgerliches Leben wird unbezahlbar
Datum: 29.02.2024, 11:24

Wo immer ich mit Menschen zusammenkomme, klagen sie mir ihr Leid. Das Leben sei so teuer geworden. Man könne sich nichts mehr leisten. Es sei schwierig, über die Runden zu kommen. Stimmt das?

Ja, es stimmt.

Beispiel: Lebensmittel. Die Inflation ist in den letzten 2-3 Jahren besonders im Supermarkt zu spüren gewesen. Man lässt an der Kasse mehr Geld oder man muss beim Einkauf strenger nach Sonderangeboten Aussschau halten. Auch in den Restaurants ziehen die Preise an. Die Portionen werden kleiner. Die Mehrwertsteuer wurde wieder erhöht. Essengehen wird zum Luxus. Die Gastronomen klagen.

Beispiel: Energie. Millionen Bürger klagen über hohe Strom- und Heizkosten. Viele bekamen Rechnungen mit üppigen Nachzahlungen. Besonders Rentner sind betroffen, weil sie im Notfall keinen Kredit mehr aufnehmen können, um die Nachzahlungen zu stemmen.

Beispiel: Wohnkosten. In den meisten Städten steigen die Mieten deutlich schneller als die Einkommen der Menschen. Wonungsnot macht sich breit. Die Zuwanderung hat für zusätzliche Verknappung gesorgt. Eine Familie mit mehreren Kindern hat es heute schwierig, in Berlin, München, Köln oder Hamburg eine 4-5-Zimmer-Wohnung zu bekommen. Vielel Jugendliche sind gezwungen, nach ihrem Schul- oder Berufsabschluss bei ihren Eltern wohnen zu bleiben, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können.

Beispiel: Führerschein. Für viele Eltern kommt der Schock, wenn die Kinder auf die 18 zugehen und ihren Führerschein machen wollen. Denn heute muss man 2.000 bis 4.000 Euro dafür bezahlen. Der Führerschein der Kinder wird zur finanziellen Belastungsprobe für viele Familien.

Man kann diese Liste an Beispielen endlos fortsetzen. Es wird alles teurer. Der Lebenstandard sinkt, zumindest im Durchschnitt. Wenn man vom Internet und den Mobiltelefonen einmal absieht, hat es in den meisten Bereichen im Vergleich zum Lebenstandard der 1970er oder 1980er Jahre (in der alten Bundesrepublik) keinen Fortschritt gegeben. Im Gegenteil: Die Krankenkasse übernimmt weniger Leistungen, große Wohnungen und Einfamilienhäuser sind zum Luxusgut geworden.

Der nominale Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in den letzten Jahrzehnten ist ein reines Zahlenspiel. Im Alltag der Menschen ist das nicht zu spüren.

Doch die Politik der Ampel-Regierung nimmt dieses Problem nicht wahr. Im Gegenteil: Man verlangt von den Bürgern, den Gürtel noch enger zu schnallen, damit die Klimaziele erreicht werden und die Ukraine unterstützt wird.

Sven von Storch

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