Minijobs sind für Millionen Menschen ein Ventil zum Überleben
Rund sieben Millionen Menschen arbeiten in Minijobs. Für viele ist diese Art der Beschäftigung das entscheidende Ventil, um über die Runden kommen.
Rund die Hälfte der sieben Millionen Minijober tut dies als Nebenjob. Ihnen reicht das normale Gehalt nicht. Überstunden lohnen sich kaum, weil zu wenig Netto vom Brutto übrig bleibt. Ein Nebenjob, der steuerfrei mehrere Hundert Euro pro Monat zusätzlich einbringt, ist für viele Arbeitnehmer die Rettung in schwierigen finanziellen Zeiten.
Es gibt so viele Beispiele aus dem alltäglichem Leben, die veranschaulichen, wie wichtig dieses Ventil für die Menschen ist.
Aus dem Leben gegriffen: Der Minijob ist für viele Menschen eine hilfreiche Stütze
Da ist beispielsweise der unterhaltspflichtige geschiedene Vater, der mit dem Gehalt seines Hauptjobs den Unterhalt für seine Kinder nicht stemmen kann und deshalb noch einen zusätzlichen Nebenjob auf Minijobbasis ausübt, um seine Kinder zu unterstützen.
Da ist die kreative Freiberuflerin, die zurzeit zu wenig Aufträge hat, um über die Runden zu kommen, und daher nebenbei noch auf Minijob-Basis im Café kellnert.
Da ist der Rentner, dessen Rente nicht ausreicht. Um auch im Alter in Würde leben zu kömmen, übt er eine Teilzeittätigkeit auf Minijob-Basis aus. Die Tätigkeit gefällt ihm, hält ihn jung und bessert sein Einkommen auf.
Da ist die Mutter und Hausfrau, die zum Familieneinkommen beitragen will, aber ausreichend Zeit für die Erziehung ihrer drei Kinder haben will. Sie will nicht, dass beide Partner vollzeitig arbeiten und die Kinder fremdbetreut werden müssen.
Minijob ist ein Ventil
In Deutschland ist das Netto vom Brutto zu wenig. Jeder weiß das. Mehrarbeit im Hauptjob wird oft bestraft: Man arbeitet mehr, hat mehr Brutto, doch als Netto-Betrag kommt kaum ein Mehrwert zustande.
Minijobs sind mit relativ wenig Aufwand und Bürokratie verbunden. Das ist gut für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wer für ein paar Monate in Teilzeit etwas dazuverdienen will oder muss, und wer für eine übersichtliche Zeitspanne zusätzliche Mitarbeiter braucht, kommt so zusammen.
Die Abschaffung der Minijobs würde dieses Ventil vernichten.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Blog comments
Wie recht Sie doch haben!…
Wie recht Sie doch haben!
Aber um kurzfristig ein paar € mehr in die Rentenkasse zu bekommen, will (soll, muß?) man das alles auf's Spiel setzen.
Auch wenn die anderen 32 Punkte des Rentenpakets mehr oder weniger als notwendige Übel hingenommen werden können - die Absicht, die Minijobs abzuschaffen, ist eindeutig eine Bosheit nicht nur gegenüber den direkt Betroffenen.
Und man kann kaum davon ausgehen, daß das der hochkarätig besetzten Rentenkommission (natürlich ohne AfD-Beteiligung) nicht bewußt war - umso schlimmer ...
Prioritäten
liegen in Einnahmen aus jeglicher Arbeit.
Es kann nicht sein, das jemand was verdient und nichts in die Sozialkassen einzahlt - so die Denkweise derer die das abschaffen wollen.
Deutschland befindet sich im Kriegszustand - und je tiefer drin um so dreckiger geht's den Bürgern.
Ich frage mich nur, was man gegen richtige Sommer in D hat ??? In Urlaub zu fahren wird immer schwieriger - hat man auch etwas gegen " Balkonia " ???
optimistisch in die Zukunft - wenn's eine gibt...
Also ich weiß nicht was ihr wollt - mir hat's geschmeckt! Mit zweistelligem Millionenbetrag aufm Konto, zwei Privatflugzeugen und zwei Villen, ist Deutschland ein schönes und gerechtes Land...finde ich.
... „Die Abschaffung der…
... „Die Abschaffung der Minijobs würde dieses Ventil vernichten.“
Was für dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich jedoch unumgänglich ist, weil es den Erfolg seiner Erziehungsmaßnamen https://www.instagram.com/reel/DXQzP5FDEzD/ sonst gefährdet sieht???
Add new comment