Der ÖRR ist die Mutter aller Probleme

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Der ÖRR ist die Mutter aller Probleme
Datum: 26.11.2024, 12:33

Ich musste mich unendlich fremdschämen, als ich sah, wie sehr Caren Miosga ihrem Interview-Gast Robert Habeck umschwärmte. Es war schier unglaublich. Alle Hemmungen schienen gefallen. 

Immer wieder wird deutlich, wie sehr der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Grünen verfallen ist. Was noch deutlicher ist: Wir haben es in bestimmten Kreisen in Köln, Hamburg, München und besonders in Berlin mit einem Milieu zu tun, bei dem die sogenannten Medien-Schaffenden und Politik-Funktionäre sich die Türklinke geben. Sie kennen sich, sie sehen sich, sie haben Netzwerke, die sich überschneiden. Daher sieht man in den Talkshows immer dieselben Gesichter. Die Journalisten und Politiker in den Medienstädten werfen sich die Bälle zu. Es ist ein erlauchter Kreis.

Mich ärgert maßlos, dass dieser elitäre politisch-mediale Komplex auf Kosten der Zwangsgebühren-Zahler und Steuerzahler finanziert wird. Und trotzdem sollen sich die Bürger von diesem Milieu belehren und indoktrinieren lassen? 

Der elitäre politisch-mediale Komplex wirkt wie eine gewaltige Konsensmaschine in der Gesellschaft. Wichtige öffentliche Debatten finden nicht statt. Das ist die Wurzel zahlreicher gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Fehlentwicklungen in Deutschland.

Wenn es diese Verstrickungen nicht gäbe und der ÖRR eine offene Debatte mit einer größeren Vielzahl an Gästen und Meinungen zuließe, hätte es diese schwerwiegenden Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik nicht gegeben.

Ich bin der festen Überzeugung:

Merkel hätte niemals so lange regiert, die Grünen hätten niemals diesen Aufstieg erreicht, die Genderfrage wäre im Nichts verschwunden, die Klimafrage wäre nicht zum Weltuntergangsszenario mutiert, Deutschland wäre nicht aus der Atomenergie ausgestiegen, die Corona-Krise wäre nicht so ausgeufert, das Verbot der Verbrenner-Motoren wäre niemals durchgesetzt worden, die Kriegsstimmung wäre niemals so angeheizt worden, wenn im öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine offene Debatte stattgefunden hätte.

Durch das ständige »Framing«, durch das unentwegte »Pushen« bestimmter »Narrative«, durch die beschränkte Auswahl an Talk-Gästen, durch die Einseitigkeit der Nachrichten und durch die permanente Hofberichterstattung im Sinne der Regierenden und durch die unaufhörliche Indoktrination im Tonfall einer Grundschullehrerin ist ein Großteil der Bevölkerung eingenordet worden. 

Am Ende springen alle wie die Lemminge die Klippen hinunter.

Es geht auch anders: Ich wundere mich immer wieder aus Neue über die enorme Vielfalt an Meinungen, Thesen, Ansichten und Personen im Netz, wenn ich mich in den Sozialen Medien umgucke. Es gibt so viele Experten, Wissenschaftler, Journalisten und Kenner der Wirtschaft, die im Internet zu Wort kommen, aber im Fernsehen nicht zu sehen, nicht zu hören sind. Es ist wie eine Parallelwelt.

Das Fernsehen steht für betreutes Denken.

Im Internet gibt es Sinn und Unsinn, korrekte Nachrichten und Fake News nebeneinander. Man muss selber denken und vergleichen. Aber am Ende ist die Vielzahl der Perspektiven bereichernd.

Am Ende hilft nur eines:

Die Rundfunkstaatsverträge müssen aufkündigt werden und durch neue ersetzt werden. Der ÖRR muss massiv reduziert werden. Das Meinungsmonopol muss enden. Nur dann findet auch wieder eine breite öffentliche Debatte aller Probleme statt, die zu besseren Lösungen und am Ende zu einer besseren Politik führt.

Der ÖRR ist die Mutter aller Probleme. Nur wenn hier angesetzt wird, kann auch in den anderen Bereichen der Wandel zum Besseren beginnen.

Sven von Storch

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