Arbeiten bis 70? Die Jobs gibt es dafür nicht!

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Einführung

Die Diskussion um die Erhöhung des Renteneintsrittalters ist im Zeitalter der Deindustrialisierung, Automatisierung und Künstlichen Intelligenz völlig weltfremd.

Die Merz-Klingbeil-Regierung redet immer wieder davon, dass die Rentenversicherung nur gerettet werden könne, wenn man das Renteneintrittsalter erhöht und die Frühverrentung erschwert. Doch das ist weltfremd.

Stellenabbau durch Frühverrentung und Nicht-Neubesetzung ihrer Stellen

Die offizielle Arbeitslosenzahl ist mittlerweile auf über 3 Millionen gestiegen. Nimmt man den Abbau der Arbeitsplätze in Deutschland in Augenschein, müsste diese Zahl eigentlich viel höher sein. 

Doch viele Industrieunternehmen bauen Arbeitsplätze ab, indem sie ältere Arbeitnehmer mit einer Abfindung in den Frühruhestand schicken. Das nennt sich dann "sozialverträglicher" Arbeitsplatzabbau.

Je nach Abfindungshöhe, kann es für die Arbeitnehmer vorteilhaft sein, auf diese Weise früher in Rente zu gehen. 

Ältere Arbeitnehmer sind weniger gefragt, weil sie weniger flexibel sind und höhere Lohnerwartungen haben. Daher werden diese beim Stellenabbau als erste entlassen.

Künstliche Intelligenz und Automatisierung

Eigentlich war der jüngeren Generation ein guter Arbeitsmarkt versprochen worden. "Bald werden viele ältere Mitarbeiter in Rente oder Pension gehen", hieß es immer. Es gebe zu wenig Nachwuchs, wurde gesagt. Die jungen Leute könnten sich später die Jobs aussuchen, wurde versprochen.

Doch es kam nicht so. Warum? Weil viele Prozesse dem entgegenwirken: Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Deindustrialisierung, Abwanderung von Unternehmen ins Ausland, Schrumpfen des Einzelhandels, Erschwerung von Selbständigkeit durch Bürokratie und gesetzliche Auflagen.

Diese Prozesse wirken schneller als die demographische Entwicklung der Überalterung. 

Berufe mit steigendem Personalbedarf sind körpferlich nicht bis 70 durchzuhalten

Natürlich gibt es auch Berufsgruppen, bei denen es tatsächlich an Nachwuchs mangelt. Das sind vor allem verschiedene Handwerksberufe und medizinische Berufe, vor allem in der Pflege.

Doch weder der Dachdecker noch die Pflegefachkraft schaffen es, ihren Beruf bis zum 70. Lebensjahr durchzuhalten. Zumal sie oftmals eher angefangen haben zu arbeiten als die Akademiker.

Ältere Akademiker blockieren die jüngeren Nachwuchsakademiker

Im Universitäts-,Hochschul- und Forschungsbetrieb sieht es wiederum anders aus. Forscher und Professoren wollen meist gar nicht emeritiert werden oder in Pesion gehen. Sie wollen forschen, lesen und schreiben bis an ihr Lebensende, denn es ist ihr Lebensinhalt.

Doch das geht nur im Rahmen von Senior-Programmen. Ansonsten würden sie die Stellen für den Nachwuchs blockieren. Hinter jedem Professor gibt es eine Reihe jüngerer Bewerber, die den Lehrstuhl oder die Forschungsstelle gerne und dringend übernehmen wollen.

Es gibt Ausnahmen, aber daraus lässt sich keine Regel ableiten

Auch wenn es Berufe und Branchen gibt, in denen tatächlich ältere Arbeitnehmer gerne gesehen und länger gebraucht werden, so bleiben dies Ausnahmen.

Für Menschen über 65 oder gar über 70 ist der Arbeitsmarkt extrem schwierig. Bei einem hohen Renteneintrittsalter würden viele die letzten Jahre ihres Berufslebens arbeitslos verbringen. 

