»Faktenchecks« sind Kokolores
»Faktenchecks« sind Kokolores
Datum: 11.11.2024, 14:14
Kaum ist Donald Trump wiedergewählt, werden in den deutschen Zeitungen wieder zahlreiche »Faktenchecks« zum Klimawandel, zum Einfluss Deutschlands auf das Klima und zur Energiepolitik gebracht. Man spürt die pure Angst der Lobbyisten vor einer Trendwende aus den USA.
Doch mal ganz konkret: Faktenchecks sind für Idioten. Faktenchecks sind Volksverblödung. Wenn Wissenschaftler unterschiedlicher Forschungsprojekte miteinander einen wissenschaftlichen Diskurs führen, gibt es oft mehr Dissens als Konsens.
Wissenschaft geht so: Erstens: Ich stelle eine Hypothese auf. Zweitens: Ich mache ein Experiment oder erarbeite eine Studie, die diese Hypothese verifiziert oder falsifiziert.
Dann kommt der nächste Wissenschaftler und stellt ebenfalls eine Hypothese auf, die dann durch die Forschung verifiziert oder falsifiziert wird. Am Ende kommt dann eine Synthese heraus, die heute aktueller Wissensstand ist, aber morgen durch neue Hypothesen und deren Überprüfungen überholt sein wird.
Die sogenannten Faktenchecks sind aber größtenteils von Journalisten (!) geschrieben, die Wissenschaftler ihrer Wahl zitieren oder interviewen.
Sollen jetzt Journalisten Schiedsrichter im wissenschaftlichen Diskurs sein?
Ich war selbst einmal an der Universität beschäftigt. Ich erinnere mich an lebhafte Debatten und Auseinandersetzungen. Am Ende siegte meist die Einschätzung des ranghöchsten Professors oder Institutsleiters, die solange galt, bis dieser eremitiert wurde. Dann wurde alles wieder von vorne aufgerollt. Für Laien ist das schwer einschätzbar.
Wer also wirklich wissen will, wie es um den Klimawandel aussieht, darf sich nicht auf sogenannte Faktenchecks in den Zeitungen verlassen. Der muss sich für das Thema interessieren und sich in den wissenschaftlichen Diskurs stürzen, Fachartikel studieren und miteinander vergleichen. Am Ende wird er merken, wie manipulativ die Artikel in der Presse geschrieben sind und wie sehr Studienergebnisse von den Interessen der Geldgeber abhängen.
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