Einseitigkeit der Medien ist schon pathologisch

Veröffentlicht:

Einseitigkeit der Medien ist schon pathologisch
Datum: 06.08.2024, 17:42

Ein großer Teil der Mainstream-Medien in Nordamerika und Europa ist so einseitig in seiner Berichterstattung, dass es mir schon pathologisch vorkommt. So beschränkt im Denken kann doch niemand sein, oder? Anscheinend doch.

Klar ist, dass es keine unabhängigen Journalisten gibt. Nirgendwo. Denn entweder müssen sie auf ihre Chefredakteure, die Verlage, die Herausgeber, die Investoren, die Werbekunden oder die Endkunden Rücksicht nehmen. Irgendeine Kröte ist immer zu schlucken. Hinzu kommen allerlei staatliche und öffentliche Zensurmaßnahmen.

Aber: Während in tötalitären Regimen wie in Nordkorea oder im Iran der Druck durch die Zensur und die Angst vor harten Bestrafungen den Ausschlag geben, findet bei uns im sogenannten »Westen« eine Art Selbstzensur statt, bei der die Grenzen zwischen Zwang und Freiwilligkeit verwischt sind.

Bei unseren Journalisten in Deutschland habe ich den Eindruck, dass sie mit vorauseilendem Gehorsam gleichsam eine innere Schere im Kopf entwickelt haben, die ihnen die Chance auf eine neutrale Betrachtung von Ereignissen von Vornherein nimmt.

Es ist im Sinne von Niklas Luhmann eine Art von Reduktion von Komplexität. Wenn man klare Welt- und Feindbilder hat, bekommt das Denken und Schreiben Struktur. Wer will schon von Zweifeln geplagt sein?

Klar ist, dass es in den großen deutschen Mainstream-Medien unmöglich zu sein scheint, Donald Trump wertungsneutral zu beschreiben. Eindeutig hat man sich auf Kamala Harris als Heldin und auf Donald Trump als Bösewicht eingeschossen.

Auch die aktuelle Berichterstattung aus und über England zeugt von innerer Beschränktheit. Es kommt den Journalisten nicht in den Sinn, dass die schiere Menschenmasse auch einen großen Teil der ganz normalen Bevölkerung widerspiegelt, die mit der Migrationspolitik nicht einverstanden ist und sich um die Sicherheit und Zukunft ihrer Kinder sorgt. Nein, für die deutschen (und viele britische) Medien sind sie alle Rechtsradikale.

Auch die Hemmungslosigkeit, mit der die Wähler und Anhänger der zweitgrößten Partei in Deutschland angegangen werden, zeigt, wie verbohrt und selbstbeschränkt die deutsche Journaille zu einem großen Teil ist.

Wie können wir deren Köpfe wieder für neue Einsichten und Gedanken öffnen? Es scheint, dass formale Bildung ein Hinderungsgrund ist. Denn in der Schule und an der Universität werden Indoktrination und Selbstzensur immer wichtiger, freies und kritisches Denken immer seltener. Die Meinungskorridore verengen sich auch und besonders im Akademiker-Milieu.

Müssen wir warten, bis Westeuropa wie nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche liegt, damit sich die Köpfe wieder für neue Gedanken öffnen?

Ich denke, es wäre schon ein großer Schritt, wenn die Rundfunkstaatsverträge gekündigt werden und die Journalisten dadurch den Wink mit dem Zaunpfahl gezeigt bekommen. Der ÖRR hätte eigentlich die Aufgabe, als wirkliches Korrektiv zu wirken. Staatdessen haben wir das Correctiv mit seiner Stimmungsmache.

Hilft es, wie damals bei den linken Erben der 68er-Generation, den Weg durch die Institutionen anzustreben? Das würde viele Jahrzehnte dauern. Momentan werden durch die Ampel-Regierung eher Posten nach Linksgläubigkeit vergeben. Es wird schwer, den Kurs umzudrehen. Und vielleicht ist es zu spät: Denn Deutschland steht schon jetzt auf der Kippe.

Mit scheint, es stehen uns noch sehr schwere Zeiten bevor. Der Wandel kann nur kommen, wenn er europaweit geschieht. Also lasst uns nach England, Frankreich, Ungarn, Italien, Schweden und in die Niederlande schauen. Diesmal müssen wir Europäer zusammenhalten und gemeinsam die Denkschablonen der woke-links-grünen Möchtegern-Bildungs-Schicht durchbrechen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.