Das Geld wird falsch ausgegeben: Apropos "internationale Verpflichtungen"

Die Merz-Klingbeil-Regierung hat sich auf eine exorbitante Verschuldung eingelassen, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren, die Bundeswehr aufzurüsten und weiterhin Geld in die EU, NATO und Entwicklungshilfe fließen zu lassen. Merz spricht von "internationalen Verpflichtungen".

Eine verantwortungsvolle Regierung hätte stattdessen ein großes Sparprogramm diesbezüglich aufgesetzt und verkündet, dass in den nächsten 20 Jahren der Fokus auf die Finanzierung der Rentenlücke liegen müsse, um den geburtenstarken Jahrgängen ein würdiges Alter ohne Not und Elend zu ermöglichen. 

Doch unseren regierenden Politikern sind Panzer, Raketen, EU-Bürokratie und Entwicklungshilfe wichtiger als das würdige Leben unserer Senioren. 

Sven von Storch

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Blog comments

Das klingt wie "aus dem richtigen Leben" ...

Den letzten Satz würde ich allerdings etwas umformulieren:

"Doch unseren(?) scheinbar regierenden Politikern haben Panzer, Raketen, EU-Bürokratie und Entwicklungshilfe (incl. der Übernahme ukrainischer Rentenverpflichtungen) wichtiger zu sein als das würdige Leben (nicht nur!) unserer Senioren."

Im übrigen verstehe ich nicht das Getue um das Renteneintrittsalter. Warum kann nicht jeder zwischen 60 und 70 selbst entscheiden, wann er mit entsprechenden Zu- oder Abschlägen in Rente geht?

Glass Steagall Act

01.09.2026 | 12:17

Es ist gar nicht das Ziel, Rentner bis 70 arbeiten zu lassen! Das Ziel ist, sie bis 70 mit billigem Bürgergeld abzuspeisen, anstatt ihnen die volle Rente auszubezahlen! Das spart der Regierung eine Menge Geld! 

Wenn man das durchschnittliche Renteneinkommen 2026 von etwa 52.000 Euro pro Jahr, mit dem durchschnittliche Bürgergeld von ca. 12.000 Euro pro Jahr vergleicht, zeigt das deutlich, wie der Staat mit der Rente über 70 sparen kann! Selbst der Zuschuss für eine Wohnung macht die Kohlen nicht mehr fett!

Mit dem Zahlbetrag der Altersrente aus 45-jähriger Beitragszahlung zu 75 Prozent des Durch-
schnittsentgelts plus »Grundrente« kann die Schwelle zur Grundsicherungsberechtigung derzeit nicht überschritten werden.

Annemarie Wagemann

05.09.2026 | 17:32

RENTE ab 70 - ja geht’s noch?

Spinnen die da oben a l l e

ich kenne keinen in dem Falle

der weiß, was ein Rentner will und kann

geschuftet hat sein Leben lang :

 

und wer die “70“ überlebt

ab dann dem Ehrenamt nachgeht :

*Die Kleinsten frühmorgens zum Schulbus bringen*

*Im Krankenhaus zum Piss-Pot schwingen*

*Im Altenheim mit Singen Lang’weile dämpfen*

*Und gleich um einen Platz dort kämpfen*

*Beim  Roten Kreuz und Caritas -

  die Kranken fahren – das macht Spaß*

 

Mit “80“ kriegt man voll Respekt

die Ehren-Nadel angesteckt

durch eine Herrn vom Parlament

dem Arbeit fremd  -  dies Wort nicht kennt

 

wenn das so sein soll, solltet  I H R  schließen

das Rentenamt mit all den miesen

Statistikern und Weltbekehrern

Schwarzmalern – Mammon- und Geldverehrern

 

dann würden wir in all den Jahren

den Rentenbeitrag selbst verwahren.

So müssten die Herrn im Amte nicht so hetzen

um eine Renten-Erhöhung durchzusetzen

könnten: anstatt an Ausreden herum zu zimmern

sich noch mehr um die Reichen kümmern.

 

Liebe angehende Rentner es heißt kämpfen

das Hirngespinst der Herrn zu dämpfen!

 

             

 

 

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