Die Hemmschwelle zum Krieg wird immer niedriger
Die Hemmschwelle zum Krieg wird immer niedriger
Datum: 21.03.2024, 11:53
Der Zweite Weltkrieg hatte weltweit rund 80 Millionen Menschenleben gefordert. Mehrere hundert Millionen mussten anschließend in Trümmern leben. Die zwei Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki haben gezeigt: Jeder Schritt weiter ins Inferno bringt uns näher ans Ende der Menschheit.
Albert Einstein erklärte, er wissen nicht, mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg geführt werde. Er wisse aber, mit welchen Waffen der Vierte Weltkrieg geführt werde: Mit Stöcken und Steinen.
Im Kalten Krieg war die Angst vor einem Atomkrieg groß. Ich habe als Kind den Film »The Day After« gesehen. Uns war allen mulmig zumute. Wird es tatsächlich eines Tages soweit kommen?
Die USA & NATO und die UdSSR & Warschauer Pakt haben ihre aktiven Auseinandersetzungen in Form von Stellvertreterkriegen in der Dritten Welt geführt. In Europa dagegen herrschte kalte Stille. Denn jeder wusste. Ein Funke, und die Welt explodiert.
Und nun? Es scheint, dass die jüngere Generation die Angst vor einem Atomkrieg verloren hat. Die Politiker von heute haben die Schrecken des Zweiten Weltkrieges nicht miterlebt. Sie denken, dass sei alles nur leere Drohung.
Helmut Kohl, Willy Brandt, Egon Bahr, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher, Konrad Adenauer und viele andere Politiker der alten Generation würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, wie leichtsinning heute mit dem Weltfrieden umgegangen wird.
Die Linken von einst, die für Frieden und Verständigung mit der Sowjetunion geworden hatten, sind nun zu den Kriegsfalken geworden, die sich für eine harte Gangart gegen die Russische Föderation einsetzen.
Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Wir sollten verhindern, dass es mit dem Schlimmsten endet.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment