Politik schafft die Hausfrau ab - wie im Sozialismus

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Politik schafft die Hausfrau ab - wie im Sozialismus
Datum: 27.01.2010, 19:45

„Ich setze eigene Akzente“ kann die Jungpolitikerin Kristina Köhler nur noch stammeln (FAZ.NET vom 17.1.2010). Bei ihrer Antrittsrede im Bundestag musste sie jedoch offensichtlich voll auf den Kurs von Frau von der Leyen einschwenken, weil diese es nicht zulassen wird, dass ihre Krippenstrategie in Frage gestellt wird.
Die Form, wie Frau von der Leyen ein staatlich gewolltes Leitbild vorgibt, erinnert an den überwunden geglaubten Sozialismus. Dessen Leitbild schreibt die Erwerbstätigkeit aller Frauen und Mütter vor.

Inzwischen wird auch hier die traditionelle Familie, in der die Mutter zumindest in den ersten drei Jahren ihr Kind selber erziehen möchte, als Gegenmodell betrachtet, weil sie sich der „umfassenden Krippen-Fürsorge“ des Staates in Sachen Erziehung  entziehen möchte.
Frau Merkel möchte die verschiedenen Familien- und Lebensentwürfe nicht gegeneinander ausspielen. Na klar, nach dem von ihr gewollten Scheidungsgesetz, kann der Mann sich aus der Ehe verabschieden, sobald das jüngste Kind drei Jahre alt ist. Hier geht es angeblich um das Wohl des Kindes. Tolle neue Welt!

Was jedoch frappierend ist, ist die Systematik, mit der die Politik die Hausfrau abschafft. In den Augen unserer modernen Sozialstrateginnen muss die Wahlfreiheit vom Kleinstkindalter an verhindert werden, weil frühkindliche Bildung nur kollektiv in einer Krippe erfolgen kann. Denn nur diese ist – so die neue Sprache – mit kompetenten Betreuerinnen ausgestattet und einer einfachen Hausfrau haushoch überlegen. Also entziehen wir diesen nutzlosen Frauen den Boden unter den Füßen. Und jedem, der hier reklamiert, werden wir mit einem Lächeln auf den Lippen sagen, dass wir doch für Wahlfreiheit sind.

Familien, bei denen ein Lohn wegfällt, bekommen nach einem Jahr nur 180 Euro Kindergeld. Das zwingt die Frauen wieder auf den Arbeitsmarkt. Hier kann von Wahlfreiheit keine Rede sein.
Das von Frau von der Leyen eingeführte Elterngeld richtet sich nach der Höhe des Lohnes der Frau. Das heißt: ca. 53 % der Mütter bekommen 16 Monate lang (incl. den bald 4 Vätermonaten); im Schnitt pro Monat 1000 Euro – insgesamt sind das PRO KIND 16.000 Euro. 46 % der Mütter bekommen 12 Monate lang pro Monat den Mindestbetrag von 300 Euro – insgesamt also 3.600 Euro PRO KIND. Hier werden gutverdienende Frauen von unserem Steuergeld subventioniert, um, wie es hieß, mehr Akademikerinnen zum Kinderkriegen zu motivieren. Das ist ungerecht und abzulehnen!!

Wahlfreiheit bedeutet: Alle Mütter, die aus dem Beruf aussteigen oder nicht erwerbstätig sind, sollten drei Jahre lang monatlich 450 Euro bekommen. (Der Kündigungsschutz für Mütter besteht 3 Jahre)

Die Mütter können dann, SO WIE ES IN DEN ACHTZIGER UND NEUNZIGER JAHREN WAR, einer Teilzeitarbeit in begrenztem Stundenumfang nachgehen. Das ist von der übergroßen Mehrheit der jungen Mütter auch so gewünscht. Das stabilisiert die Familien, weil die Mütter so viel mehr Zeit für die Kinder und die Familie haben.

Die Frauen, die nach einem Jahr auf ihre berufliche Tätigkeit in Vollzeit nicht verzichten wollen, haben die Wahlfreiheit mit einem Teil ihres Lohnes eine Krippenbetreuung zu finanzieren oder obiges Modell anzunehmen.

Das kostspielige Elterngeld von jährlich ca. 4,5 Milliarden Euro lässt die GLEICHBEHANDLUNG aller Mütter zu. Diese ist im Grundgesetz verankert.
Nach der Einführung des Erziehungsgeldes für alle Mütter, wird man feststellen, dass eine große Anzahl der immens teuren Krippenplätze, die auch hohe Folgekosten haben, überflüssig werden.

Zurzeit wird das Pferd von hinten aufgezäumt!

Liebe und quantitative Zeit sind GLEICHWERTIG und nicht durch Geld zu ersetzen. Nur wer seinen Kindern beides schenkt, macht sie zu glücklichen Kindern voller Selbstvertrauen. Diese Kinder erfahren eine intensive Bindungsbeziehung, die keine bezahlte Betreuerin bewirken kann, zumal diese ja auch wechselnd im Einsatz sind. Keine Frau braucht für die Erziehung ihrer Kinder einen Doktortitel. Ihrem Kind diese Zeit und diese Liebe zu schenken, das kriegen arme Bauern in der dritten Welt oft viel besser hin als Eltern die beide vom Beruf gestresst sind.

Eine Moral von der Geschichte gibt es nicht, aber immer weniger Familie und vor allem noch weniger Kinder!

Sven von Storch

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