...weil Jahwe dies will.
...weil Jahwe dies will.
Datum: 24.07.2018, 12:14
Am Sinai geschieht etwas Einmaliges
in der Geschichte der Menschheit.
Hier liegt die Wurzel und die Größe eines Glaubens
ohne Beispiel und Vorbild, der stark genug war,
den Erdball zu erreichen.
Mose, Kind einer Umwelt, die von dem Glauben an eine
Unmenge Gottheiten, an Götter in vielfältiger Gestalt
erfüllt ist,
verkündet den Glauben an den einen Gott.
Mose wird zum Verkünder des Monotheismus,
das ist das große, echte und unfassbare Wunder vom Sinai.
Mose, unbekannter, in ägyptischer Fremde
aufgezogener Nomadensohn,
„stieg herunter zum Volk und sagte es ihm“.
2. Mose20 1-3
Nomaden, die in Zelten aus Ziegenhaar in der Steppe unter
freiem Himmel lagerten, vernehmen als erste die unerhörte
Botschaft. Sie nehmen sie in sich auf und tragen sie weiter
39 Jahre lang untereiander zunächst, in die Einsamkeit der
Steppen, an den gluckernden Brunnen, den stillen
Wassertränken schattiger Oasen und im klagenden Wind
der über die herbe Landschaft weht.
Beim weiden der Schafe, Ziegen und Esel sprechen sie
von dem einen großen Gott, von Jahwe.
Und so begann die Geschichte,
dieses weltumspannenden Glaubens.
Einfache Hirten wandern in Mühsal und tragen den großen
neuen Gedanken, den neuen Glauben in ihre neue Heimat,
von wo die Botschaft eines Tages hinausgeht in die Welt,
zu allen Völkern der Erde.
Mächtige Völker und erhabene Reiche jener fernen Zeit
sanken längst in das dunkle Reich der Vergangenheit zurück.
Die Nachfahren der Hirten aber, die sich zuerst dem Glauben
an den einen und allmächtigen Gott zuwandten,
leben noch heute.
und Gott redete alle diese Worte
„Ich bin der Herr, dein Gott –
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“—
2. Mos. 19,25
Das ist ohne Beispiel, seit Menschen die Erde bewohnen.
Dafür gibt es kein Vorbild, keine Anregung von anderen Völkern.
Sowohl der Sonnenkult des Echnaton, als auch die in
Mesopotamien beurkundete Manifestation vieler Gottheiten in
einem einzigen Gott, dem Kriegsgott Ninurtra, sind nur dumpfe
Vorstufen zum Monotheismus. All diesen Vorstellungen fehlt
die sammelnde Kraft, fehlt der erlösende sittliche Gedanke,
wie er in den Zehn Geboten verankert ist, die Mose von den
einsamen Höhen des Sinai-Berges hinabträgt in die Herzen
der Menschen.
Nur bei dem Volke Israel kommt die neue Gottidee in klarer
und reiner Form zum Durchbruch.
Frei von Magie, frei von buntgestaltigen und grotesken
bildlichen Darstellungen.
Ohne Beispiel und Vorbild ist auch die klare und
gebieterische Form der
ZEHN GEBOTE.
Den Israeliten wird befohlen nicht zu sündigen,
---weil Jahwe dies will!
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