Merkels verpasste Reformchancen
Merkels verpasste Reformchancen
Datum: 01.06.2010, 08:22
Der Gasmann Schröder stellte den Steuerfachmann Paul Kirchhoff als dieser "Professor aus Heidelberg" populistisch ins Abseits. Merkel hat nicht bemerkt, was sie damit angerichtet hat. 2005 und 2009 fand keine Wahlanalyse statt. Der Erneuerer Friedrich Merz wurde ihrem Machtinstinkt geopfert. Koch wird ihr auch nicht fehlen.
Unter Merkels lavieren und abwarten, sie besaß die Frechheit 6 Monate bis zur NRW Wahl untätig zu sein, wird eine echte Zukunftsperspektive verspielt. Die Scheuklappensicht Merkels hat keine Sensibilität für Reformen die auch diesen Namen verdienen.
Dr. Helmut Becker gründete 1994 zusammen mit Giscard D`Estaing den Club of Europe , in dem sich freie und selbständige Unternehmer, Führungskräfte der Wirtschaft und Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Medien, Kunst und Kultur zusammenschlossen.
Hier einige seiner Gedanken zu dieser Vereinigung:
Die Osterweiterung wollen wir als Chance sehen, und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Mit Kompetenz, Elan und auch Begeisterung wollen wir Existenzgründungen fördern, ganz besonders im Bereich der kleinen und mittelständischen Betriebe. Wir wollen eine Wertegesellschaft, die auf wirtschaftlicher Ebene durch den europäischen Liberalismus geprägt ist und im Idealfall religiöse sowie soziale Elemente enthält. Dabei steht der Demokratiegedanke, die soziale Sicherheit und die freie Marktwirtschaft im Mittelpunkt. Schon in den achtziger Jahren forderte Dr. Becker, "wir brauchen nicht noch mehr Unterstützungsprogramme für Arbeitslose, sondern eine Million neuer Unternehmer". Eine zentrale Wertigkeit des Unternehmertum kann sich nur dann entwickeln, wenn es das in einer Wertegesellschaft, der sich möglichst alle verpflichtet fühlen, tun kann.
Das absolut richtige Konzept der FDP wurde von Merkel einfach einkassiert. Sie hatte indes kein "Programm" für Deutschland!
Die Pauschalverurteilung alles Unternehmerischen ist fatal, weil es eine neue Zweiklassengesellschaft postuliert. Und die existiert ja real: Laut statistischem Bundesamt leben in Deutschland nur noch 41 Prozent von ihrer Erwerbstätigkeit. 59 Prozent von Unterhalt, Rente, Pensionen ALG I oder II, Sozialhilfe oder Bafög. Das kann kein Gemeinwesen auf Dauer aushalten.
Kanzler die ein Volk regieren wollen, sollten intuitiv wissen was eine Wertegesellschaft zusammenhält. In einem Unternehmen muss der Chef wissen, wo es lang geht und nicht hauptsächlich die Berater.
Wo geht es bei der CDU lang????
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