Die Akademisierung der Gesellschaft hat zu ihrer Verblödung geführt

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Die Akademisierung der Gesellschaft hat zu ihrer Verblödung geführt
Datum: 19.02.2024, 13:13

Die einen hüpfen fürs Klima und sorgen sich um Gender-Fragen. Die anderen wissen nicht, wie sie ihren Bauernhof oder ihren Handwerksbetrieb durchs nächste Jahr bringen.

Keine Bevölkerungsgruppe ist so fern von den Sorgen und Nöten der wertschöpfend arbeitenden Bevölkerung wie die Studenten (die sich selbst gerne als Student*innen oder Studierende bezeichnen). Zwischen Bibiliothek und Hörsaal hin und her gehend, denken sie, dass ihre Bachelor- oder Masterarbeit der Nabel der Welt sei.

Wenn sie demonstrieren, dann gehen sie gegen Rechts oder für LGBTQ-Rechte auf die Straße, hüpfen fürs Klima oder machen auf Frauenrechte in Indien aufmerksam.

Für die arbeitende Bevölkerung im eigenen Land rühren sie keinen Finger. Sie sehen nicht die Putzfrauen, die morgens den Hörsaal fegen und das Klo putzen. Sie wissen nichts über die Landwirte, die das Essen in die Mensa-Küche bringen. Sie sehen nicht den Dachdecker, der dafür sorgt, dass es bei schlechtem Wetter nicht in den Hörsaal regnet. Kurz: Sie sind so fern von Arbeitern, Handwerkern und Bauern wie Somalia von seiner ersten Mondlandung.

Wo waren die Stundenten bei den Bauernprotesten? Warum schließen sich die Studenten nicht den Gewerkschaften an, um für gerechte Löhne zu streiten?

Dabei sind es die Arbeiter, Bauern und Handwerker, die mit ihren Steuern die Unis mitfinanzieren.

Im Gegensatz zu ihren Kommilitonen in den USA, die pro Studiengang 50.000 bis 200.000 Dollar Schulden ansammeln, müssen die deutschen Studenten nur minimale Semester-Gebühren zahlen. Warum? Weil der Steuerzahler es bezahlt.

Und was ist der Dank? Nichts. Arbeiter, Bauern und Handwerker sind vielen Student*innen suspekt. Das sind für sie Leute, die Fleisch essen, nicht gendern, Fußball gucken und gerne Auto fahren. Handwerker und Bauern sind in den Augen vieler Studenten Proleten.

Die Akademisierung der Gesellschaft hat dazu geführt, dass die linken Parteien von Arbeiter- und Bauernparteien zu Akademiker-Parteien geworden sind.

Die Titel vieler Forschungsprojekte und Masterarbeiten verraten, wie die weltfremde Akademiker-Welt in ihrem Elfenbeinturm tickt.

Die Mehrheit der Studenten hält sich für politisch links. Vielleicht sollte man sie daran erinnern, dass Mao Zedong einst Millionen chinesische Studenten zu den Bauern aufs Land geschickt hat, damit sie lernen, wie wichtig diese Arbeit ist.

Sven von Storch

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