Friedrich Merz_ Der Kanzler der Aufrüstung
Friedrich Merz_ Der Kanzler der Aufrüstung
Datum: 25.06.2025, 15:38
Ich mache mir ernsthafte Sorgen um unser Renten- und Sozialsystem. Ein System, das bereits unter dem eisernen Kanzler Otto von Bismarck geschaffen worden war und zwei Weltkriege, eine Weltwirtschaftskrise, die Hyperinflation und die bittere Nachkriegszeit überstanden hatte, droht nun Schritt für Schritt zu vermodern. Die Demographie trägt das System nicht mehr. Und es wurde missbraucht, zum Beispiel durch gigantische Zweckenfremdungen der Rentenkasse.
Es gibt noch viele andere Baustellen in Deutschland: Die Industrie wandert ab, die Schulen verfallen, die Kinder verwahrlosen, die Infrastruktur bröckelt, die Bahn wurde kaputtgespart, die innere Sicherheit nimmt ab.
Doch für Friedrich Merz sind andere Probleme vorrangig: Russland ist böse, Selenski ist gut, Deutschland soll mehr Geld für die Rüstung ausgeben. Ständig redet er von Aufrüstung, als sei dies das wichtigste Ziel Deutschlands. So viel hat noch kein Bundeskanzler vor ihm über Rüstung gesprochen, nicht einmal zur Zeit des Kalten Krieges.
Ich frage mich immer wieder: Hat Merz überhaupt ein Gespür für die Sorgen und Nöte der kleinen Leute auf der Straße? Für die einfachen Bürger? Für die Mittelschicht? Für die Arbeiterklasse? Für das Prekariat?
Ich denke, er hat es nicht. Ich denke, Merz begreift die Lage einfach nicht, weil er nicht über die Fähigkeit und notwendige Empathie verfügt, sich in die Lebenswelt der Millionen Menschen hineinzuversetzen, die im Alltag kaum über die Runden kommen, weil ihre Gehälter zu niedrig, die Steuern und Abgaben zu hoch, die Kosten für Lebensmittel und Miete fast unerschwinglich geworden sind.
Und damit bleibt es auch unter Merz beim alten Problem: Die Politik wird auf dem Rücken der Bürger gemacht, die alles mit ihrer Arbeit und Lebenszeit bezahlen müssen.
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